Frankfurt am Main

Gericht lehnt Eilantrag gegen Rüstungsexport nach Israel ab

Bundesregierung hat nicht leichtfertig und willkürlich gehandelt, so das Gericht Foto: picture-alliance/ dpa

Das Verwaltungsgericht Frankfurt am Main hat mit einem am Montag zugestellten Beschluss einen Eilantrag gegen den Export von Rüstungsgütern nach Israel abgelehnt.

Der Antragsteller, ein Palästinenser aus Gaza, habe gegen die Ausfuhr von Panzergetrieben Widerspruch beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingelegt, teilte das Gericht mit. Das Bundesamt habe entgegnet, es prüfe alle Genehmigungen sorgfältig und einzelfallbezogen. Einen ersten Eilantrag desselben Antragstellers im September 2024 hatte das Gericht ebenfalls abgelehnt.

Das Verwaltungsgericht befand auch für den zweiten Eilantrag, dass der Antragsteller nicht antragsbefugt sei. Das Außenwirtschaftsgesetz biete keinen Schutz für Ausländer im Ausland. Auch aus der Verfassung könne keine Schutzpflicht gegenüber dem Antragsteller abgeleitet werden. Es sei nicht erkennbar, dass die Bundesregierung leichtfertig und in willkürlicher Weise die Genehmigung der Rüstungsgüter erteilt hätte.

Darüber hinaus fehle ein hinreichender Bezug zwischen einer möglichen Lebensgefahr des Antragstellers durch israelische Streitkräfte und der Genehmigungspraxis der Bundesregierung. Gegen den Beschluss kann innerhalb von zwei Wochen Beschwerde beim Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel eingelegt werden. epd 

Gaza

UN-Bericht: Hamas richtet Dutzende Palästinenser hin und verstümmelt sie

Das Hochkommissariat für Menschenrechte dokumentiert in einer Untersuchung Hunderte Fälle sogenannter extralegaler Strafen

 10.06.2026

Bogotá

Kolumbiens Präsident verteidigt »Heil Hitler«-Beitrag

Eine Gruppe von 24 Parlamentariern aus 14 lateinamerikanischen Staaten reagiert mit einer gemeinsamen Erklärung, in der sie den Beitrag verurteilt

 10.06.2026

Nahost

Nach Abschuss eines US-Hubschraubers: Washington greift Iran an

Die Hintergründe

 10.06.2026

Diplomatie

Frankreich verbietet Bezalel Smotrich die Einreise

Wegen der Siedlungspolitik im Westjordanland verhängt Frankreich Sanktionen gegen extremistische Siedler – und untersagt Israels Finanzminister Smotrich die Einreise

 09.06.2026

Meinung

Antisemitismus nach bayrischer Art

Ein Hotel im Bayerischen Wald verschickt eine antisemitische Nachricht an einen Touristen aus Israel. Das könnte eine Gelegenheit sein, Antisemitismus auf dem bayrischen Land zum Thema zu machen. Ein Kommentar

von Leon Stork  09.06.2026

Erfurt

»Echte« Deutsche: AfD streitet über Höcke-These

Thüringens AfD-Chef behauptet, in Westdeutschland gebe es nur noch »deutsch sprechende Amerikaner«, im Osten seien die Deutschen jedoch deutsch geblieben

 09.06.2026

Meinung

Nein, ein Davidstern ist keine Provokation

Im Amtsgericht Flensburg wurde einer Frau der Zutritt zum Saal nur unter der Bedingung gewährt, dass sie ihre Kette mit einem jüdischen Symbol ablegt. Das ist keine Auslegungsfrage, sondern ein Justizskandal

von Annabelle Ganapol-Vučelić  09.06.2026

Berlin

Rechtsextreme Straftaten: Neuer Höchststand in Deutschland

Auch die Zahl antisemitisch motivierter Übergriffe stellt einen Rekord dar

 09.06.2026

USAID

US-Behörde erhebt Terrorvorwürfe gegen UNRWA-Mitarbeiter

Erneut werden Vorwürfe gegen 101 weitere Mitarbeiter des UN-Hilfswerks für die Palästinenser in Gaza erhoben. Sie sollen militante Hamas-Mitglieder sein, sagt USAID. UNRWA hatte entsprechende Vorwürfe in der Vergangenheit dementiert

von Andrea Krogmann  09.06.2026