Frankfurt am Main

Jüdische Hochschullehrer gründen Netzwerk gegen Antisemitismus

Auch an der Technischen Universität Berlin kam es in jüngster Zeit zu durch Antisemitismus motivierten Vorfällen. Foto: picture alliance / Schoening

Zu einem »Netzwerk jüdischer Hochschullehrender« haben sich 70 Hochschullehrer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengeschlossen. Anlass für die Gründung des Netzwerks sei die »dramatische« Zunahme von Antisemitismus an Hochschulen seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober vergangenen Jahres, teilte die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) am Dienstag in Frankfurt am Main mit.

Von einer »feindlichen Stimmung« an einigen Hochschulen und Universitäten spricht die Soziologin Julia Bernstein, Professorin für Diskriminierung und Inklusion in der Einwanderungsgesellschaft sowie Leiterin des Forschungsbereichs »Gesellschaftliches Erbe des Nationalsozialismus« an der Frankfurt UAS.

Porträts von Geiseln der Hamas in einigen Einrichtungen würden abgerissen, jüdische Studierende »als Zionisten und Rassisten beschimpft oder als Repräsentanten des Staates Israel angegriffen«. Bernstein ist Gründungsmitglied des Netzwerkes.

Das Netzwerk will den Angaben zufolge ein Bewusstsein für Antisemitismus an Hochschulen schaffen und Konzepte zum Kampf gegen Antisemitismus und für das jüdische Leben an Hochschulen und in der Forschung erarbeiten. An der Frankfurt UAS gebe es bereits erste Formate zur Auseinandersetzung mit Antisemitismus. ja

Die Linke

Neuer Kopf, neue Linie

Luigi Pantisano wird voraussichtlich der nächste Vorsitzende der Linkspartei. Wofür steht der 46-Jährige?

von Ralf Fischer  11.06.2026

Krieg

Trump droht Mullahs mit »vollständiger Kontrolle« der iranischen Öl-Industrie

Darüber hinaus kündigte der US-Präsident auch weitere Angriffe an

 11.06.2026

Berlin

Streit an der TU um Beschlüsse der studentischen Vollversammlung

Besonders umstritten ist die Forderung, bestehende institutionelle Beziehungen zu israelischen Unis auszusetzen und überprüfen zu lassen. Eine jüdische Studentengruppe widerspricht

 11.06.2026

Berlin

Jüdischer Juristenverband als herausragende soziale Initiative ausgezeichnet

Die Organisation jüdischer Juristen ist eines von 25 Projekten, die vom Verein »startsocial« für ihr Engagement gewürdigt wurden. Gastgeber der Ehrenveranstaltung war Bundeskanzler Friedrich Merz

 11.06.2026

Pro & Contra

Soll die Bevölkerung in der Schweiz auf 10 Millionen begrenzt werden?

Ja, sagt Jessie Katz: »Sie anzunehmen sollte schon nur aus dem Grund, um die Sicherheit für die jüdische Bevölkerung zu verbessern.« Nein, findet Zsolt Balkanyi-Guery: »Ein Einwanderungsstopp verspricht nur vordergründig Sicherheit und ist für jüdische Menschen keine Antwort auf die tatsächlichen Herausforderungen des Antisemitismus.«

von Jessie Katz, Zsolt Balkanyi-Guery  11.06.2026

Washington D.C.

Bill Gates: Epstein hat mich erpresst

Der Sexualstraftäter habe sein Wissen um seine Untreue ausnutzen wollen, sagt der Microsoft-Mitgründer. Er räumt aber auch Fehler ein

 11.06.2026

Dresden

Kampagne soll Neugier auf jüdisches Leben wecken

Die Initiative soll mehr Wissen über Judentum und Israel vermitteln

 11.06.2026

Hass auf der Bühne

»Hofnarr der Hamas«: Bassem Youssef tritt heute in Berlin auf

Der amerikanisch-ägyptische Comedian relativiert die Hamas-Verbrechen vom 7. Oktober und verbreitet Verschwörungsmythen über Israel. Nun werden Forderungen nach einer Absage seiner Vorstellung im Tempodrom laut

von Imanuel Marcus  11.06.2026 Aktualisiert

Ramallah

Externe Prüfung geht von Ende der palästinensischen Terror-Renten aus

Vorläufige Erkenntnisse deuten darauf hin, dass Sozialleistungen der PA nicht mehr an die Dauer von Haftstrafen sogenannter »Märtyrer« gekoppelt sind

 11.06.2026