Fußball

»Großer und überwältigender Moment«

Gedenkminute beim Spiel Eintracht Frankfurt gegen Red Bull Salzburg am Donnerstagabend Foto: imago images/HMB-Media

Makkabi Deutschland hat die »Nazis raus«-Rufe der Fans von Eintracht Frankfurt als »Meilenstein in der Bekämpfung von Rechtsextremismus« bezeichnet.

»Ein großer und überwältigender Moment, der nicht nur jeden einzelnen anspricht, sondern Massen bewegt und ganz Sportdeutschland zur Verantwortung zieht«, sagte der Präsident des Jüdischen Turn- und Sportverbandes Deutschland, Alon Meyer, in einem Dankesschreiben am Freitag.

Hanau Am Donnerstagabend war die Gedenkminute für die Opfer der Gewalttat von Hanau vor dem Europa-League-Spiel gegen Red Bull Salzburg durch Zwischenrufe gestört worden. Eintracht-Fans reagierten mit lautstarken Pfiffen, bevor sie »Nazis raus«-Rufe in das mit 47.000 Fans ausverkaufte Stadion riefen.

»Es ist ein unbedingtes Muss und unsere Pflicht als Zivilgesellschaft, mit Entschlossenheit den Kampf gegen Menschenhass anzunehmen. Die Fans haben dies auf eine bemerkenswerte Weise gezeigt«, teilte Meyer mit.

In Hanau hatte ein Mann am Mittwochabend neun Menschen mit Migrationshintergrund erschossen. Sechs weitere wurden laut Bundesanwaltschaft verletzt, einer davon schwer. Kurze Zeit später wurden der mutmaßliche Täter und seine Mutter ebenfalls erschossen in einer Wohnung gefunden. Hanau liegt etwa 20 Kilometer östlich von Frankfurt.  dpa

Interview

»Wir haben keine Wahl«

Suaad Onniselkä über den Dialog zwischen Juden und Muslimen, Desinformation und die nächste Generation

von Michael Thaidigsmann  17.02.2026

Ehrung

Preis für Stärkung des jüdischen Lebens an Elke Büdenbender

Bundespräsidenten-Gattin Elke Büdenbender wird mit einem Preis für ihren Einsatz zum Schutz jüdischen Lebens in Deutschland ausgezeichnet

 17.02.2026

Thüringen

Landesgemeinde dringt auf Ehrung von Klaus Trostorff

Klaus Trostorff war Buchenwald-Häftling und leitete später die Mahn- und Gedenkstätte der DDR. Die Jüdische Landesgemeinde will ihm in Erfurt eine Straße widmen

 17.02.2026

Atomabkommen

Iran dämpft Erwartungen an Deal

Washington und Teheran haben ihre Verhandlungen zunächst beendet. Der Iran berichtet von einer Einigung auf »eine Reihe von leitenden Prinzipien«. Ist ein Abkommen greifbar?

 17.02.2026

Julia Klöckner

»Man muss sich ein eigenes Bild machen«

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner über ihren Antrittsbesuch in Israel, Kritik an ihre Reise nach Gaza und die größten Missverständnisse in der öffentlichen Wahrnehmung Israels

von Philipp Peyman Engel, Joshua Schultheis  17.02.2026

Suhl

Simson: Nachfahren der Gründerfamilie wehren sich gegen AfD

Die Schwalbe oder die S51 aus DDR-Produktion sind Liebhaberstücke - und inzwischen ein Politikum, das nicht nur Björn Höcke zu nutzen weiß. Nun kommt deutlicher Widerspruch

 17.02.2026

Brüssel

Streit um Beschneider: US-Botschafter nennt Belgien »antisemitisch«

In mehreren X-Posts griff Bill White die belgische Regierung scharf an, die wiederum sich die Einmischung verbat. Hintergrund ist ein Strafverfahren gegen drei Mohelim in Antwerpen

von Michael Thaidigsmann  17.02.2026

Nahost

Iran feuert Raketen auf Straße von Hormus ab

Teile der strategisch wichtigen Meerenge wurden laut iranischen Staatsmedien »aus Sicherheitsgründen« zeitweise gesperrt

 17.02.2026

Tel Aviv

Lindsey Graham fordert konsequente Unterstützung für Iran-Proteste

Der republikanische Senator spricht sich außerdem für ein konsequentes Vorgehen in Gaza aus: »Ich glaube nicht, dass die Hamas jemals abrüsten wird, solange man sie nicht dazu zwingt.«

 17.02.2026