Tel Aviv

Israel lockert Schutzmaßnahmen, Raketenbeschuss aus dem Iran deutlich zurückgegangen

Tel Aviv Foto: copyright (c) Flash90 2026

Angesichts eines spürbar nachlassenden Raketenbeschusses aus dem Iran lockert Israel einige der zu Kriegsbeginn verhängten Beschränkungen für die Bevölkerung. Nach einer neuen Lageeinschätzung kündigte das Heimatfrontkommando an, die landesweiten Regeln teilweise zu entschärfen. Israelische Medien, darunter »Times of Israel«, berichteten.

Heute soll die Einstufung von »essenzieller Aktivität« auf »begrenzte Aktivität« herabgesetzt werden. Damit können zahlreiche Arbeitsplätze wieder öffnen, sofern in erreichbarer Nähe ein Schutzraum vorhanden ist. Auch Versammlungen mit bis zu 50 Teilnehmern werden wieder erlaubt – unter derselben Voraussetzung.

Trotz der Lockerungen bleiben Bildungseinrichtungen vorerst geschlossen. Nur einzelne Ausnahmen sind vorgesehen. Strände bleiben ebenfalls gesperrt. Die neuen Vorgaben gelten zunächst bis Samstagabend. Anschließend wollen die Behörden die Sicherheitslage erneut bewerten.

Wirtschaft drängt auf Öffnung

Nach Angaben des amerikanischen Militärs hat das Tempo der iranischen Angriffe seit Beginn des Konflikts drastisch abgenommen. Die Zahl der Raketenstarts gegen Israel und andere Länder ist demnach um 86 Prozent zurückgegangen.

Lesen Sie auch

Die ursprünglichen Einschränkungen waren zu Beginn der Offensive gegen den Iran eingeführt worden. Die Regierung untersagte den Betrieb nicht lebensnotwendiger Unternehmen, verbot größere Versammlungen und stellte den regulären Schulbetrieb ein. Nur kritische Infrastruktur und unverzichtbare Dienstleistungen durften weiterarbeiten, allerdings mit stark reduzierter Kapazität.

Das Finanzministerium warnte derweil vor erheblichen wirtschaftlichen Folgen eines längeren Stillstands. In einem Schreiben an den Chef des Heimatfrontkommandos, Generalmajor Shai Klapper, mahnte Ministerialdirektor Ilan Rom eine vorsichtige Wiederöffnung an. »Es besteht kein Zweifel daran, dass eine an die Sicherheitslage angepasste Verteidigungspolitik notwendig ist, aber gleichzeitig verursacht ein großflächiges Herunterfahren der Wirtschaft erhebliche Kosten.«

Nach Berechnungen des Ministeriums könnten die Beschränkungen die israelische Wirtschaft rund 9,4 Milliarden Schekel – etwa 2,6 Milliarden Euro – pro Woche kosten. im

Washington

Trump: Iran muss sofort seine Stellvertreter im Libanon stoppen

Der Iran muss seine Proxys im Libanon unter Kontrolle bringen, fordert Trump. Andernfalls müsse Teheran mit harten Konsequenzen rechnen

 21.06.2026

Potsdam

Linke sucht Kontakt mit Juden im Kampf gegen Antisemitismus

Der Partei wird immer wieder Antisemitismus vorgeworfen. Nun heißt es in einem Beschluss, dass der Parteivorstand mit jüdischen Verbänden in den Austausch gehen soll

 21.06.2026

Iran-Verhandlungen

US-Vizepräsident Vance sieht »große Fortschritte«

In der Schweiz wird über ein Ende des Iran-Kriegs verhandelt. US-Vizepräsident Vance bewertet den Auftakt der Gespräche offenbar als Erfolg

 21.06.2026

Teheran

Iran: Verhandlungen mit USA auf einen Tag begrenzt

Die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington in der Schweiz wurden mit Spannung beobachtet. Nun dämpft der Iran die Erwartungen

 21.06.2026

Meinung

Die Linkspartei ist für Juden unwählbar geworden

Jede Hoffnung, »Die Linke« könnte ein vernünftiger Partner werden, wurde enttäuscht. Die Partei unterstützt konsequent die Kräfte, die jüdisches Leben unmöglich machen wollen

von Sigmount A. Königsberg  21.06.2026

Berlin

Mann mit Kippa beleidigt und bespuckt

Laut eines Medienberichts kam es am Samstag in Berlin-Charlottenburg zu einem antisemitischen Vorfall

 21.06.2026 Aktualisiert

Kiew

Selenskyj schickt polnischen Orden zurück

Weil er eine Einheit ehrt, die im Zweiten Weltkrieg Massaker an Polen und Juden begangen hat, entzieht Polens Präsident Nawrocki dem ukrainischen Staatschef Selenskyj die höchste Auszeichnung des Landes. Der schickt den Orden jetzt per Post zurück

 21.06.2026

Potsdam

Neuer Linken-Chef: Kein Unterschied zwischen CDU »und den Faschisten selbst«

Luigi Pantisano sorgte am Wochenende auf dem Linken-Parteitag in Brandenburg mit einer Aussage für Empörung. Kurz darauf wurde er mit lediglich 53 Prozent zum Co-Vorsitzenden der Partei gewählt

 21.06.2026

Luzern

Gespräche zwischen Iran und USA starten

Es geht um Teherans Atomprogramm und ein Ende der Kämpfe zwischen der Terrormiliz Hisbollah und Israel: Heute wollen Vertreter der USA und des Irans in der Schweiz Lösungen für diese heiklen Probleme näherkommen

 21.06.2026