Brüssel

EU setzt Hisbollah-Miliz auf Terrorliste

Foto: AP

Die Außenminister der Europäischen Union haben am Montagvormittag die Hisbollah-Miliz auf die Terrorliste der EU gesetzt. Dieser Schritt war von vielen Seiten, unter anderem den USA und von Israel, gefordert worden.

Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, begrüßt diesen Schritt: »Terroristen werden nun auch offiziell Terroristen genannt.« Allerdings bleibe unverständlich, dass die EU-Außenminister nur den militärischen Flügel der Hisbollah so charakterisierten, wo es sich doch »durch und durch um eine hundertprozentigen Terrororganisation« handele.

Einhalt Graumann schloss trotz dieser Kritik jedoch: »Dennoch ist die EU-Entscheidung ein wichtiger und lobenswerter Schritt, um dem Terrorismus in Europa Einhalt zu gebieten und zugleich ein deutliches Zeichen gegen Intoleranz und Gewalt.«

Damit eine Organisation auf die Terrorliste gesetzt wird, bedarf es einer einstimmigen Entscheidung aller 28 EU-Staaten. Derzeit finden sich unter anderem die islamistische Hamas und die kolumbianische Farc auf der Liste. Der Beschluss hat zur Folge, dass jegliche finanzielle Unterstützung innerhalb der EU verboten ist und eventuelle Bankkonten eingefroren werden. ja

Spanische Nordafrika-Exklave

Wie kam es zur Ceuta-Krise?

Die Ereignisse in Ceuta werfen viele Fragen auf: Duldeten marokkanische Sicherheitskräfte den Ansturm? Welche Motive könnte es gegeben haben? Und wer profitierte von den chaotischen Szenen?

 03.08.2026

Schifffahrt

Iran und Oman planen Rundkurs in Straße von Hormus

Als Folge des Konflikts mit den USA verhandelt Teheran mit Maskat über neue Fahrrinnen im Nadelöhr des internationalen Gas- und Ölhandels. Im Gespräch ist ein neues Routenmodell

 03.08.2026

Montréal

Verdacht auf Brandanschlag: Koscheres Restaurant zerstört

Die Behörden untersuchen den Vorfall als möglichen Brandanschlag. War auch diese Tat antisemitisch motiviert?

 03.08.2026

Studie

Spaniens Migrationskrise wird online mit antisemitischen Verschwörungsmythen verknüpft

Innerhalb von zwei Tagen erreichten Beiträge, die Israel für den Flüchtlingssturm auf Ceuta verantwortlich machen, beinahe 60 Millionen Nutzer

 03.08.2026

Nahost

Trump kündigt neue Gespräche mit Iran an – Verhandlungen sollen heute beginnen

»Eine Vereinbarung steht unmittelbar bevor«, erklärt der amerikanische Präsident. Israel, das an dem zunächst geplanten Angriff auf den Iran mitwirken sollte, erfuhr von dessen Absage in sozialen Medien

 03.08.2026

Interview

»Putin ist in der Sackgasse«

Lettlands Ex-Präsident Egils Levits über Russlands Krieg, einen EU-Beitritt der Ukraine und die Debatte über die Religionsfreiheit

von Michael Thaidigsmann  02.08.2026

New York/Madrid

»Warum unterhält Spanien noch immer koloniale Enklaven in Afrika?«

Israels UNO-Botschafter Danny Danon: »Vielleicht sollte Spanien, bevor es uns weiter belehrt, der Welt etwas erklären«

 02.08.2026

Kommentar

Sánchez’ alter, antisemitischer Trick

Wer trägt die Verantwortung für die jüngste Katastrophe in Ceuta? Ausnahmsweise wohl nicht »die Zionisten«

von Rafael Seligmann  02.08.2026

Auschwitz-Birkenau

Romani Rose: Gewalt gegen Sinti und Roma nimmt zu

Zum europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma warnt der Vorsitzende deren Dachorganisation, Mitglieder der Minderheit seien wieder mehr Anfeindung ausgesetzt

 02.08.2026