Meinung

Germany’s next Top-Platz

Ein Licht im Dunkeln: Das Mahnmal an die Bücherverbrennung auf dem Bebelplatz Foto: Rolf Walter / xpress

Mal angenommen, die neue Kollektion eines angesagten Designers wird in einer spektakulären Show auf dem Stelenfeld des Holocaustmahnmals in Berlin vorgestellt. Na, wären Sie empört? Vielleicht sagen Sie, solch eine Veranstaltung gehöre nicht an diesen Ort des Gedenkens. Nun, offenbar gestaltet sich eine Platzsuche in der Hauptstadt generell etwas schwierig. Die Fashion-Week zum Beispiel, die zwei Mal im Jahr auf dem Bebelplatz ihr Zelt aufschlägt, findet partout keinen anderen Ort als den, der mit einem Mahnmal an die Bücherverbrennung von 1933 erinnert. Auch nicht, nachdem es im Januar Kritik hagelte und sowohl der Berliner Senat als auch die Veranstalter versicherten, im Sommer die Mode woanders zu präsentieren. Alles leere Versprechungen, denn das Event wird aller Voraussicht nach im Juli wieder auf dem Bebelplatz stattfinden. Da kann man auch gleich Models durch den Garten des Hauses der Wannsee-Konferenz laufen lassen. Oder wie wäre es mit einem Fotoshooting auf dem Gelände der Topographie des Terrors? Das liegt sogar in der Nähe des Potsdamer Platzes. Wenn das kein Hotspot ist.

Berlin

Remmo: Koçak hat bei mir im Büro gesessen

Wie eng war der Kontakt des Linken-Bundestagsabgeordneten Koçak zur Großfamilie Remmo? Nach der Berliner Wahl kamen Chatnachrichten ans Licht, die er als Fehler bezeichnete. Gab es auch ein Treffen?

 16.10.2026

Berliner Sondierungen

Özdemir: Berliner Linke hat sich »radikalisiert«

Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir schaut mit Sorge auf die politischen Geschehnisse in der Bundeshauptstadt. Seiner Ansicht nach hat sich die Berliner Linke radikalisiert

 16.10.2026

Kommentar

Deutsche Iran-Politik: Urkomische Dinge und pure Realitätsverweigerung

Der neue Botschafter der Bundesrepublik in Teheran, Axel Dittmann, produziert mit seinen Instagram-Videos unfreiwillig Realsatire

von Saba Farzan  16.10.2026

Meinung

Keine Wahlen in Palästina: Armutszeugnis für den Westen

Mahmud Abbas hat die Wahlen in den Palästinensergebieten erneut um ein Jahr verschoben und bricht damit seine Zusagen. Wann zieht man in Europa endlich Konsequenzen?

von Jacques Abramowicz  16.10.2026

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD)

Rede des Bundesratspräsidenten

Bovenschulte zu AfD-Verbot: »Prüfen heißt nicht verbieten«

Seine letzte Rede als Bundesratspräsident nutzt Andreas Bovenschulte für einen Appell. Es geht darum, wie weit die Demokratie im Umgang mit der AfD gehen sollte – und warum kein Fehler passieren darf

 16.10.2026

München

Oberrabbiner Goldschmidt: »Wir können nicht immer wegrennen«

Jüdisches Leben in Europa hat eine Zukunft, aber nicht von allein. Dafür braucht es nach den Worten des Oberrabbiners Pinchas Goldschmidt Partner in den Regierungen und in der Zivilgesellschaft

von Barbara Just  16.10.2026

Steffen Alisch

Meinung

Die Berliner Linke und ihr DDR-Vorleben

Linker Antisemitismus, Israelfeindschaft und Genozid-Vorwurf – all das gab es bereits in der DDR unter dem Regime der Linkspartei-Vorläuferin SED

von Steffen Alisch  16.10.2026

Staatsanwaltschaft

Der Bundestag hebt die Immunität von SPD-Abgeordnetem Adis Ahmetovic auf

Ermittler durchsuchen sein Büro und Wohnungen wegen des Verdachts verbotener Absprachen

von Leonard Fischer  16.10.2026

Annäherung

Warum die FPÖ auf ein Gütesiegel aus Israel hofft - Österreichs Rechte knüpfen Verbindungen zum Likud

Noch stehen in Österreich keine Wahlen an. Dennoch will die rechte FPÖ ihr aktuelles Umfrage-Hoch mit einer Strategie untermauern, die verwundert: Die einstige Altnazi-Partei sucht Unterstützung aus Israel

von Markus Schönherr  16.10.2026