Berlin

»Haus der Wannsee-Konferenz« eröffnet Soundinstallation

Das Haus der Wannseekonferenz Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin erinnert künftig mit einer Soundinstallation an den Holocaust-Überlebenden Joseph Wulf. Mit der künstlerischen Intervention, die heute eingeweiht werden soll, erfahre Wulf nachträglich Gerechtigkeit, teilte die Gedenkstätte am Montag in Berlin mit.

Im Zentrum des klingenden Erinnerungszeichens von Yael Reuveny, Clemens Walter und Barbara Morgenstern stehe eine Begegnung, die nie stattgefunden habe: Der Auschwitz-Überlebende Joseph Wulf, der bis zu seinem Suizid vergeblich dafür gekämpft habe, das Haus der Wannsee-Konferenz zu einem offiziellen Forschungs- und Gedenkort zu machen, treffe dabei auf die Kinder, die die Villa bis 1988 als Schullandheim besuchten.

Lesen Sie auch

Die Soundinstallation »Wulf, die Zicklein und der vergessene Garten« ist künftig zu den Öffnungszeiten zwischen 10 und 18 Uhr zu jeder halben Stunde zu hören.

In der von 1941 bis 1945 als Gäste- und Erholungsheim der SS genutzten Villa am Großen Wannsee fand am 20. Januar 1942 die heute als »Wannsee-Konferenz« bezeichnete Besprechung zur »Endlösung der Judenfrage« statt. Ziel der Nazis: die Vernichtung des europäischen Judentums. epd

Extremismus

AfD: Björn Höcke zitiert abermals Nazi-Parole

Der AfD-Politiker Höcke ist wegen einer verbotenen Nazi-Parole bereits verurteilt worden. Jetzt prüft die Polizei einen neuen Vorfall. Doch Abgeordnete stehen unter besonderem Schutz

 06.02.2026

München

Jüdische Gemeinde erhält Drohbrief mit Patrone

Der Staatsschutz der bayerischen Polizei ermittelt

von Imanuel Marcus  06.02.2026

Berlin/Gießen

Nach Rede im Hitler-Stil: AfD will Mitglied rauswerfen

Mit seiner Rede, die an Adolf Hitler erinnerte, sorgte Alexander Eichwald beim AfD-Jugendkongress für Aufregung. Jetzt droht ihm der Parteiausschluss

 06.02.2026

Berlin

Julia Klöckner reist nach Israel

Die Bundestagspräsidentin will sich mit Regierungs- und Oppositionsvertretern austauschen, nach Yad Vashem und zum Nova-Festival-Memorial fahren

 06.02.2026

Kommentar

Strafanzeige als PR-Gag?

Laut und verwegen ist der Genozid-Vorwurf einer Schweizer Gruppierung gegen den Schweizer Bundesrat Ignazio Cassis. Mit einer Rechtsdebatte hat es aber nichts zu tun

von Nicole Dreyfus  06.02.2026

Bundesrat Ignazio Cassis muss sich in Den Haag verantworten.

Den Haag

Schweizer Bundesrat wegen Völkermord angezeigt

Eine Gruppe Schweizer Anwälte wirft Außenminister Ignazio Cassis Beihilfe zu Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord vor

von Nicole Dreyfus  06.02.2026

New York

Epstein-Dokumente befeuern antisemitische Verschwörungsmythen in sozialen Medien

Einer JTA-Recherche zufolge nutzen Rechtsextreme, aber auch Akteure aus anderen politischen Lagern, einzelne Passagen, um altbekannte Narrative über angebliche jüdische Machtstrukturen neu zu befeuern

 06.02.2026

Frankfurt am Main

Nach Antisemitismusvorwurf gegen RTL: Experte fordert Schulungen in Medien

Der Experte Samuel Stern fordert mehr Schulungen und Workshops gegen Antisemitismus in Medienhäusern und Fernsehsendern

 06.02.2026

London

Keir Starmer entschuldigt sich bei Epstein-Opfern

Der Premierminister: »Es tut mir leid, was Ihnen angetan wurde.«

 06.02.2026