Geschichte

GEW will NS-Erbe aufarbeiten

Die Vorläufer der GEW waren in der NS-Zeit im Nationalsozialistischen Lehrerbund aufgegangen. Foto: imago images/Rainer Unkel

Die 1948 gegründete Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) will sich verstärkt mit ihrer Geschichte auseinandersetzen. Diesem Prozess wolle sich ihre Organisation offen stellen, sagte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe am Freitag in einer Online-Pressekonferenz zur Präsentation einer Studie zur NS-Vergangenheit der Gewerkschaft.

STUDIE Die Auftragsuntersuchung des Leipziger Historikers Jörn-Michael Goll sei die Grundlage für ein tieferes Verständnis der Entwicklung der Gewerkschaft wie auch für den öffentlichen Diskurs heute. Geplant sind neben einer Veranstaltungsreihe weitere Studien, unter anderem über die GEW in den 60er-, 70er- und 80er-Jahren.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Die Studie wirft den Angaben zufolge auch ein Licht auf die Geschichte der Vorläuferorganisationen in der Weimarer Republik, auf die NS-Zeit und auf die Reorganisation der Interessensvertretung der Lehrkräfte nach dem Zweiten Weltkrieg.

VORLÄUFER Die Gründergeneration der GEW habe den Anspruch gehabt, die Gewerkschaft zur größten Interessensorganisation für Lehrkräfte in Deutschland zu entwickeln, sagte Goll. Die verschiedenen Vorläufer wie etwa der im Kaiserreich gegründete Deutsche Lehrerverein waren in der NS-Zeit im Nationalsozialistischen Lehrerbund (NSLB) aufgegangen.

Dem NSLB gehörten laut Goll 97 Prozent aller Lehrerinnen und Lehrer an. Das bedeute aber nicht, dass alle der nationalsozialistischen Weltanschauung nahestanden. Vielmehr hätten sie sich angepasst und dabei die »oft verbrecherischen Maßnahmen des Regimes« akzeptiert.

Heute hat die GEW rund 280.500 Mitglieder. Davon sind fast 190.000 Lehrkräfte. epd

berlin

Strafbefehl gegen Hudhaifa Al-Mashhadani

Der Leiter einer säkularen Arabischschule in Neukölln soll einen Mordanschlag gegen sich erfunden haben

 09.07.2026

Genf

Bericht: UNESCO ehrte tote Terroristen als »Journalisten« – und korrigierte sich nie

Die UN-Unterorganisation soll die Fakten nie richtiggestellt haben, obwohl die Hamas und die Gruppe Islamischer Dschihad die Mitgliedschaften teils selbst öffentlich gemacht hatten

 09.07.2026

Freudenstadt

Waldorfschule bewarb Theaterstück »Der Geizhals« mit Hakennasen-Mann

In der Schule war niemandem aufgefallen, dass das mittlerweile entfernte Werbeposter eine antisemitische Bildsprache benutzt

 09.07.2026

Jerusalem/London

NGO Monitor: Ausländische Geldgeber finanzieren britische Anti-Israel-Protestbewegung

Mindestens elf der untersuchten Organisationen, die israelfeindliche Demonstrationen organisieren, sollen Verbindungen zu den Revolutionsgarden oder den Terrororganisationen Hamas und Hisbollah haben

 09.07.2026

Gelsenkirchen

Nach Putz-Demütigung: Rat könnte AfD-Bürgermeister abwählen

Norbert Emmerich und andere Mitglieder der Partei zwangen Sinti und Roma in einem Video, die Straße zu putzen. Jetzt könnte er seinen Posten verlieren

 09.07.2026

Tel Aviv

Ehemaliger Obama-Stabschef fordert Neuausrichtung der Beziehungen zu Israel

Der jüdische Demokrat Rahm Emanuel sagt, der Umgang zwischen beiden Staaten müsse sich ändern. Dann könne auch ein pro-israelischer Kandidat ins Weiße Haus einziehen. Kritik an Benjamin Netanjahu übt er ebenfalls

 09.07.2026

Dublin

Irland beschließt Einfuhrstopp für Waren aus israelischen Siedlungen

Nach acht Jahren Debatte hat das irische Unterhaus ein Importverbot für Produkte aus israelischen Siedlungen im Westjordanland gebilligt

 09.07.2026

Nahost

USA weiten Angriffe auf Iran aus

US-Präsident Trump: »Das ist eigentlich kein Krieg.« Es gehe vielmehr um die »Entnuklearisierung des Iran«

 09.07.2026

Prozess

Mutmaßlicher Block-Entführer wollte wie James Bond sein

Er war Model und Fitnesstrainer, da erhielt er ein Angebot, von dem er sich geehrt fühlte: Er solle zwei Kinder der Familie Block retten, berichtet ein Zeuge. Seine Geschichte klingt wie ein Thriller

von Stephanie Lettgen  08.07.2026