Meinung

Drei‐Staaten‐Lösung

Gefühlt ist es der 22.375 Versuch, das schier Unmögliche doch noch möglich zu machen: Frieden zwischen Israelis und Palästinensern. Barack Obama hat offenbar trotz zahlloser Rückschläge in der Vergangenheit nicht alle Hoffnung fahren lassen. Zumindest wagt er einen neuen Versuch: Am 2. September sollen nach dem Willen des US‐Präsidenten Israels Premier Benjamin Netanjahu und Palästinenserchef Mahmud Abbas in Washington zusammenkommen und den Weg für weitere direkte Gespräche frei machen. Zwei‐Staaten‐Lösung lautet nach wie vor die diplomatische Zauberformel. Doch abgesehen von den ohnehin kaum überwindbaren Hindernissen – es müsste eine Drei‐Staaten‐Lösung her. Denn in Gaza herrscht die Hamas. Die Islamisten sind nicht nur erklärtermaßen tödliche Feinde des jüdischen Staates, sondern hassen auch Abbas’ Fatah. Für Israel bedeutet das: Man müsste eigentlich mit zwei Gegnern verhandeln, damit etwas Konstruktives dabei herauskommt. Aber der eine – Abbas – redet nur, wenn er von Washington dazu genötigt wird. Der andere – Hamas – führt lieber Krieg gegen den »zionistischen Teufel«. So ist kein neuer Staat zu machen, geschweige denn zwei. Deshalb wird es am 2. September wie immer sein: Ein Israeli und ein Palästinenser reichen sich widerwillig die Hand, und ein US‐Präsident lächelt etwas gequält. Goodbye, bis zum nächsten Mal.

Berlin

»Dieses Verbrechen muss alle Demokraten alarmieren«

Zentralratspräsident Schuster zum Mordfall Lübcke: Gefahren durch rechten Terror nicht unterschätzen

 18.06.2019

Berlin

20‐Jähriger mit Kippa antisemitisch beleidigt

Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen

 18.06.2019

English Berlin

»Very sensible step«

The Central Council of Jews welcomes the new measures and strategies against anti‐Semitism

 17.06.2019