Berlin

Josef Schuster verurteilt israelfeindliche Proteste

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: Marco Limberg / Zentralrat der Juden in Deutschland

Zwischen dem 16. und 24. April fanden in Berlin mehrere Demonstrationen anlässlich des sogenannten Tags der palästinensischen politischen Gefangenen statt, auf denen es zu zahlreichen antisemitischen Zwischenfällen kam. Unter anderem waren auf den Demozügen die Rufe »Kindermörder Israel« zu hören sowie Transparente zu sehen, auf denen das Existenzrecht Israels infrage gestellt wurde. Mehrere Journalisten wurden von Teilnehmern der Demonstrationen antisemitisch beleidigt und körperlich angegriffen. Nun hat sich der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, zu den Ereignissen geäußert.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

»Seit Jahren erleben wir gerade in Berlin propalästinensische Demonstrationen, auf denen eindeutig Antisemitismus verbreitet wird. Es wird höchste Zeit, energischer dagegen vorzugehen«, sagte Schuster. Mit Blick auf das im vergangenen Jahr liberalisierte Versammlungsgesetz in Berlin sagte er: »Die Ereignisse des vergangenen Wochenendes machen sehr deutlich, dass genau hinterfragt werden sollte, ob das gelockerte Versammlungsrecht in Berlin dafür tatsächlich die geeigneten Instrumente bereithält. Der Polizei muss die Handhabe gegeben werden, beherzt einzugreifen, wenn antisemitische Hetze auf unseren Straßen verbreitet wird.«

TERRORORGANISATION Die Demonstrationen in der Hauptstadt wurde unter anderem von der Bewegung »Palästina spricht«, die schon in der Vergangenheit für ähnliche Kundgebungen verantwortlich gewesen ist, und der Gruppe »Samidour«, die vom israelischen Staat zur Terrororganisation erklärt wurde, organisiert. Es gelte »genau hinzusehen, wer solche Kundgebungen anmeldet und organisiert«, erklärte Schuster. Er verlangte, dass aus diesen Vorfällen politische Konsequenzen gezogen werden. »Organisationen, die antisemitische Demonstrationen befördern, dürfen nicht auf Toleranz treffen.«

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Zuvor hatten schon verschiedene Politiker die israelfeindlichen und antisemitischen Demonstrationen, die in Berlin, aber auch in anderen deutschen Städten stattgefunden hatten, verurteilt. So schrieb etwa die Bundesinnenministerin, Nancy Faeser, auf Twitter: »Für Judenfeindlichkeit gibt es in unserer Gesellschaft keinen Platz. Hier muss der Rechtsstaat konsequent handeln.«

Die Berliner Innensenatorin, Iris Spranger, teilte mit, dass die auf den Demonstrationen begangenen Straftaten »mit aller Konsequenz verfolgt« würden, »um hier eine unmissverständliche Grenze zu ziehen«. Die Polizei Berlin hat nach eigenen Angaben im Zusammenhang mit den anti-israelischen Protesten mehrere Ermittlungsverfahren wegen wegen Landfriedenbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Volksverhetzung eingeleitet. ja

Berlin

»Yalla Intifada«: Gewaltaufruf bei Veranstaltung der Linken Neukölln

Bei einer Wahlkampfkundgebung der Linkspartei in Berlin-Neukölln performte der umstrittene Rapper Dahabflex. Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp distanziert sich von dessen Auftritt

 30.08.2026

Querfurt

AfD-Politiker verteidigt russische Armeetasse im Büro

Der AfD-Politiker Tillschneider empfängt einen Journalisten in seinem Wahlkreisbüro. Dort gerät eine Tasse mit rotem Stern in den Blick. Der Politiker will eine Veröffentlichung verhindern? Warum?

 30.08.2026

Förderung

Prien: Hohe Beteiligung bei »Demokratie leben!«

Für den Umbau des Förderprogramms hat die Familienministerin viel Kritik eingesteckt. Doch die CDU-Politikerin sieht sich bestätigt. Zugleich sagt sie: »Ich habe verstanden«

 30.08.2026

Iran-Krieg

Chamenei wirbt für gemeinsame Front gegen USA und Israel

Irans oberster Führer fordert die muslimischen Staaten auf, sich gegen die USA und Israel zu verbünden. Dazu wendet er sich mit einer seltenen Nachricht an die Öffentlichkeit

 30.08.2026

Berlin

Insa-Umfrage: AfD in Sonntagsfrage weiter vorn

Stünde jetzt eine Bundestagswahl an, entschiede sich nur knapp jeder dritte Wähler für eine der Regierungsparteien CDU, CSU und SPD. Vorn liegt unverändert eine andere politische Kraft

 30.08.2026

Ina Czyborra

Berlin

Kein Antisemitismusbeauftragter vor der Abgeordnetenhauswahl

Das Auswahlverfahren für eine Ansprechperson an Hochschulen der Bundeshauptstadt ist vorerst gescheitert

 28.08.2026

Birmingham

Ermittlungen gegen früheren Polizeichef wegen Ausschluss israelischer Fußballfans

Der Ausschluss von Anhängern des israelischen Fußballclubs Maccabi Tel Aviv bei dessen Auswärtsspiel im November vergangenen Jahres in Großbritannien hat ein Nachspiel

 28.08.2026

Interim

Christoph de Vries übernimmt zeitweise Amt von Felix Klein

Der langjährige Antisemitismusbeauftragte Felix Klein wechselt als deutscher Vertreter zur OECD nach Paris. Bis seine Nachfolge geklärt ist, übernimmt der Parlamentarische Staatssekretär seine Aufgaben

von Anna Mertens  28.08.2026

Social Media

Prozess: Mark Zuckerbergs Meta will knapp 17 Milliarden Dollar zahlen

Das historische Verfahren zwischen Tech-Gigant Meta und fast allen US-Bundesstaaten gilt rechtlich nur für die USA. Doch es könnte auch globale Auswirkungen haben

 28.08.2026