Meinung

Ein bißchen Frieden und noch einen Preis

»Wer da hat, dem wird gegeben werden«, um unsere christlichen Mitbürger zu zitieren (Matthäus 25,29). Daniel Barenboim hat den Prinz-von-Asturien-Preis, den Haviva-Reik-Friedenspreis, die Buber-Rosenzweig-Medaille, den Wolf-Preis, den Paul-Hindemith-Preis der Stadt Hanau, den Robert-Schumann-Preis der Stadt Zwickau, den Ernst von Siemens Musikpreis, den Hessischen Friedenspreis, den Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung, die Goethe-Medaille, den Praemium Imperiale, die palästinensische Ehrenstaatsbürgerschaft, die Moses Mendelssohn Medaille, den Westfälischen Friedenspreis, den Herbert-von-Karajan-Musikpreis, den Dresden-Preis, die Otto-Hahn-Friedensmedaille und den Bruno-Kreisky-Preis für Verdienste um die Menschenrechte, um nur eine kleine Auswahl zu nennen.

Verständigung Jetzt wurde der Pianist und Dirigent sogar für den Friedensnobelpreis nominiert. Eine Initiative argentinischer Politiker und Intellektueller will damit Barenboims Engagement für arabisch-israelische Verständigung gewürdigt sehen, insbesondere sein »West-Eastern Divan«-Orchester, in dem israelische, arabische und iranische Musiker gemeinsam auftreten. Schön für Daniel Barenboim.

Aber schlecht für alle Verleiher von Kultur- und Friedenspreisen, die den Maestro bisher noch nicht bedacht hatten. Die Osloer Auszeichnung ist nicht zu toppen. Danach wäre selbst ein Daniel Barenboim saturiert. Ein neuer dauerpreiswürdiger friedensengagierter Jude muss schnellstens her. Amos Oz und David Grossman, bitte dringend melden.

Warschau

»Deutschland steht zu seiner historischen Verantwortung«

Außenministerin Baerbock bekräftigt die historische Verantwortung Deutschlands. Neue Reparationsforderungen Polens weist sie zurück

 04.10.2022 Aktualisiert

Teheran

»Von den USA und dem zionistischen Regime programmierte Operation«

Irans oberster Führer Ali Chamenei gibt Israel, den USA und Exil-Iranern die Schuld an den Protesten gegen sein Regime

 04.10.2022

Moskau

Lawrow wirft USA Politik gegen Moskau »wie unter Hitler« vor 

Russlands Außenminister verstört einmal mehr mit historischem Vergleich

 03.10.2022

New York

Ted Deutch tritt die Nachfolge von David Harris beim AJC an

Harris war am Freitag nach mehr als 32 Jahren an der Spitze des AJC zurückgetreten

 03.10.2022

Polen

Polen: Diplomatische Note zu Reparationsforderungen unterzeichnet

Kurz vor Besuch von Bundesaußenministerin Baerbock hat ihr Kollege Rau eine diplomatische Note über Reparationsforderungen unterzeichnet

 04.10.2022 Aktualisiert

Holocaust

Israel kündigt Sanktionen gegen Jugendfahrten nach Polen an

Die Jugendfahrten sorgen seit längerem für Streit zwischen Israel und Polen

 03.10.2022

Warschau

Keine Routine

Außenministerin Baerbock reist nach Polen. Bei den Gesprächen dürfte es erneut um Reparationsforderungen für die im Zweiten Weltkrieg von Deutschland angerichteten Schäden gehen

 03.10.2022

Katholische Kirche

Felix Klein kritisiert NS-Vergleich von Kardinal Koch 

Antisemitismusbeauftragter: »Dass der Vergleich mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte herhalten muss, um zu einem innerkirchlichen Konflikt Stellung zu beziehen, ist irritierend«

 01.10.2022

Sachsen

Lok Leipzig trennt sich von Stadionsprecher - »Inakzeptable Grafik« 

Die Grafik hat Mirko Linke inzwischen gelöscht. Über Details oder den Inhalt der Grafik machte der Verein keine Angaben

von Frank Kastner  30.09.2022