Diplomatie

Eklat: Afrikanische Union führt israelische Diplomatin ab

Foto: picture alliance / photothek

Die Afrikanische Union hat den Ausschluss einer israelischen Diplomatin von einem Gipfeltreffen afrikanischer Staaten am Sonntag gerechtfertigt. Die Diplomatin Scharon Bar-Li war am Samstag während eines Treffens von afrikanischen Staats- und Regierungschefs in Äthiopiens Hauptstadt Addis Abeba von Sicherheitsbeamten aus dem Saal geführt worden.

Sie hatte nach Angaben einer AU-Sprecherin keine Zugangsberechtigung. Israels Beobachterstatus wird seit Monaten innerhalb der AU heiß debattiert.

Die Diplomatin sei »ordnungsgemäß ausgeschlossen worden«, da sie weder zu dem Gipfel eingeladen worden sei noch eine Akkreditierung gehabt habe, teilte die Sprecherin der zuständigen AU-Kommission am Sonntag auf Twitter mit.

Der Vorsitzende der Kommission, Moussa Faki Mahamat, hatte Israel 2021 Beobachterstatus gewährt. Dies wird von Mitgliedsländern wie Südafrika und Algerien infrage gestellt. Nun soll ein Ausschuss den Status klären.

Südafrika begrüßte den Ausschluss der israelischen Vertreterin. Regierungssprecherin Mahlongi Bhongu-Motsiri nannte Israel einen »Apartheidstaat«. »Nur eine Zwei-Staaten-Lösung kann den Nöten ein Ende bereiten, die die Palästinenser durch die israelischen Streitkräfte erleiden«, sagte Bhongu-Motsiri.

Israels Außenministerium teilte mit, den Vorfall sehr ernst zu nehmen. Es gebe in der AU eine klare Mehrheit, die einen Beobachterstatus für Israel unterstütze. Der Afrikanischen Union gehören insgesamt 55 Länder an. dpa

Meinung

Ein belasteter Ort verlangt Bewusstsein

Belastete Orte wie etwa Hitlers Geburtshaus in Braunau gibt es in Deutschland und Österreich viele. Erinnerung daran bedeutet, ihr in der Gegenwart die richtige Antwort zu geben

von Vladimir Vertlib  29.07.2026

Meinung

Wir müssen darüber sprechen, was der Terror mit dem Islam zu tun hat

Die islamistische Ideologie muss endlich klar und deutlich als solche benannt werden

von Ali Ertan Toprak  29.07.2026

Thüringen

Entschuldigung nach Hass-Kommentar eines Leinefelder Gastwirts abgelehnt

Das Auschwitz-Komitee wirft dem Gastronomen vor, Menschen mit dem Tod bedroht und die Verbrechen des Nationalsozialismus verherrlicht zu haben.

 29.07.2026

Toronto

Solidarität nach Angriffen: Lange Schlangen vor jüdischen Bagel-Läden

Nach Angriffen auf zwei Filialen der jüdischen Bäckereikette Kiva’s Bagel Bar kaufen Bewohner dort ein. Zeitgleich feuerte ein Unbekannter Schüsse auf das US-Konsulat ab

 29.07.2026

Nahost

Iran greift US-Stützpunkt in Jordanien an – Washington reagiert mit Luftschlägen im Irak

Es ist der erste Raketenangriff des Iran auf einen US-Stützpunkt, seit Präsident Donald Trump die amerikanischen Angriffe auf iranische Ziele vor wenigen Tagen ausgesetzt hatte

 29.07.2026

Berlin

Klein: Sympathie-Bekundung für Terrororganisationen strafbar machen

Nach dem Anschlag durch einen IS-Anhänger fordert der scheidende Antisemitismusbeauftragte Gesetzesänderungen

 29.07.2026

Berlin

CSD-Anschlag: Innensenatorin und Polizei beantworten Fragen

Nach dem Angriff gibt es noch viele Unklarheiten. Der Innenausschuss des Abgeordnetenhauses kommt daher zusammen. Außerdem rückt das Thema Prävention in den Fokus

 29.07.2026 Aktualisiert

Berlin

Prien stellt mehr Geld gegen Radikalisierung in Aussicht

Nach dem CSD-Anschlag sagt die Familienministerin, queere Menschen seien in Teilen des Landes besonders unter Druck und könnte Solidarität erwarten

 29.07.2026

Judenhass

Antisemitismus weltweit auf Höchststand

Die Untersuchung erfasst die sieben Länder mit den größten jüdischen Bevölkerungen außerhalb Israels, darunter Deutschland

 29.07.2026