Beirut

Hisbollah angeblich offen für Waffenruhe

Hisbollah-Chef Naim Kassim Foto: picture alliance / ROPI

Die libanesische Terrororganisation Hisbollah hat sich nach Worten ihres Vizechefs offen für eine Waffenruhe mit Israel gezeigt. Dies könnte entweder Propaganda sein oder ein Strategiewechsel der Terroristen, der sich aus dem erheblichen militärischen Druck ergibt, den Israel ausübt.

In einer im Fernsehen übertragenen Rede sagte der stellvertretende Chef der Islamisten, Naim Qassem, er unterstütze eine entsprechende Initiative des Parlamentsvorsitzenden Nabih Berri. »Wenn der Feind seinen Krieg fortsetzt, wird das Feld entscheiden«, drohte Kassim zugleich.

Man werde nicht um eine Lösung betteln. »Wir werden weitermachen, wir werden Opfer bringen«, sagte er.

Schwere Schläge

Zuletzt hatte Israel der Hisbollah mit der Tötung ranghoher Mitglieder, unter ihnen auch Generalsekretär Hassan Nasrallah, schwere Schläge zugefügt. Zu einer möglichen Nachfolge sagte Qassem, dass nun nicht der richtige Zeitpunkt sei.

Bei den Verhandlungen über eine mögliche Waffenruhe vertraue er dem Parlamentsvorsitzenden Berri, der als Verbündeter der Hisbollah gilt. 

Israels Militär setzt unterdessen seine Luftangriffe und Bodenoffensive im Libanon fort. Seit einem Jahr greift die Hisbollah Israel an. Zehntausende Bewohner Nord-Israels mussten deshalb evakuiert werden. dpa/ja

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