Chanukka

Es ist »der absolut richtige Weg«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: Marco Limberg

Chanukka

Es ist »der absolut richtige Weg«

Zentralratspräsident Josef Schuster verteidigt Corona-Einschränkungen auch an den jüdischen Feiertagen

 10.12.2020 08:17 Uhr

Das achttägige jüdische Lichterfest Chanukka wird ab diesem Donnerstag nach den Worten des Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, coronabedingt mit erheblichen Einschränkungen gefeiert. Das gewöhnlich vor allem im Familienkreis begangene Lichterfest unterliege der Auflage, dass nicht mehr als fünf Menschen aus zwei Hausständen zusammen kommen dürfen.

UNGLEICHBEHANDLUNG »Es ist eine Einschränkung«, sagte Schuster der Deutschen Presse-Agentur. »Es ist auch eine gewisse Ungleichbehandlung«, meinte er mit Blick auf mögliche Ausnahmen, die für Christen beim Feiern des bevorstehenden Weihnachtsfestes geplant sind.

»Es ist aber der absolut richtige Weg«, fügte Schuster hinzu, der auch dem Landesverband israelitischer Kultusgemeinden in Bayern als Präsident vorsteht. Es habe im Vorfeld Gespräche zwischen Zentralrat und Bundesinnenministerium gegeben mit Verständnis auf beiden Seiten.

»Die orthodoxen Christen sind am 6. Januar vermutlich in der gleichen Situation.«

Zentralratspräsident Josef Schuster

STELLENWERT Schuster gab auch zu bedenken, dass Chanukka für die Juden nicht den gleichen religiösen Stellenwert habe wie das Weihnachtsfest für die Christen. »Die orthodoxen Christen sind am 6. Januar vermutlich in der gleichen Situation«, sagte Schuster.

Beim Chanukka-Fest entzünden Juden an acht aufeinanderfolgenden Tagen traditionell acht Kerzen und Kinder bekommen Geschenke. Er selbst werde Chanukka mit seinen Kindern und deren Familien in Etappen feiern, sagte Schuster. »Erst mit dem einen, dann mit dem anderen.« dpa

Großbritannien

Antisemitische Straftaten in London stark gestiegen

Der größte monatliche Zuwachs von durch Judenhass motivierten Übergriffen seit ende 2023 wird registriert

 08.06.2026

Nahost

Reaktion auf Hisbollah-Angriff: Israel nimmt Hauptquartier der Terroristen ins Visier

Die israelische Armee erklärt, sie habe auch Abschussvorrichtungen für Raketen zerstört

 08.06.2026

Nahost

Israel reagiert mit Angriffen auf iranische Raketenattacken

Ist die Waffenruhe endgültig vom Tisch? Der Überblick am Morgen

 08.06.2026

Krieg

Medien: Trump fordert von Israel Verzicht auf Gegenschläge

Der US-Präsident fordert zugleich den Iran auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren und ein Abkommen abzuschließen

 07.06.2026

Krieg

Iran bricht die Waffenruhe und feuert Raketen auf Israel

Was bislang bekannt ist

 07.06.2026 Aktualisiert

Kommentar

Der alte Hass trägt heute Palästinaflaggen

Wie der kulturelle Boykott Israels die Ausgrenzung von Juden normalisiert

von Sarah Maria Sander  07.06.2026

Meinung

Libanon: Zwischen Anschein und Wirklichkeit

Wer den aktuellen Konflikt verstehen will, darf den Zedernstaat nicht als tragisches Opfer Israels lesen

von Jacques Abramowicz  07.06.2026

Berlin

Verfassungsschutz warnt vor islamistischer Einflussnahme auf deutsche Institutionen

Laut BfV-Chef Sinan Selen geht es nicht um kurzfristige Aktionen, sondern langfristig angelegte Strategien, die auf eine Veränderung politischer Entscheidungsprozesse abzielen

 07.06.2026

Justiz

Richterbund warnt vor Einfluss der AfD auf Justiz

Das Risiko gezielter politischer Eingriffe in die Richterauswahl und in die Strafverfolgung müsse minimiert werden

von Lukas Philippi  07.06.2026