Frankfurt am Main

Jüdische Hochschullehrer gründen Netzwerk gegen Antisemitismus

Auch an der Technischen Universität Berlin kam es in jüngster Zeit zu durch Antisemitismus motivierten Vorfällen. Foto: picture alliance / Schoening

Zu einem »Netzwerk jüdischer Hochschullehrender« haben sich 70 Hochschullehrer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengeschlossen. Anlass für die Gründung des Netzwerks sei die »dramatische« Zunahme von Antisemitismus an Hochschulen seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober vergangenen Jahres, teilte die Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) am Dienstag in Frankfurt am Main mit.

Von einer »feindlichen Stimmung« an einigen Hochschulen und Universitäten spricht die Soziologin Julia Bernstein, Professorin für Diskriminierung und Inklusion in der Einwanderungsgesellschaft sowie Leiterin des Forschungsbereichs »Gesellschaftliches Erbe des Nationalsozialismus« an der Frankfurt UAS.

Porträts von Geiseln der Hamas in einigen Einrichtungen würden abgerissen, jüdische Studierende »als Zionisten und Rassisten beschimpft oder als Repräsentanten des Staates Israel angegriffen«. Bernstein ist Gründungsmitglied des Netzwerkes.

Das Netzwerk will den Angaben zufolge ein Bewusstsein für Antisemitismus an Hochschulen schaffen und Konzepte zum Kampf gegen Antisemitismus und für das jüdische Leben an Hochschulen und in der Forschung erarbeiten. An der Frankfurt UAS gebe es bereits erste Formate zur Auseinandersetzung mit Antisemitismus. ja

Sachsen-Anhalt

AfD-Wahlsieger Siegmund: Stelle mich im Dezember zur Wahl

Ob es dann tatsächlich für eine Mehrheit reicht, ist offen. Die Debatte über ein AfD-Verbotsverfahren nimmt derweil wieder Fahrt auf

 29.09.2026 Aktualisiert

Österreich

Israelische Familie wegen Herkunft nicht bedient?

An einem Imbissstand im Salzburger Land wurden Touristen mutmaßliche Opfer antisemitischer Diskriminierung

 29.09.2026

Jahrestag

Terrorunterstützer planen für den 7. Oktober israelfeindliche Demos

In Duisburg, Frankfurt, Hannover und Köln sind Kundgebungen vorgesehen. Aufrufe zur Teilnahme enthalten unverblümte Terroraufrufe

von Imanuel Marcus  29.09.2026

UNO

Francesca Albanese korrigiert umstrittene Holocaust-Aussage

In einem Interview hatte die Sonderberichterstatterin für die palästinensischen Gebiete behauptet, Juden seien in Konzentrationslagern auf dem Weg in die Gaskammern als »Muslime« bezeichnet worden

 29.09.2026

Washington D.C.

Sanktionserleichterungen für Iran? Trump dementiert Bericht

Wie geht es weiter im US-Krieg gegen den Iran? Im Gespräch sollen Sanktionserleichterungen für Teheran sein. Der US-Präsident bestreitet das

 29.09.2026

Berlin

Berliner Linke gerät wegen weiterer Clan-Kontakte unter Druck

Welche Großfamilie war noch auf der Wahlparty der linken Wahlgewinner vertreten?

 29.09.2026

Berlin

Linke, Grüne und SPD sprechen ab Donnerstag

Nach dem Willen von Grünen und SPD soll es sich um ein »gemeinsames Vorgespräch« zur Verständigung bei dem zuletzt heftig diskutierten Thema Antisemitismus handeln

 29.09.2026

25 Jahre nach Durban-Erklärung

Wegen Judenhass: Deutschland bleibt UN-Treffen zu Rassismus fern

Die Bundesrepublik hat nicht an einem umstrittenen UN-Treffen zum Kampf gegen Rassismus in New York teilgenommen

 29.09.2026

Terrorismus

»Wenn sie einen Raum betrat, ging die Sonne auf« - Zwei Mütter, ihre verlorenen Töchter und der 7. Oktober 2023

Ricarda Louks Tochter Shani und Sonja Bohl-Denckers Tochter Carolin wurden vor drei Jahren von der islamistischen Hamas ermordet. Ihre Mütter schildern, wie sie mit dem Verlust zurechtkommen - und was sie sich wünschen

von Nina Schmedding  29.09.2026