Berlin

Freie Universität will anti-israelisches Protestcamp tolerieren

Unterstützer des palästinensischen Terrors bauen vor dem Henry-Ford Bau an der Freien Universität Berlin (FU) Zelte auf. Foto: picture alliance/dpa

Eine Studentengruppe hat an der Freien Universität Berlin (FU) erneut ein angeblich »propalästinensisches« Protestcamp organisiert. Die FU kündigte an, das Zeltlager tolerieren zu wollen, wenn Antisemitismus, Gewaltaufrufe und Sachbeschädigungen unterbleiben.

»Wir gehen davon aus, dass die Polizei sicherstellen wird, dass das Camp ausschließlich der friedlichen und freien Meinungsäußerung dient«, teilte FU-Präsident Günter M. Ziegler mit.

»Antisemitismus, Rassismus, Muslimfeindlichkeit und andere Formen von Diskriminierung sowie jede Form von Gewalt, Aufrufe zur Gewalt und Sachbeschädigungen stellen für uns rote Linien dar.« Darauf werde man mit Anzeigen reagieren.

Lesen Sie auch

Verschwörungstheorien und Zelte

Das »Protestcamp« sei bei der Polizei als Demonstration vom 20. bis zum 27. Juni auf einer Rasenfläche nahe dem Henry-Ford-Bau der FU angemeldet. Die Rasenfläche gelte als öffentlich zugängliche Fläche und falle damit unter das Demonstrationsgesetz. Die Universität sei mit der Polizei im Austausch.

Die Gruppe »Palästinakomitee« hatte mitgeteilt, sie wolle mit diesem erneuten Camp gegen einen anhaltenden »Völkermord« durch Israel protestieren. Allerdings geht Israel in Gaza gegen den palästinensischen Terror vor, um Völkermord und ähnliche Verbrechen zu verhindern. Die Hamas hatte mit ihren bestialischen Morden an 1200 Menschen im Süden Israels geprahlt und bereits weitere Massaker an Israelis angekündigt.

Die Demonstration wende sich auch gegen die Räumung früherer ähnlicher Camps und Besetzungen von Teilen der Universität sowie gegen »Repressionen« gegen Studenten, hieß es von den Organisatoren.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Judenhass und Terrorverherrlichung

In den vergangenen Wochen war bei »Protestcamps« dieser Art an der FU und anderen Hochschulen Israel- und Judenhass verbreitet worden. Hinzu kamen Terrorverherrlichung und Aufrufe zur Auslöschung Israels.

Der Aufbau des neuesten Zeltlagers der Israelhasser erfolgte am Donnerstagabend. Eine Sprecherin der Gruppe rechnete damit, dass sich am ersten Abend bis zu 50 Studierende am Protest beteiligen. Es sollten 15 bis 20 Zelte aufgestellt werden. dpa/ja

Berlin

Emde erschien mit radikaler Anti-Israel-Aktivistin zur Fraktionssitzung

Während die Linke weiter um den Umgang mit der Neuköllner Abgeordneten ringt, provozierte diese erneut

 05.11.2026

Interview

Kann Israel ohne Amerikas Waffen bestehen?

Der Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold erklärt, was ein Ende der US-Militärhilfe für Israels Sicherheit bedeuten würde und wie sich das Verhältnis zu Washington in Zukunft entwickeln könnte

von Sabine Brandes  05.11.2026

Hintergrund

Claudia Roth und der »unfassbare Druck vom Zentralrat«

Die Ex-Kulturstaatsministerin bezeichnet es als »totalen Fehler«, auf der Berlinale Regisseure wegen ihrer israelfeindlichen Aussagen kritisiert zu haben und sucht dafür die Schuld beim Zentralrat der Juden

von Michael Thaidigsmann  05.11.2026

Frankfurt am Main

Trotz Warnungen der jüdischen Gemeinde: Comedian tritt in Frankfurt auf

Trotz Forderungen aus der Stadtgesellschaft, den Auftritt abzusagen, bespielt der neurechte Satiriker Nikolai Binner am Freitag einen Saal in einer städtischen Liegenschaft

 05.11.2026

Nachruf

Trauer um Hubert Aiwanger

Der Freie-Wähler-Chef, bayerische Vize-Ministerpräsident und Wirtschaftsminister starb im Alter von 55 Jahren in einem Berliner Hotel

von Frederick Mersi  04.11.2026

Berlin

Antisemitische Schmierereien auf Skulpturen im Berliner Tiergarten

Der polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

 04.11.2026

Brasilien

Kein Freund Israels

Nach dem überraschenden Wahlsieg des linken Präsidenten Lula gibt sich die jüdische Gemeinde des Landes dennoch zuversichtlich

von Andreas Knobloch  04.11.2026

Berlin

Rot-grün-rote Koalitionsverhandlungen bis Januar

Linke, Grüne und SPD wollen erst im nächsten Jahr einen Koalitionsvertrag vorlegen. Und dann folgt noch ein Zwischenschritt

 04.11.2026

Koalitionsverhandlungen

Klingbeil fordert Linke auf, antisemitische Politiker rauszuwerfen

Bisher hat sich der SPD-Chef zurückgehalten, was die Berliner Koalitionsverhandlungen angeht. Jetzt macht er klar, was er von der Linken erwartet

 04.11.2026