Kairo

Hamas-Gespräche über zweite Phase im Friedensplan für Gaza

Verhandelt wird in der ägyptischen Hauptstadt Kairo Foto: picture alliance / Shotshop

Vertreter der islamistischen Terrororganisation Hamas sind in Kairo zu neuen Gesprächen über die Zukunft des Gazastreifens zusammengekommen. Die Hamas und weitere Palästinensergruppen hätten ihre Verhandlungen darüber begonnen, berichtete der staatsnahe ägyptische Fernsehsender Al-Kahira News heute. Es gehe um Vorbereitungen zur zweiten Phase des Friedensplans für Gaza, darunter die Schaffung eines Gremiums aus palästinensischen Technokraten, die das Gebiet vorübergehend verwalten sollen.

Die Hamas teilte gestern am Abend mit, dass Spitzenfunktionär Chalil al-Haja die Delegation anführen werde. Es gehe um den Abschluss der ersten Phase im Friedensplan von US-Präsident Donald Trump, darunter der vollständige Abzug israelischer Truppen aus dem Küstengebiet.

Erste Namen für Technokraten-Komitee

Aus ägyptischen Sicherheitskreisen hieß es, dass die Hamas sich auf die Namen für das geplante Technokraten-Komitee geeinigt habe, das sich in Gaza um zivile Fragen und öffentliche Dienste kümmern soll. Nach Informationen aus Kairo stehen mindestens 12 von 15 Namen fest. Es werde erwartet, dass Trump den Beginn der zweiten Phase im Friedensplan noch heute ankündigen könnte, hieß es aus ägyptischen Sicherheitskreisen. Ägypten verhandelt zusammen mit den USA und Katar zwischen Israel und der Hamas im Gaza-Krieg. 

Trump hatte den Friedensplan im vergangenen September vorgestellt. Die Waffenruhe trat dann kurz darauf am 10. Oktober in Kraft. Die Hamas hat bis heute ihre Verpflichtungen aus dem Vertrag nicht erfüllt. Im Rahmen des ersten Teils des Abkommens sollten unter anderem alle aus Israel Entführten und Geisel-Leichen übergeben werden, die sterblichen Überreste eines Israelis befinden sich aber weiterhin im Gazastreifen.

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Im nächsten Schritt soll die Hamas entwaffnet werden. Die Terrororganisation lehnt dies bislang aber ab. Hamas-Mitglieder, die sich zu einer friedlichen Koexistenz mit Israel und zur Niederlegung ihrer Waffen verpflichten, sollen Amnestie erhalten. Wegen der offenen Fragen gibt es Zweifel, ob die zweite Phase des Plans wie erhofft anlaufen kann. dpa/ja

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