Teheran

Irans Führungsrat befasst sich mit Khamenei-Nachfolge

Präsident Massud Peseschkian ist Mitglied des Führungsrates. Foto: picture alliance / SZ Photo

Teheran

Irans Führungsrat befasst sich mit Khamenei-Nachfolge

Nach dem Tod des Staatsoberhaupts regiert im Iran ein Führungstrio. Präsident, Justizchef und ein Kleriker sprechen über die Nachfolge von Ajatollah Ali Khamenei

 06.03.2026 10:22 Uhr

Nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts hat sich der provisorische Führungsrat mit dessen Nachfolge befasst. Bei ihrer vierten Sitzung planten Präsident Massud Peseschkian, Justizchef Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi sowie der Kleriker Aliresa Arafi die Einberufung einer Versammlung zur Bestimmung eines neuen Religionsführers, wie aus einer Regierungserklärung hervorgeht. Das Führungstrio wurde demnach außerdem über die aktuelle Kriegslage unterrichtet.

Irans Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Khamenei war am Samstag bei israelisch-amerikanischen Angriffen getötet worden. Seitdem leitet verfassungsgemäß ein Führungstrio die Regierungsgeschäfte im Iran. Am Donnerstag wurde dem Rat mehr Macht übertragen. Er kann künftig über Krieg und Frieden entscheiden, sowie Militärvertreter und Polizeioffiziere ernennen und absetzen.

Lesen Sie auch

Gemäß der iranischen Verfassung bestimmt der Expertenrat, ein Gremium aus 88 Geistlichen, das neue Staatsoberhaupt. Wann der Rat zusammenkommt, bleibt auch nach der Regierungserklärung unklar. Israels Verteidigungsminister drohte am Mittwoch, sein Land werde auch den Nachfolger Khameneis töten. Als aussichtsreicher Kandidat gilt dessen zweitältester Sohn Modschtaba.

Das Mullah-Regime im Iran hat erklärt seit Jahrzehnten, Israel vernichten zu wollen. Anfang des Jahres schlug es Proteste im Land blutig nieder. Mehr als 30.000 Menschen sollen vom Regime getötet worden sein. Teherans Atom- und Raketenprogramme stellen eine direkte Gefahr für Israel und die Region dar. dpa/ja

Berlin

Bundesrat will Hakenkreuz-Schmierereien an Schulen bestrafen

Die Nutzung von verfassungsfeindlichen Kennzeichen durch Schüler soll strafbar werden. Der israelische Botschafter begrüßt den Schritt

 06.03.2026

Washington D.C.

Bodentruppen im Iran? Trump spricht von »Zeitverschwendung«

Grundsätzlich ausschließen wollte die US-Regierung den Einsatz von Bodentruppen im Iran bislang nicht. Jetzt reagiert Präsident Trump auf Äußerungen des iranischen Außenministers zu dem Thema

 06.03.2026

Gedenkstätte

Buchenwald-Verbände lehnen »Kufiyas«-Kampagne ab

Die Initiatoren der Kampagne würden zudem die historische Dimension der NS-Verbrechen verkennen

 06.03.2026

Washington D.C.

Schätzung: US-Angriff auf Iran kostet jetzt schon Milliarden

Seit Samstag greifen die USA - zusammen mit Israel - den Iran aus der Luft an. Neben vielen anderen Fragezeichen hinter der Militäraktion ist auch unklar, wie viel das eigentlich kostet

 06.03.2026

Forschungsprojekt

Hochschule für Jüdische Studien will Schüler handlungsfähig machen

Antisemitischer Hass ist im Netz allgegenwärtig. Ein neues Projekt erforscht jetzt linken Judenhass - und befähigt Schüler, der Hetze entgegenzutreten. Entscheidend dabei: Medienkompetenz und historisches Wissen

von Volker Hasenauer  06.03.2026

Düsseldorf

AfD-Jugend NRW ist rechtsextremistischer Verdachtsfall

Neuer Name, aber nach Einschätzung der Behörden alte Strukturen: Der NRW-Verfassungsschutz hat die AfD-Jugend erneut im Visier

 06.03.2026

Teheran

Internet im Iran weiterhin gesperrt

Irans Sicherheitsapparat hat die Bevölkerung wegen des Kriegs vom Internet abgeschnitten. Nur wenige ausgewählte Menschen haben Netz

 06.03.2026

Bremen

Politikerin tritt nach Foto aus Holocaust-Ausstellung zurück

Ein Post mit Koffern aus einer Holocaust-Ausstellung brachte die Vizepräsidentin der Bremischen Bürgerschaft in Bedrängnis

 06.03.2026 Aktualisiert

Berlin

Trauer um Chamenei in Berliner Moschee

Auf dem Gelände der Moschee hingen mehrere Traueranzeigen, in denen der getötete Geistliche als Märtyrer bezeichnet wurde

 06.03.2026