Teheran

Iran bereitet Beisetzung von Chamenei vor

Der im Februar getötete Ajatollah Ali Khamenei Foto: picture alliance / Anadolu

Mehr als drei Monate nach der Tötung des iranischen Staatsoberhaupts Ajatollah Ali Chamenei gibt es erstmals Äußerungen zu seinem geplanten Begräbnis. Die Beerdigung sei für den Beginn des islamischen Trauermonats Muharram geplant, sagte der stellvertretende Teheraner Bürgermeister Amin Tawakolisadeh, wie iranische Medien berichteten. Ein Datum wäre somit ab Mitte Juni möglich. 

Die Trauerfeiern sollen offiziell in der iranischen Hauptstadt Teheran, der Pilgerstadt Ghom sowie Chameneis Heimatort Maschhad abgehalten werden. In dem zentralen religiösen Zentrum Maschhads, dem Imam-Resa-Mausoleum, soll der frühere Religionsführer beigesetzt werden. In Teheran bereiten sich die Behörden auf Versammlungen von bis zu 20 Millionen Menschen vor. 

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Chamenei war am 28. Februar, dem ersten Tag des Kriegs, bei einem israelischen Luftangriff auf seinen Amtssitz in Teheran getötet worden. Lange blieb unklar, wann der »oberste Führer«, der den Iran jahrzehntelang diktatorisch regiert hatte, beigesetzt werden soll. Auch aus Sicherheitsgründen waren zunächst keine großen Trauerfeierlichkeiten geplant, bei denen hochrangige Vertreter aus Politik und Militär erwartet werden.

Der Tod Chameneis wurde in weiten Teilen der israelischen Bevölkerung sowie der iranischen Exil-Gemeinschaft begrüßt. Sie werfen ihm unter anderem eine jahrzehntelange brutale Unterdrückung der eigenen Bevölkerung sowie die Destabilisierung des Mittleren und Nahen Ostens vor. dpa/ja

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