Polizei

Hessen: Spezialeinsatzkommando wird neu geordnet

Polizeibeamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) Frankfurt beim Schießtraining Foto: imago images/Michael Schick

Nach der Auflösung des SEK Frankfurt werden die Spezialeinsatzkommandos der hessischen Polizei völlig neu geordnet und künftig zentral geführt. Das gab Innenminister Peter Beuth (CDU) am Donnerstag in Wiesbaden nach entsprechenden Empfehlungen eines von ihm eingesetzten Expertenstabs bekannt. Zugleich nannte er die wegen rechtsextremistischer Vorfälle verfügte Auflösung des SEK unumgänglich.

Gegen 18 Beamte des Spezialeinsatzkommandos in Hessens größter Stadt hatte die Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen. Sie hätten in einer Chatgruppe rechtsextremistische Äußerungen getätigt, Hitler-Bilder oder Hakenkreuze ausgetauscht oder als Führungskräfte nichts dagegen unternommen, hieß es zur Begründung.

NEUSTART Beuth sprach von einem jetzt eingeleiteten »Neustart«. Die Spezialeinsatzkommandos werden demnach »wie bisher an ihren strategisch günstigen Standorten verbleiben«, aber neu aufgestellt und organisatorisch zentral zu einem SEK in Hessen zusammengeführt, das im Präsidium der hessischen Bereitschaftspolizei in Wiesbaden angesiedelt ist.

Auch die neu strukturierte Einheit in Frankfurt werde als SEK Süd bereits zum Monatsende mit neuer Führungsstruktur und Führungskultur wieder im Einsatz sein, teilte der Minister mit.

Er machte aber deutlich, dass sich die personelle Neuaufstellung nicht nur auf die Führungsebene beschränken werde. epd

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