Auschwitz-Birkenau

Gedenken an ermordete Sinti und Roma

Foto: imago images/robertharding

Sinti und Roma aus ganz Europa haben am Mittwoch in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau an die in der Zeit des Nationalsozialismus rund 500.000 ermordeten Frauen, Männer und Kinder der Minderheit erinnert.

Anlass war der Europäische Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma. Dabei kritisierten Vertreter der Minderheit die andauernde Diskriminierung und Ausgrenzung von Sinti und Roma in vielen europäischen Ländern und warnten vor einer Rückkehr rassistischer und nationaler Ideologien.

In vielen osteuropäischen Ländern lebten Roma immer noch unter Apartheid-ähnlichen Bedingungen, sagte der Vorsitzende des Zentralrates der Sinti und Roma in Deutschland, Romani Rose.
Antiziganismus nehme den Menschen ihre Würde. Es müsse der Anspruch der EU sein, Antiziganismus genauso zu ächten wie Antisemitismus. Der Vorsitzende der Vereinigung der Roma in Polen, Roman Kwiatkowski, betonte, jede Manifestation von Diskriminierung und Ausgrenzung sei für Sinti und Roma heute nach den Erfahrungen in der NS-Zeit ein Weckruf.

Europäische Bürger Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Nicola Beer (FDP), betonte, auch das EU-Parlament müsse seine Bemühungen im Kampf gegen Diskriminierung verstärken: »Es muss jedem klar sein. Sinti und Roma sind europäische Bürger mit den gleichen Rechten, Freiheiten und Perspektiven.«

Am 2. August 1944 begann die SS mit der Liquidation des sogenannten Zigeunerfamilienlagers im KZ Auschwitz-Birkenau. Etwa 4300 dort verbliebene Sinti und Roma wurden in den Gaskammern ermordet. Das Europäische Parlament erklärte im Jahr 2015 den 2. August zum europäischen Gedenktag.

Auch in europäischen Hauptstädten, darunter in Prag, fanden Veranstaltungen im Rahmen des Gedenktages statt. epd

Libanon

Suche nach sterblichen Überresten von Ron Arad gescheitert

Nach Angaben des israelischen Militärs landeten Kommandos in der Ortschaft Nabi Chit. Dort durchsuchten sie unter anderem einen Friedhof nach möglichen Hinweisen auf den Verbleib des Vermissten

 07.03.2026

USA

New York: Frau des Bürgermeisters gefallen Social-Media-Beiträge, die den 7. Oktober feierten

Einige der Posts stammten von israelfeindlichen Organisationen und stellten die Massaker in Israel als angeblichen Widerstand dar

 07.03.2026

Sicherheit

Israel verschärft Schutz für Botschaften im Ausland

Ein vereitelter Anschlag auf die israelische Botschaft in Aserbaidschan und eine Synagoge in Baku zeigen, warum die Maßnahmen als notwendig angesehen werden

 07.03.2026

Teheran

Iran bittet arabische Nachbarn um Entschuldigung – und setzt Angriffe fort

Die widersprüchlichen Signale werden als Anzeichen dafür angesehen, dass die politische Führung derzeit nur begrenzten Einfluss auf Teile des Militärs hat

 07.03.2026

Berlin

»Freiheit für den Iran«: Kundgebung am Brandenburger Tor

Demonstranten fordern Demokratie und erinnern an Tote und Gefangene

 07.03.2026

München

Vorfall am israelischen Generalkonsulat

Nach Steinwürfen gegen die diplomatische Vertretung kommt es zu einem Polizeieinsatz

 07.03.2026

Washington

Trump droht Iran mit »vollständiger Zerstörung«

Teheran werde heute »sehr hart getroffen«, sagt der amerikanische Präsident. »Iran ist nicht länger der Rüpel des Nahen Ostens, sondern stattdessen dessen Verlierer.«

 07.03.2026

Berlin

Bundesrat will Hakenkreuz-Schmierereien an Schulen bestrafen

Die Nutzung von verfassungsfeindlichen Kennzeichen durch Schüler soll strafbar werden. Der israelische Botschafter begrüßt den Schritt

 06.03.2026

Washington D.C.

Bodentruppen im Iran? Trump spricht von »Zeitverschwendung«

Grundsätzlich ausschließen wollte die US-Regierung den Einsatz von Bodentruppen im Iran bislang nicht. Jetzt reagiert Präsident Trump auf Äußerungen des iranischen Außenministers zu dem Thema

 06.03.2026