Nachruf

Johannes Gerster ist tot

Johannes Gerster (1941-2021) Foto: imago images/Hoffmann

Der frühere rheinland-pfälzische CDU-Chef Johannes Gerster ist am Samstag im Alter von 80 Jahren gestorben. Der Mainzer sei »nach langer schwerer Krankheit im Kreis seiner Familie friedlich entschlafen«, teilten seine Angehörigen am selben Tag mit.

BRÜCKENBAUER Gerster war unter anderem Ehrenvorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Ihr Präsident, Uwe Becker, erklärte: »Wir haben einen großen Brückenbauer, einen engagierten Demokraten und herzensguten Menschen verloren, der wichtige Wege in den Deutsch-Israelischen Beziehungen geebnet, Aussöhnung gelebt und Freundschaft ausgebaut hat.«

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Die rheinland-pfälzische CDU-Landesvorsitzende und Bundesagrarministerin Julia Klöckner betonte: »Mit Johannes Gerster verlieren wir einen großartigen Menschen, ein Urgestein der CDU, einen Vollblutpolitiker und Vorbild.« Er sei ein Charaktermensch gewesen.

ENGAGEMENT Der einstige stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion sei geradeheraus, klar und herzlich gewesen. »Johannes Gerster war ein Mann mit vielen Facetten und einem reichhaltigen Erfahrungsschatz. Ob als Mitglied der Mainzer Ranzengarde, deren Ehrengeneralfeldmarschall er war, oder in seinem Engagement für Israel«, ergänzte Klöckner.

»Sein Ringen um die Verständigung von Israelis und Palästinensern wurde zu Recht vielfach ausgezeichnet.« Johannes Gerster war 1967 Mitbegründer der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und wurde 1982 ihr Vizepräsident. dpa/ja

Jerusalem

Israels Präsident Herzog empfängt neuen Vatikanbotschafter

Herzog betonte anlässlich des Empfangs in seiner Jerusalemer Residenz die Bedeutung der Beziehungen zwischen Israel und dem Vatikan

 15.09.2021

Nachruf

»Symbol für das Heldentum Israels«

Frühere Dissidentin Ida Nudel ist mit 90 in Israel gestorben

von Sara Lemel  15.09.2021

Geschichte

Bundespräsident lässt Umgang mit NS-Vergangenheit aufarbeiten

Steinmeier : »Eine besondere Verantwortung, der Geschichte meines eigenen Amtes nicht auszuweichen«

 15.09.2021 Aktualisiert

Einspruch

Unwählbar

Anna Staroselski macht klar, warum die AfD keine Alternative bei der Bundestagswahl ist

von Anna Staroselski  15.09.2021

Europäische Union

Abgeordnete pochen auf Gleichbehandlung Israels bei UN

Hunderte Parlamentarier haben sich einem AJC-Aufruf angeschlossen und Fairness gegenüber dem jüdischen Staat angemahnt

 15.09.2021

Neuer Termin

Medienbericht: Merkel holt Israel-Besuch am 11. Oktober nach

Laut »Times of Israel« wird Bundeskanzlerin Angela Merkel im kommenden Monat in Jerusalem erwartet

 14.09.2021

Meinung

Verstörende Vorgeschichte

Warum Journalisten mit einer Vorgeschichte wie Nemi El-Hassan niemals die richtige Wahl für die Moderation einer Sendung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sein können

von Michaela Engelmeier  14.09.2021

Judenhass

Nach Israel-Boykott: Zehn Jahre Sperre für algerischen Judoka

Fethi Nourine hätte bei den Olympischen Spielen in Tokio auf den Israeli Tohar Butbul treffen können - und verzichtete

 14.09.2021

Porträt

Saul Friedländer erhält den Balzan Preis

Als Historiker hat der Zeitzeuge Saul Friedländer den Holocaust zu seinem Forschungsthema gemacht. Dafür wird er nun geehrt

von Christoph Arens  14.09.2021