Sachsen

Durchsuchung wegen Antisemitismus-Verdachts

Foto: dpa

Beamte des Landeskriminalamts Sachsen haben wegen des Verdachts der Volksverhetzung Wohnräume eines Tatverdächtigen in Chemnitz durchsucht.

Der Beschuldigte stehe in Verdacht, über ein Telegram-Profil zu Hass gegen in Deutschland lebende Juden aufgestachelt zu haben, teilte das Landeskriminalamt Sachsen am Donnerstag in Dresden mit.

Der 43-Jährige soll demnach zwischen August und September 2021 über ein Telegram-Profil mindestens fünf Postings verfasst haben, in denen er zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen aufforderte. Das Profil des Beschuldigten sei bundesweit bekannt. Inhalte wurden und werden demnach durch andere Nutzer in verschiedenen Telegram-Gruppen geteilt.

Die Durchsuchung wurde im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Generalstaatsanwaltschaft Dresden vollzogen. Dabei seien Beweismittel in Form von Technik, Mobiltelefonen, Speichermedien und Datenträgern sichergestellt worden, hieß es.

Der Beschuldigte war den Angaben zufolge bisher mit Delikten wie Nötigung und Beleidigung polizeilich in Erscheinung getreten. Er wird der Reichsbürgerszene zugeordnet. epd

Meinung

Orden für den Botschafter: Wie Leo XIV. Irans Regime aufwertet

Mit seinem Orden für den iranischen Botschafter beim Heiligen Stuhl verpasst der Papst den Menschen im Iran symbolisch einen Tritt in die Magengrube

von Michael Thaidigsmann  13.05.2026

Meinung

Linke Luftnummer

Der Fünf-Punkte-Plan gegen Antisemitismus der Berliner Linken ist heuchlerisch. Die Partei ist derzeit nämlich nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems

von Ralf Balke  13.05.2026

TikTok

Antisemitismus per Algorithmus

Antisemitische Inhalte auf der Social-Media-Plattform treten häufig codiert auf. Reichweitenstarke Beiträge sind oft uneindeutig und werden erst im Kontext als antisemitisch erkannt

 13.05.2026

Meinung

Was Sachsen-Anhalt im Herbst droht

Nach den aktuellen Umfragen ist eine Alleinregierung für die AfD zum Greifen nah. Was das allein für die Erinnerungspolitik bedeuten würde, konnte man zuletzt an der Reaktion der Landespartei auf den 8. Mai beobachten

von Mascha Malburg  13.05.2026

Berlin

Ulf Poschardt gibt Herausgeber-Position bei »Welt« auf

Die Hintergründe

von Steffen Trumpf  13.05.2026

Kommentar

Warum Dieter Nuhr den Leo-Baeck-Preis gerade jetzt verdient hat

Dass der Zentralrat der Juden den Kabarettisten ehrt, sendet ein wichtiges Signal weit über die jüdische Gemeinschaft hinaus

von Ahmad Mansour  13.05.2026

London

Sie »fischten« mit Geld nach Juden: Zwei Männer verurteilt

»Fishing for Jews« mit einer Angel, an der ein Geldschein hängt: Im Stadtteil Stamford Hill, in dem viele Charedim wohnen, werden die Verdächtigen von den Shomrim gestellt und später festgenommen

 13.05.2026

Teheran

Weitere Hinrichtung im Iran nach Spionagevorwürfen

Die iranische Justiz hat in den vergangenen Wochen viele Männer exekutieren lassen. Nun wird wieder ein Todesurteil vollstreckt

 13.05.2026

Bern

Mengele-Akten endlich öffentlich

Der Schweizer Nachrichtendienst blockierte den Zugang zu diesen Unterlagen jahrzehntelang. Nun wird diese Sperre aufgehoben

von Nicole Dreyfus  13.05.2026