Beschneidung

Erneut Strafanzeige gegen Rabbiner

Rabbiner Yitshak Ehrenberg Foto: imago

Erneut ist Strafanzeige gegen einen Rabbiner erstattet worden. »Wegen Störung des öffentlichen Friedens und anderer Delikte« wurde gegen den Berliner Gemeinderabbiner Yitshak Ehrenberg bereits am 12. Juli Anzeige erstattet. Anlass war sein Auftritt in der ARD-Talkshow »Anne Will« am Tag zuvor, bei der er erklärt hatte, weiterhin Britot (Beschneidungen) durchführen zu wollen. Wie die Staatsanwaltschaft jetzt in einem Schreiben mitteilte, sei das eingeleitete Ermittlungsverfahren eingestellt worden, da aus der »Anzeige keinerlei Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten« zu entnehmen seien.

Rabbiner Ehrenberg erfuhr nur durch ein wohl irrtümlich an ihn adressiertes Schreiben der Staatsanwaltschaft von dem Vorgang. Wie er der Jüdischen Allgemeinen sagte, habe er bei Nachfrage keine weiteren Informationen erhalten. »Aber dass das Verfahren, anders als im Fall der Anzeige in Hof, hier in Berlin gleich eingestellt wurde, ist eine gute Nachricht.« Doch sei die Atmosphäre, in der derartige Anzeigen nur wegen der Ausübung religiöser Gebote möglich seien, schon sehr bedenklich. Rabbiner Yitshak Ehrenberg weiter: »Der Vorgang macht noch einmal deutlich, dass wir schnell Rechtssicherheit brauchen. Wir werden an unseren Traditionen festhalten. Ich erwarte klare gesetzliche Vorgaben, dass wir als Rabbiner hier weiter im Sinne unserer Halacha leben und handeln können.«

Fußball

»Für Juden spielen wir nicht«

Beim Oberliga-Verein Tennis Borussia Berlin soll es zu antisemitischen Anfeindungen gegen den jüdischen Vorstandsvorsitzenden Ariel Gala gekommen sein – aus der eigenen Jugendabteilung

 09.09.2026

Max Privorozki

»Ich werde Halle nicht verlassen, solange wir in einer freien Gesellschaft leben«

In einem Interview mit dem Deutschlandfunk spricht der Gemeindevorsitzende über Wahlergebnisse, Prognosen und die Aufgabe der Gesellschaft

 09.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  09.09.2026

Nahost

USA zerstören iranischen Tanker - Teheran feuert Raketen ab

Wieder nimmt das US-Militär iranische Schiffe ins Visier. Teherans Reaktion erfolgt umgehend. Ein Experte warnt vor einer unkontrollierbaren Eskalationsspirale

von Lars Nicolaysen  09.09.2026

Israel

Warnung vor Hamas-Überfall ignoriert? Netanjahu dementiert

Emiratischer Präsident soll Netanjahu angerufen haben. Netanjahu reagierte angeblich gelassen. Emirate wollen sich nicht zu Berichten äußern

 08.09.2026

Deutschland

»Anklage wegen Volksverhetzung«: Landgericht Mannheim eröffnet Strafverfahren gegen Xavier Naidoo

Die Staatsanwaltschaft Mannheim erhob zweimal Anklage gegen den Sänger wegen Volksverhetzung. Eine davon lässt das Landgericht Mannheim nun zu

 08.09.2026

Kommentar

Ein Weckruf

Der AfD-Erfolg liegt vor allem im Scheitern jener Parteien, die die Bundesrepublik seit Jahrzehnten prägen. Verloren gegangenes Vertrauen muss nun schnellst möglich wieder zurückgewonnen werden

von Josef Schuster  08.09.2026

Meinung

Ein Sonntag genügt!

Was gehen uns in der Schweiz die Wahlen in Sachsen-Anhalt an? Auf den ersten Blick nicht viel. Auf den zweiten wird klar: Das Problem ist nicht nur die Partei selbst

von Zsolt Balkanyi-Guery  08.09.2026

Magdeburg

BSW will AfD-Landtagspräsidenten mitwählen

Bundesweit ist es der AfD noch nie gelungen, das Amt eines Parlamentspräsidenten zu übernehmen – auch wenn sie die stärkste Partei war. Das könnte sich in Sachsen-Anhalt jetzt ändern

 08.09.2026