Meinung

Dresden leuchtet

Damit hatten die Nazis nicht gerechnet: Am vergangenen Sonnabend stellten sich schätzungsweise 15.000 Dresdner den Rechtsextremisten in den Weg (vgl. S. 9). Mit einer Menschenkette durch die Altstadt verhinderten sie, dass das Gedenken an die Bombardierung durch die Alliierten vor 65 Jahren nicht von der »Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland« und anderen Neonazis aus ganz Europa für ihre Propaganda missbraucht werden konnte. Sitzblockaden zwangen die braunen Möchtegern-Marschierer, auf dem Neustädter Bahnhof zurückzubleiben. Bravo, endlich passiert mal was! Wird auch Zeit, dass sich die Zivilgesellschaft nicht mehr alles bieten lässt. Und das über alle Generationen und sozialen Schichten hinweg. Ist es nicht die einfachste Art und Weise zu protestieren, indem man füreinander einsteht und sich die Hand reicht? Natürlich. Aber es passiert einfach viel zu selten. Insofern haben die Dresdner republikweit ein Zeichen gesetzt. Nun braucht es Nachahmungstäter. Nicht erst wieder am 13. Februar 2011, sondern jedes Mal, wenn es gilt, den Rechten in aller Öffentlichkeit Paroli zu bieten.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Gutachten missverstanden: Bundestagsdienst bewertet Iran-Angriffe nicht abschließend

Laut Medienberichten hat der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages den Iran-Krieg als völkerrechtswidrig eingeordnet. Die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« widerspricht in einer Analyse dieser Darstellung nun

 01.04.2026

Frankfurt am Main

Jüdische Filmtage: Kino kündigt Kooperation, Organisatoren üben scharfe Kritik

Die Jüdische Gemeinde sieht »faktisch eine Kapitulation vor antisemitischem Druck«, während die Astor Film Lounge ihre Entscheidung verteidigt

von Imanuel Marcus  01.04.2026

Dresden/Leipzig

Hitlergruß: Urteil gegen Melanie Müller ist rechtskräftig

Das Urteil gegen die Schlagersängerin wegen des Zeigens des Nazigrußes ist rechtskräftig. Warum sie die Revision zurückzieht und was das für sie bedeutet

 01.04.2026

Pessach

Preis der Freiheit

Unabhängigkeit und Selbstbestimmung entstehen nicht von allein. Sie müssen erstritten, manchmal sogar erkämpft werden

von Josef Schuster  01.04.2026

Berlin

»Arrogante Belehrungen«: Israelische Botschaft kritisiert Castellucci scharf

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung übt Kritik an der Jerusalemer Regierung für die Ausweitung der Todesstrafe. Die israelische Botschaft spricht von Doppelmoral

 01.04.2026 Aktualisiert

Buenos Aires

Argentinien stuft Irans Revolutionsgarden als Terrororganisation ein

Präsident Javier Milei begründete den Schritt unter anderem mit dem Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum AMIA im Jahr 1994, bei dem 85 Menschen ermordet wurden

 01.04.2026

Ottawa

PFLP-Ableger: Kanada löst Samidoun auf

Der Schritt erfolgt wegen »Nichteinhaltung« gesetzlicher Vorgaben. In Kanada war die Gruppe zuvor als Terrororganisation eingestuft worden

 01.04.2026

Washington D.C.

Trump stellt baldiges Kriegsende in Aussicht

»Ob wir ein Abkommen haben oder nicht, ist jetzt irrelevant«, sagt der amerikanische Präsident

 01.04.2026

Norfolk

USA verstärken Präsenz im Nahen Osten: Dritter Flugzeugträger auf dem Weg

Die Mission ist schon länger geplant, doch die aktuelle Eskalation verleiht dem Einsatz zusätzliche Bedeutung

 01.04.2026