Holocaust

Gedenkstätte Auschwitz will Opferschuhe konservieren 

Die KZ-Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau Foto: imago/sepp spiegl

In der Gedenkstätte des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau drohen Zehntausende Schuhe von Opfern zu verfallen. Mit einer Crowdfunding-Kampagne sollen jetzt 500.000 Euro für ihre Konservierung gesammelt werden, berichtete die Zeitung »Ynet News«.

Zu den ersten Spendern für das Erhaltungsprojekt zählt laut Bericht ein deutscher Schuhhersteller, der 50.000 Euro zur Verfügung gestellt habe. Es handele sich um die erste Spende eines privaten deutschen Unternehmens an die Stiftung.

»Die Schuhe zerbröckeln, und wir haben keine Zeit, Jahre zu warten. Wir müssen sie jetzt retten«, sagte der Generaldirektor der Stiftung Auschwitz-Birkenau, Wojciech Soczewica, bei einem Israelbesuch der Zeitung.

Die meisten der Schuhe sind nach Angaben Soczewicas eingelagert. Die gute Lagerung verlangsame jedoch den Verfallsprozess lediglich, könne ihn aber nicht aufhalten.

Nach der Konservierung, die demnach etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen werde, sollen die Schuhe in einer neuen Ausstellung der Öffentlichkeit gezeigt werden. Sie seien der »materielle Beweis« für die an den Auschwitzopfern begangenen Verbrechen. kna

Berlin

Deutscher Freundeskreis der Bar-Ilan-Universität gegründet

»Wissenschaft lebt von Offenheit und Zusammenarbeit«, sagt Ron Prosor, Israels Botschafter in Deutschland

 16.09.2026

Washington D.C.

Vance: Iran-Krieg tritt in wenigen Monaten in neue Phase ein

Was wollen die USA in der nächsten Phase des Krieges erreichen?

 16.09.2026

Washington D.C.

USA plant Milliarden-Waffenverkauf an Israel

Die Hintergründe

 16.09.2026

Berlin

Kabinett berät über Maßnahmen für mehr Schutz gegen islamistischen Terror

Sicherheitsinteressen sollen bei Bewährungsentscheidungen stärker zählen und gefährliche Körperverletzungen mit Messern als Verbrechen gewertet werden. Was der neue Maßnahmenkatalog vorsieht

 16.09.2026

Gegen Vorurteile

Über Tattoos, Sport und die Frage, was eigentlich koscher ist - Neuauflage eines Projekts zu jüdischem Leben

Vorne Fotos, hinten Erklärtexte und QR-Codes: Eine neue Box mit Material zu jüdischem Leben in Deutschland ist erschienen. Gedacht ist sie für Schule oder Erwachsenenbildung - und als Beitrag gegen Antisemitismus

von Leticia Witte  16.09.2026

Interview

»Nicht auf Antisemiten setzen«

Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) über Prävention von Judenhass an Schulen, die Angst ihrer Mutter und die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus

von Ayala Goldmann  16.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  16.09.2026

Nahost

Geheimes Treffen in Deutschland: Militärchefs beraten über Iran-Krieg

Auch Israels Generalstabschef Eyal Zamir nahm an den Gesprächen an einem unbekannten Ort Teil

 16.09.2026

Frankfurt/Main

Experten: Antisemiten hetzen im Netz inmitten von Lifestyle-Themen

Der Vertrauensverlust in klassische Medien macht TikTok, Youtube und Instagram zur wichtigsten Arena für politische Debatten. Dort müsse der Kampf für die Demokratie stattfinden, betonen Extremismus-Experten

von Christof Bock  15.09.2026