Schule

Für ein »gesundes Miteinander«

Mit Schülern arbeiten: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey Foto: dpa

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will mit einem bundesweiten Projekt gegen religiöses und antisemitisches Mobbing an Schulen vorgehen. »Wenn jemand andere mit du Jude, du Opfer, du Moslem, du Homo oder du Nazi beschimpft, darf man das nicht als Pausengespräch abtun«, sagte Giffey dem Bremer »Weser-Kurier« (Samstag).

Zum neuen Schuljahr seien an insgesamt 168 Standorten Sozialarbeiter als sogenannte Anti-Mobbing-Coaches in den Schulen präsent, um sich mit Konflikten auseinanderzusetzen und mit den Schülern zu arbeiten.

israel Wenn etwa auf einer Weltkarte mit dem Zirkel Israel ausgekratzt worden sei, könne die Karte so nicht in der Klasse hängen bleiben, betonte die Ministerin: »Darüber muss gesprochen werden.« Daraus könne etwa ein gut vorbereiteter Besuch in einer Gedenkstätte folgen.

Geplant seien zudem Einzelgespräche mit den Schülern, aber auch mit deren Eltern. »Eine Klasse mit 14 verschiedenen Nationen tariert sich ständig neu aus«, sagte Giffey. Häufig gebe es Ethnien-Hierarchien. »Wir müssen uns deshalb überlegen, wie wir faire Klassengemeinschaften hinbekommen, in der es keinen Kampf, sondern ein gesundes Miteinander gibt und wo die Schüler füreinander einstehen.«

Jeder Coach bekommt den Angaben zufolge im Jahr 20.000 Euro, um gemeinsam mit der Schulgemeinschaft geeignete Projekte an seiner Schule umzusetzen. Das Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab zwölf Jahren. epd

Justiz

Historiker im KZ-Prozess: SS-Wachen waren an Erschießungen beteiligt

Mehr als 200.000 Menschen waren zwischen 1936 und 1945 im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Bewacht wurden sie von Menschen wie Josef S. Der 101-Jährige steht dafür jetzt vor Gericht

von Lukas Philippi  03.12.2021

Einwanderungsgesellschaft

Bundespräsident verleiht Verdienstorden

Zu den Ausgezeichneten gehören unter anderem KIgA und das Jugendbildungswerk »Open Mind«

 03.12.2021 Aktualisiert

Medien

Antisemitismusvorwürfe: DW stellt Mitarbeiter während Prüfung frei

Geprüft werden die Anschuldigungen von Ahmad Mansour und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

 03.12.2021

Brüssel

EU-Verfahren gegen Deutschland

Europäische Kommission: Ähnlich wie in Ungarn oder Luxemburg wurde nicht genug gegen Hassrede getan

 02.12.2021

Auffrischungsimpfung

Israelischer Experte übt massive Kritik an Ständiger Impfkommission

Ronni Gamzu bemängelt die Langsamkeit der Deutschen

 02.12.2021

KZ Sachsenhausen

Angeklagter streitet Vorwürfe weiter ab

Wahrscheinlich einer der letzten noch lebenden potenziellen Täter steht seit Oktober vor Gericht

 02.12.2021

Bayern

Generalstaatsanwalt prüft AfD-Chatgruppe

Am Mittwoch war durch einen Bericht des Bayerischen Rundfunks bekannt geworden, dass Teilnehmer der »Alternativen Nachrichtengruppe Bayern« unter anderem über gewalttätige Proteste und einen Bürgerkrieg in Deutschland diskutiert hatten

 02.12.2021

Antisemitismus

Weltverband will weitere Konsequenzen aus Israel-Boykott Malaysias ziehen

Israels Team durfte nicht zur WM anreisen. Jetzt kündigt der Weltsquashverband eine Überprüfung des Vorgangs an

von Michael Thaidigsmann  02.12.2021

Antisemitismus

Bund: Vorwürfe schnell aufklären

Beauftragte für Kultur und Medien nimmt aktuelle Vorwürfe gegen Mitarbeiter der Deutschen Welle »sehr ernst«

 02.12.2021