Meinung

Dresden leuchtet

Damit hatten die Nazis nicht gerechnet: Am vergangenen Sonnabend stellten sich schätzungsweise 15.000 Dresdner den Rechtsextremisten in den Weg (vgl. S. 9). Mit einer Menschenkette durch die Altstadt verhinderten sie, dass das Gedenken an die Bombardierung durch die Alliierten vor 65 Jahren nicht von der »Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland« und anderen Neonazis aus ganz Europa für ihre Propaganda missbraucht werden konnte. Sitzblockaden zwangen die braunen Möchtegern-Marschierer, auf dem Neustädter Bahnhof zurückzubleiben. Bravo, endlich passiert mal was! Wird auch Zeit, dass sich die Zivilgesellschaft nicht mehr alles bieten lässt. Und das über alle Generationen und sozialen Schichten hinweg. Ist es nicht die einfachste Art und Weise zu protestieren, indem man füreinander einsteht und sich die Hand reicht? Natürlich. Aber es passiert einfach viel zu selten. Insofern haben die Dresdner republikweit ein Zeichen gesetzt. Nun braucht es Nachahmungstäter. Nicht erst wieder am 13. Februar 2011, sondern jedes Mal, wenn es gilt, den Rechten in aller Öffentlichkeit Paroli zu bieten.

Beirut

Unruhe im Libanon: Protest gegen Gespräche mit Israel

Die libanesische Regierung hat seit langem Gespräche mit Israel gefordert. Nun soll es bald so weit sein. Anhänger der Terrormiliz Hisbollah gehen dagegen auf die Straße

 11.04.2026

Pakistan

USA und Iran verhandeln in Islamabad

Die Delegationen aus den USA und dem Iran sind mit langen Wunschlisten in die pakistanische Hauptstadt gekommen. Die Gespräche über ein dauerhaftes Ende des Iran-Kriegs versprechen, schwierig zu werden

 11.04.2026

Armin Laschet im Deutschlandfunk

»Jetzt kommt wieder Ihre Israelphobie«

Im Interview wies der CDU-Politiker mit harschen Worten DLF-Moderator Thielko Grieß zurecht, welcher zuvor Israel scharf kritisiert hatte

von Michael Thaidigsmann  10.04.2026

Washington

Warum jetzt? Melania Trumps rätselhafter Epstein-Auftritt

Melania Trump tritt kaum allein vor die Presse. Doch jetzt spricht sie über ein Thema, das ihr Ehemann so gern umschiffen wollte: den Epstein-Skandal

 10.04.2026

Beirut

Hisbollah-Chef: Machen weiter »bis zum letzten Atemzug«

Während die libanesische Regierung an Verhandlungen mit Israel arbeitet, zeigt sich die Hisbollah unbeeindruckt: Es sei nicht die Zeit, um Zugeständnisse zu machen, betont ihr Anführer

 10.04.2026

Berlin

Urteil zu Angriff auf Lahav Shapira erwartet

Nach einem antisemitischen Angriff auf einen jüdischen Studenten in Berlin ist der Fall neu vor Gericht verhandelt worden. Im Mittelpunkt des Berufungsverfahrens steht die Höhe der Strafe. Ein Urteil wird am Montag erwartet

 10.04.2026

Kiew

Selenskyj: Haben Drohnen über Golfstaaten zerstört

Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs hat die Ukraine Drohnenexperten in die Region geschickt. Dort hat Kiew laut Präsident Selenskyj seine Erfahrung in der Abwehr iranischer Drohnen demonstriert

 10.04.2026

Video

Aufruf zur Solidarität nach Angriff auf Restaurant

Nach dem Anschlag auf das israelische Restaurant »Eclipse« ist ein Mitglied der jüdischen Gemeinde Münchens vor Ort und appelliert an die Gesellschaft

von Jan Feldmann  10.04.2026

Halle

Fall Liebich: Tschechische Polizei will Auslieferungsantrag

In Deutschland und später auch europaweit war seit August 2025 nach der verurteilten Rechtsextremistin gesucht worden. Nun wurde sie in Tschechien gefasst. Wie es jetzt weitergehen soll

 10.04.2026