Berlin

»Haus der Wannsee-Konferenz« eröffnet Soundinstallation

Das Haus der Wannseekonferenz Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Die Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin erinnert künftig mit einer Soundinstallation an den Holocaust-Überlebenden Joseph Wulf. Mit der künstlerischen Intervention, die heute eingeweiht werden soll, erfahre Wulf nachträglich Gerechtigkeit, teilte die Gedenkstätte am Montag in Berlin mit.

Im Zentrum des klingenden Erinnerungszeichens von Yael Reuveny, Clemens Walter und Barbara Morgenstern stehe eine Begegnung, die nie stattgefunden habe: Der Auschwitz-Überlebende Joseph Wulf, der bis zu seinem Suizid vergeblich dafür gekämpft habe, das Haus der Wannsee-Konferenz zu einem offiziellen Forschungs- und Gedenkort zu machen, treffe dabei auf die Kinder, die die Villa bis 1988 als Schullandheim besuchten.

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Die Soundinstallation »Wulf, die Zicklein und der vergessene Garten« ist künftig zu den Öffnungszeiten zwischen 10 und 18 Uhr zu jeder halben Stunde zu hören.

In der von 1941 bis 1945 als Gäste- und Erholungsheim der SS genutzten Villa am Großen Wannsee fand am 20. Januar 1942 die heute als »Wannsee-Konferenz« bezeichnete Besprechung zur »Endlösung der Judenfrage« statt. Ziel der Nazis: die Vernichtung des europäischen Judentums. epd

Shelly Meyer

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