Brüssel

EU setzt Hisbollah-Miliz auf Terrorliste

Foto: AP

Die Außenminister der Europäischen Union haben am Montagvormittag die Hisbollah-Miliz auf die Terrorliste der EU gesetzt. Dieser Schritt war von vielen Seiten, unter anderem den USA und von Israel, gefordert worden.

Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, begrüßt diesen Schritt: »Terroristen werden nun auch offiziell Terroristen genannt.« Allerdings bleibe unverständlich, dass die EU-Außenminister nur den militärischen Flügel der Hisbollah so charakterisierten, wo es sich doch »durch und durch um eine hundertprozentigen Terrororganisation« handele.

Einhalt Graumann schloss trotz dieser Kritik jedoch: »Dennoch ist die EU-Entscheidung ein wichtiger und lobenswerter Schritt, um dem Terrorismus in Europa Einhalt zu gebieten und zugleich ein deutliches Zeichen gegen Intoleranz und Gewalt.«

Damit eine Organisation auf die Terrorliste gesetzt wird, bedarf es einer einstimmigen Entscheidung aller 28 EU-Staaten. Derzeit finden sich unter anderem die islamistische Hamas und die kolumbianische Farc auf der Liste. Der Beschluss hat zur Folge, dass jegliche finanzielle Unterstützung innerhalb der EU verboten ist und eventuelle Bankkonten eingefroren werden. ja

Medien

KI-Verstoß: »Tagesspiegel« nimmt Casdorff-Texte offline

Stephan-Andreas Casdorff verfasste auch für die Jüdische Allgemeine Kommentare. Die Redaktion prüft, ob auch diese Texte von einer KI statt von Casdorff selbst verfasst wurden

 12.06.2026

Berlin

»Ich bin stolz! Sehr stolz«

Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden geehrt worden. Wir dokumentieren hier exklusiv seine Rede im Wortlaut

von Dieter Nuhr  12.06.2026 Aktualisiert

Debatte

Soll die Bevölkerung in der Schweiz auf 10 Millionen begrenzt werden?

Ein Pro & Contra

von Jessie Katz, Zsolt Balkanyi-Guery  12.06.2026

Berlin

Bundesrat für Verbot von Handel mit Dokumenten von NS-Opfern

»Wir dulden es nicht länger, dass aus dem Leid der NS-Opfer Profit geschlagen wird«, sagt NRW-Justizminister Benjamin Limbach (Grüne)

 12.06.2026

Ankara

Erdoğan vergleicht Netanjahu erneut mit Hitler

»Wer Hitlers Weg folgt, sollte nicht vergessen, dass sein Schicksal dem anderer Tyrannen in der Geschichte gleichen wird«, erklärt der türkische Präsident in Richtung des israelischen Regierungschefs

 12.06.2026

Debatte

Mario Voigt nutzte KI für Reden zum Holocaust-Gedenken

Ein Portal findet mit KI-Analyse-Werkzeugen Auffälligkeiten in Beiträgen von Thüringens Regierungschef. Wie viel KI darf in einer Rede zum Holocaust-Gedenktag stecken?

 12.06.2026

Berlin

Anne-Frank-Tag: Bildungsstätte sieht Antisemitismus-Flut im Internet

»Wir erleben aktuell, dass sowohl rechtsextreme als auch islamistische und linke Gruppen antisemitisch agieren, antisemitische Narrative aber zugleich in der Mitte der Gesellschaft fest verankert sind«, sagt Deborah Schnabel

 12.06.2026

Brüssel

Kallas vergleicht Israel mit Apartheids-Südafrika

Die EU-Außenbeauftragte wird für ihre Aussage von anderen EU-Diplomaten und -Beamten scharf kritisiert

 12.06.2026

Künstliche Intelligenz

Preiskrieg zwischen Giganten

Sam Altmans OpenAI will den aggressiv wachsende Rivalen Anthropic der Geschwister Daniela und Dario Amodei auf Distanz halten

 12.06.2026