Kunstakademie Düsseldorf

Jüdische Organisationen verlangen Absage von Veranstaltung mit palästinensischer Terror-Unterstützerin

Foto: picture alliance/dpa

Mehrere jüdische Organisationen fordern die Kunstakademie Düsseldorf auf, eine geplante Veranstaltung mit der palästinensischen Künstlerin Basma al-Sharif abzusagen. In einem gemeinsamen offenen Brief wenden sich das Netzwerk Jüdischer Hochschullehrender (NJH), die WerteInitiative – jüdisch-deutsche Positionen sowie das Jüdische Forum der CDU NRW an die Leitung der Hochschule. Die CDU hatte die Forderung bereuts vor einigen Tagen formuliert. Die anderen Organisationen schlossen sich nun an. Am 21. Januar 2026 ist die Veranstaltung mit der Terrorunterstützerin vorgesehen.

Zur Begründung verweisen die Organisationen auf ausgewertete Social-Media-Beiträge der Künstlerin, die nach ihrer Einschätzung »eindeutige Merkmale von Terrorverherrlichung und israelbezogenem Antisemitismus« aufweisen. Die vorliegenden Dokumentationen belegten unter anderem eine »demonstrative Bezugnahme auf die PFLP«, die seit 2002 von der Europäischen Union als Terrororganisation eingestuft ist.

Darüber hinaus kritisieren die Unterzeichner die wiederholte Nutzung bestimmter Symbole und Begriffe. So werde von al-Sharif mehrfach das rote Dreieck verwendet, »ein Symbol, das in der Hamas-Kommunikation zur Kennzeichnung von Feinden eingesetzt wird«. Ebenso problematisch sei die konsequente Bezeichnung Israels als »zionistische Entität«, eine Terminologie, die aus Sicht der Organisationen »das Existenzrecht Israels delegitimiert«.

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Scharfe Kritik üben die Verfasser des offenen Briefes an der Haltung der Kunstakademie selbst. Diese betone zwar öffentlich, dass Antisemitismus und Terrorverherrlichung an der Institution keinen Platz hätten, lade jedoch zugleich eine Person ein, »deren öffentliche Äußerungen genau diese Problemlagen berühren«. In dem Schreiben heißt es wörtlich: »Künstlerische Reputation kann nicht als Freibrief dienen, Inhalte zu verbreiten oder zu rahmen, die antisemitische Ressentiments befeuern oder terroristische Gewalt relativieren.«

Unterstützung erhält die Initiative von der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf. Deren Verwaltungsdirektor Bert Römgens erklärte: »Es erschüttert unser Vertrauen in die Verantwortung öffentlicher Institutionen.« Die Gemeinde habe sich bereits an die nordrhein-westfälische Kulturministerin sowie an den Antisemitismusbeauftragten der Stadt Düsseldorf gewandt.

Abschließend weisen die beteiligten Organisationen darauf hin, dass die Kunstfreiheit nicht schrankenlos sei. Sie ende dort, »wo andere Verfassungsgüter berührt werden – insbesondere die Menschenwürde«. Als öffentliche Einrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen trage die Kunstakademie Düsseldorf eine besondere Verantwortung, »klare Grenzen gegenüber antisemitischen und gewaltverherrlichenden Positionen zu ziehen«. im

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