Rechtsradikalismus

Halle-Attentäter nach Niedersachsen verlegt

Ein Justizvollzugsbeamter in der JVA Wolfenbüttel Foto: picture alliance / dpa

Nach einem halben Jahr Haft in der JVA Augsburg ist der Halle-Attentäter verlegt worden. Er wurde am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in die JVA Wolfenbüttel in Niedersachsen gebracht.

Eine Sprecherin des Justizministeriums in Hannover teilte auf Anfrage mit, dass am Dienstagvormittag ein Inhaftierter mit einem Hubschrauber aus Augsburg nach Wolfenbüttel kam. An der Verlegung war demnach eine Spezialeinheit des Justizvollzugs aus Sachsen-Anhalt beteiligt. Bei der Verlegung habe es keine besonderen Vorkommnisse gegeben. Einen Namen des Gefangenen nannte die Sprecherin nicht.

Sicherheitsrisiko Am 20. Dezember 2022 war der Gefangene gut eine Woche nach einer Geiselnahme im Gefängnis in Burg bei Magdeburg nach Bayern verlegt worden. Er gilt als schwieriger und unkooperativer Gefangener und als Sicherheitsrisiko für die Justizvollzugsanstalten und die Bediensteten.

Der Attentäter war im Dezember 2020 zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Er hatte am 9. Oktober 2019, am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur, versucht, die Synagoge von Halle zu stürmen und ein Massaker anzurichten. Als es ihm nicht gelang, ermordete er nahe der Synagoge zwei Menschen. dpa

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