Der Geheimdienst der iranischen Revolutionsgarden warnt die Bevölkerung vor neuen Massendemonstrationen. Der Staatssender Irib News verbreitete eine Erklärung, in der Demonstrierenden noch härtere Schläge angedroht werden als bei den Protesten Ende Dezember und Anfang Januar.
Der Geheimdienst kündigte an, »Vaterlandsverräter« rund um die Uhr zu verfolgen. Demnach schürt der »böse Feind« Angst und Straßenunruhen, weil er seine Ziele nicht auf dem Schlachtfeld erreichen konnte.
Bei den größten Massenprotesten seit Jahren wurden im Januar nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen zwischen 7000 und 36.000 Menschen vom Regime ermordet.
Ausgelöst worden waren die Demonstrationen unter anderem durch eine massive Wirtschaftskrise. Einer der Protestrufe galt dem später getöteten Religionsführer Ali Chamenei: »Tod dem Diktator«. dpa/ja