27. Januar

»Gedenken an Opfer der Schoa wichtiger denn je«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: ZR

Zum Holocaust-Gedenktag an diesem Freitag appelliert der Zentralrat der Juden in Deutschland an Politik und Bildungseinrichtungen, die Erinnerung an die Opfer stets wachzuhalten.

Gerade angesichts des wachsenden Rechtspopulismus und einer immer diffuseren rechtsextremistischen Szene in Deutschland sei das Gedenken wichtiger denn je, erklärte der Zentralrat am Donnerstag: »Auch in den Medien, vor allem im Fernsehen, sollte der Gedenktag daher angemessen gewürdigt werden.«

Der 27. Januar wird seit 1996 in Deutschland als Holocaust-Gedenktag begangen, seit 2006 wird an diesem Tag auch weltweit der Opfer gedacht. An dem Tag jährt sich die Befreiung des NS-Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau 1945.

Rechststaat Zentralratspräsident Josef Schuster verwies darauf, dass erst in dieser Woche Anschlagspläne von Rechtsextremisten gegen Juden bekanntgeworden seien. »Es gilt, frühzeitig und mit allen Mitteln des Rechtsstaats solche Gruppierungen zu bekämpfen«, forderte er. Die Lehren aus den Verbrechen der Nationalsozialisten seien zugleich Mahnung und Aufruf, sich aktiv gegen Antisemitismus, Antiziganismus, Rassismus und Homophobie einzusetzen, erklärte der Zentralrat.

Tagtäglich verliere man Menschen, die als Zeitzeugen über die Geschichte berichten können. »Umso stärker gilt es, ihre Erinnerungen für die Zukunft zu bewahren«, hieß es.

Der Bundestag erinnert traditionell in einer Gedenkstunde an die Opfer der Nazi-Verbrechen. Als Redner werden in diesem Jahr Angehörige von »Euthanasie«-Opfern erwartet. Der Schauspieler Sebastian Urbanski, der das Down-Syndrom hat, wird den Brief eines Opfers aus einer Sterbeanstalt vorlesen. epd

Kommentar

Der Iran-Krieg könnte das Ende der amerikanisch-israelischen Allianz bedeuten

Noch folgt im Kampf gegen das Mullah-Regime eine gute Nachricht auf die andere. Doch sobald der Krieg in die schwierige Phase übergeht, werden auch die Beziehungen zwischen Jerusalem und Washington auf die Probe gestellt werden

von Hannes Stein  09.03.2026

Jerusalem

Trump zu neuem Obersten Führer des Iran: »Wir werden sehen, was passiert«

Der Zeitpunkt für ein Ende des Krieges gegen das Teheraner Regime werde gemeinsam mit Benjamin Netanjahu bestimmt, sagt der US-Präsident

 09.03.2026

Teheran

Frust und Zweifel: Angriffe verunsichern Iraner

Während viele im Iran die israelisch-amerikanischen Luftschläge gegen ihre Regierung anfangs begrüßten, wächst der Frust über zivile Opfer und Attacken auf Infrastruktur

 09.03.2026

Tel Aviv

Krieg gegen Iran: Israels Armee bittet Bevölkerung um Geduld

Generalstabschef Eyal Zamir: »Es wird noch Zeit brauchen – so lange, wie es eben dauert.«

 09.03.2026

Lüttich

Sprengstoffanschlag auf Synagoge in Belgien

Der Präsident des Koordinierungsausschusses der jüdischen Organisationen Belgiens (CCOJB), Yves Oschinsky, spricht von einem »äußerst beunruhigenden, antisemitischen Akt«

 09.03.2026

Nahost

Iran beschießt Nordisrael - israelische Luftwaffe attackiert Basidsch-Milizen

Die Lage am Montagmorgen

 09.03.2026

Teheran

Irans Expertenrat bestimmt Mojtaba Chamenei zum neuen Obersten Führer

Das Gremium rief die Bevölkerung zugleich dazu auf, dem neuen Führer Loyalität zu zeigen

 09.03.2026

Nahost

Arabische Liga verurteilt »illegale« Angriffe Irans

Seit Tagen greift der Iran in Nahost militärische Ziele an, aber auch Flughäfen, Wohngebiete und Energie-Infrastruktur. Bei ihrer Notfallsitzung spricht die Arabische Liga von »feigen« Attacken

 08.03.2026

Mannheim

»Babyfressende, weltweit Kinder entführende Agenten«: SPD-Politikerin tritt nach antisemitischen Facebook-Kommentaren zurück

Die Hintergründe

 08.03.2026