Meinung

Germany’s next Top-Platz

Ein Licht im Dunkeln: Das Mahnmal an die Bücherverbrennung auf dem Bebelplatz Foto: Rolf Walter / xpress

Mal angenommen, die neue Kollektion eines angesagten Designers wird in einer spektakulären Show auf dem Stelenfeld des Holocaustmahnmals in Berlin vorgestellt. Na, wären Sie empört? Vielleicht sagen Sie, solch eine Veranstaltung gehöre nicht an diesen Ort des Gedenkens. Nun, offenbar gestaltet sich eine Platzsuche in der Hauptstadt generell etwas schwierig. Die Fashion-Week zum Beispiel, die zwei Mal im Jahr auf dem Bebelplatz ihr Zelt aufschlägt, findet partout keinen anderen Ort als den, der mit einem Mahnmal an die Bücherverbrennung von 1933 erinnert. Auch nicht, nachdem es im Januar Kritik hagelte und sowohl der Berliner Senat als auch die Veranstalter versicherten, im Sommer die Mode woanders zu präsentieren. Alles leere Versprechungen, denn das Event wird aller Voraussicht nach im Juli wieder auf dem Bebelplatz stattfinden. Da kann man auch gleich Models durch den Garten des Hauses der Wannsee-Konferenz laufen lassen. Oder wie wäre es mit einem Fotoshooting auf dem Gelände der Topographie des Terrors? Das liegt sogar in der Nähe des Potsdamer Platzes. Wenn das kein Hotspot ist.

Warnung

Holocaust-Überlebende besorgt um Zukunft der Demokratie

Sieben Holocaust-Überlebende berichten in dem Buch »Nach der Nacht« über ihre Sorgen um die Demokratie und den Aufstieg rechter Parteien. Zu sehen sind Ausschnitte der Interviews auch im Nachtprogramm der ARD

 19.01.2026

Analyse

Mächtiger Nebenbuhler

Saudi-Arabien wird für die USA ein immer wichtigerer Partner in Nahost. Was bedeutet diese Entwicklung für Israel?

von Joshua Schultheis  19.01.2026

Dachau

2025 mehr als eine Million Besucher in KZ-Gedenkstätte

Erstmals wurden in der KZ-Gedenkstätte Dachau ein ganzes Jahr lang Besucher gezählt. 2025 waren es mehr als eine Million. Im kommenden Frühjahr will man deren Profil genauer untersuchen

 19.01.2026

Köln

Jüdischer Karnevalsverein antisemitisch angefeindet

»Es ist das bisher Heftigste, was uns passiert ist«, sagt der Präsident des jüdischen Karnevalsvereins »Kölsche Kippa Köpp«. Den Mut verliert Aaron Knappstein aber nicht

von Leticia Witte  19.01.2026

Russland

Kreml: Putin erhält Einladung in Gaza-»Friedensrat«

In der Ukraine führt der Kremlchef Krieg, in den »Friedensrat« von US-Präsident Donald Trump für den Gazastreifen ist er dennoch eingeladen worden. Moskau erklärt, was es davon hält

 19.01.2026

Kunstakademie Düsseldorf

Jüdische Organisationen verlangen Absage von Veranstaltung mit palästinensischer Terror-Unterstützerin

Die Hintergründe

 19.01.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

Bericht: Trump-Regierung prüft Asyl für britische Juden

Großbritannien sei »kein sicherer Ort mehr für Juden«, sagt Donald Trumps persönlicher Anwalt Robert Garson gegenüber »The Telegraph«

 19.01.2026

Proteste im Iran

USA verstärken Militärpräsenz im Nahen Osten

Ein Schlag gegen das Mullah-Regime steht für Washington weiterhin im Raum

 19.01.2026

Miami

Pam Bondi kündigt hartes Vorgehen gegen Antisemitismus an

»Die Zeiten, in denen Juden schikaniert werden konnten, sind vorbei«, sagt die amerikanische Justizministerin

 19.01.2026