Studie

Großes Interesse der Jugend an der NS-Zeit

Stephan Grünewald 2019 im ZDF Foto: imago images / APress

Studie

Großes Interesse der Jugend an der NS-Zeit

»Generation Z« verbindet das Thema mit gesellschaftlichen Problemen wie Rassismus und Diskriminierung

 25.01.2022 12:42 Uhr

Die Generation der 16- bis 25-Jährigen interessiert sich einer Studie zufolge noch mehr für die Nazi-Zeit als die Generation ihrer Eltern. Die sogenannte Generation Z verbindet die Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus demnach mit akuten gesellschaftlichen Problemen wie Rassismus und Diskriminierung.

AROLSEN-ARCHIVE Die Monstrosität der NS-Verbrechen löse dabei eine Mischung aus Faszination und Angst aus, ergab eine sowohl repräsentative als auch tiefenpsychologische Studie des Kölner Rheingold-Instituts im Auftrag der Arolsen Archives in Hessen. Die Konfrontation mit der NS-Zeit habe geradezu den Charakter einer Mutprobe.

Dabei wolle die Generation Z auch über die Täterseite informiert werden, sagte Rheingold-Chef Stephan Grünewald der Deutschen Presse-Agentur. »Sie fragen sich in dem Zusammenhang: Was hätte ich damals getan? Hätte ich vielleicht auch meine jüdischen Nachbarn verraten? Das macht einerseits Angst, weil man sich da selbst vielleicht unliebsame Wahrheiten eingestehen muss. Es immunisiert aber auch.«

Für die Studie wurden insgesamt 100 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 16 und 25 Jahren sowie Erwachsene im Alter zwischen 40 und 60 Jahren tiefenpsychologisch befragt. In einer anschließenden quantitativen Erhebung wurden noch einmal 1058 Jugendliche und Erwachsene befragt. dpa

Berlin

Israelis selbst schuld an Empathielosigkeit? SPD-Politiker in der Kritik

Der Sozialdemokrat Lars Castellucci machte am Samstag mit einem X-Post zum versuchten Anschlag auf ein Flugzeug mit israelischen Passagieren von sich reden. Viele sehen darin eine Täter-Opfer-Umkehrung

 05.10.2026

Berlin

Auswärtiges Amt kritisiert Menschenrechtsbeauftragten

In einer Reaktion auf einen X-Post von Bundesbildungsministerin Prien im Zusammenhang mit dem Flydubai-Flug nennt Lars Castellucci Israels Regierung rechtsradikal. Außenminister Wadephul reagiert

 05.10.2026

Der Verfassungsrechtler Steffen Augsberg, Hessens Justizminister Christian Heinz (CDU), der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker und Zentralratspräsident Josef Schuster (v.l.)

Gutachten

Hessischer Gesetzentwurf zur Leugnung des Existenzrechts Israels verfassungskonform

Hessens Justizminister Christian Heinz: »Wir brauchen dringend eine gesetzliche Regelung.« Zentralratspräsident Josef Schuster: Die Politik steht in der Pflicht, dem Antisemitismus in seinem neuen Gewand Einhalt zu gebieten

 05.10.2026

7. Oktober

Rotes Rathaus zeigt Ausstellung zum Hamas-Überfall auf Israel

Der Überfall der Terrororganisation Hamas hat überall in Israel Spuren hinterlassen. Eine neue Berliner Ausstellung beleuchtet die Erfahrungen von Sportlern und Fans rund um den 7. Oktober 2023

 05.10.2026

Recht

Gute Absicht, falsche Umsetzung

Daniel Botmann, Geschäftsführer des Zentralrats der Juden, kritisiert den hessischen Vorschlag für eine Strafbarmachung der Leugnung des Existenzrechts Israels. Er hat aber einen Alternativvorschlag

 05.10.2026

Der Verfassungsrechtler Steffen Augsberg, Hessens Justizminister Christian Heinz (CDU), der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker und Zentralratspräsident Josef Schuster (v.l.)

Initiative

Hessen dringt auf Strafen für Leugnung des Existenzrechts Israels

Die hessische Landesregierung dringt darauf, dass ihr Vorschlag zur Strafbarkeit israelfeindlicher Äußerungen umgesetzt wird. Die Bundesregierung bleibt aber skeptisch. Auch der Zentralrat der Juden ist nicht restlos überzeugt

 05.10.2026

Josef Schuster

Berlin

Zentralrat: Linke muss Mitglieder bei Antisemitismus ausschließen

Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, äußert klare Erwartungen an die Linkspartei in Bezug auf den innerparteilichen Kampf gegen Judenhass

 05.10.2026

Magdeburg

BSW: Wählen den AfD-Kandidaten zum Landtagspräsidenten

Am Dienstag kommt der neu gewählte Landtag von Sachsen-Anhalt erstmals zusammen. Die AfD hat die Zusage des BSW für die nötigen Stimmen

 05.10.2026

Berlin

Parteien in der Hauptstadt bereiten sich auf drittes Vorgespräch vor

Nach der Abgeordnetenhauswahl setzen Linke, Grüne und SPD auf ein drittes Vorgespräch. Details bleiben geheim – und keiner weiß, wo das Ganze hinführt

 05.10.2026