Thüringen

Jüdisch-christlich-muslimisches Gespräch in Erfurt

Publikation der »Denkfabrik Schalom Aleikum« (Symbolfoto) Foto: Gregor Zielke

Thüringen

Jüdisch-christlich-muslimisches Gespräch in Erfurt

In Erfurt wird die gesellschaftliche Rolle religiöser Gemeinschaften und der Umgang mit Rechtsextremismus diskutiert

 09.10.2023 10:45 Uhr

Die zum Zentralrat der Juden gehörende »Denkfabrik Schalom Aleikum« veranstaltet am 11. Oktober ein »jüdisch-christlich-muslimisches Gespräch« in Erfurt. Nach Angaben der Organisatoren geht es dabei um »Chancen, Möglichkeiten und Herausforderungen zivilgesellschaftlicher und politischer Aktivitäten von Religionsgemeinschaften und Einzelpersonen«.

Der Titel der Diskussion lautet »Glaubensspuren in hitziger Zeit. Zusammenhalt von Juden, Muslimen und Christen in Thüringen«. Diskutiert wird unter anderem »die mögliche politische und gesellschaftliche Rolle religiöser Gemeinschaften und der Umgang mit Rechtsextremismus in Ostdeutschland«.

In Thüringen ist die rechtsextreme AfD stark

Das Thema ist hochaktuell und der Veranstaltungsort offenbar kein Zufall. Denn in Thüringen liegt die dort als »gesichert rechtsextrem« eingestufte AfD in jüngsten Umfragen mit 32 Prozent auf Platz 1 - mit großem Vorsprung vor »Die Linke« von Ministerpräsident Bodo Ramelow (22 Prozent) und der CDU (21 Prozent). Im nächsten Jahr finden Landtagswahlen statt.

Die Podiumsdiskussion wird von der MDR-Journalistin Blanka Weber moderiert. Sie begrüßt Paul-Philipp Braun, der sich bei der Hilfsorganisation I.S.A.R Germany engagiert, Masuma Jafari, Mitglied im Ausländerbeirat der Stadt Erfurt und Reinhard Schramm, den Vorsitzenden der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen.

»Bleiben Sie gespannt auf jüdische, muslimische und christliche Akteurinnen und Akteure aus Zivilgesellschaft sowie Personen des öffentlichen Lebens!«, heißt es in einer Ankündigung der »Denkfabrik Schalom Aleikum«. Die Organisation will »auf gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Ebene die interreligiöse Zusammenarbeit stärken und neue gesellschaftspolitische Ansätze erarbeiten«. im

Diskussion »Glaubensspuren in hitziger Zeit. Zusammenhalt von Juden, Muslimen und Christen in Thüringen«, Mittwoch, 11. Oktober 2023, 19:00 bis 21:45 Uhr, im Kultur- und Bildungszentrum der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen, Juri-Gagarin-Ring 21, 99084 Erfurt

Straße von Hormus

US-Marine soll jeden Minenleger versenken

Der amerikanische Präsident Donald Trump verschärft seinen Kurs gegen den Iran

 23.04.2026

Berlin

Bundesregierung sieht Chance bei Verhandlungen zwischen USA und Iran

Kehren die Washington und Teheran zurück an den Verhandlungstisch? Die Bundesregierung sieht in Verhandlungen eine Chance für den Frieden

 23.04.2026

Parteien

Streit um Israel: Linke auf der Sandbank?

Die Linke ringt weiter über ihre Haltung zu Israel und zum Nahostkonflikt. Der Parteivorstand will mit einem Leitantrag für den Parteitag in Postdam im Juni den Streit befrieden. Doch auch eine Personalie sorgt für Diskussionen

von Michael Thaidigsmann  23.04.2026

Zukünftige Führung

Schah-Sohn Reza Pahlavi wirbt in Berlin für härteren Kurs gegen Mullahs

Reza Pahlavi sieht keine Reformer in der iranischen Führung und wirbt für einen politischen Wandel. Vor seinem Auftritt wurde er mit Tomaten beworfen

 23.04.2026 Aktualisiert

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« kooperiert mit katholischer »Tagespost«

Ein Zeichen gegen Antisemitismus: »Die Tagespost« legt ihren Abonnenten die »Jüdische Allgemeine« kostenlos bei. Hinter der Aktion steckt unter anderem ein rundes Jubiläum

von Hannah Krewer  23.04.2026

Arlington (Virginia)

Pentagon warnt: Räumung von Minen in Straße von Hormus könnte ein halbes Jahr dauern

Der Streitkräfteausschusses im Repräsentantenhaus wird darüber informiert, dass Teheran mindestens 20 Minen in und um der wichtigen Meerenge platziert haben soll

 23.04.2026

China

Viraler Judenhass in China

Im Zuge des Iran-Kriegs nimmt der Antisemitismus im Diskurs der asiatischen Großmacht dramatisch zu. Eine Analyse

von Sven Benentreu  23.04.2026

Magdeburg

Landtag setzt mit Staatsvertrag Zeichen gegen Antisemitismus

Am 12. Dezember 2025 hatten das Land und die jüdischen Gemeinden Sachsen-Anhalt den geänderten Staatsvertrag unterzeichnet. Am Mittwochabend hat der Landtag den Vertrag beschlossen

 23.04.2026

Houston

Jüdisches Gemeindezentrum nach Drohungen geschlossen

Betroffen ist auch die Shlenker School, eine zur Gemeinde gehörende Gesamtschule. Das FBI und die Polizei ermitteln

 23.04.2026