Meinung

Die Rechthaber

Kaum haben die Friedensverhandlungen zwischen Israel und der palästinensischen Autonomiebehörde in Washington begonnen, schon fangen die üblichen Verdächtigen an, jeden Ansatz einer Einigung zu torpedieren. Im Westjordanland ermorden Terroristen der Hamas Männer, Frauen und Kinder, und Irans Diktator Ahmadinedschad fordert dazu auf, gegen den Gipfel zu demonstrieren. Derweil droht Palästinenserpräsident Mahmud Abbas mit dem Abbruch der Gespräche, sollte Israel sein Siedlungsbaumoratorium nicht verlängern – ohne dass er selbst etwas gegen anti-israelische Hetze in seinem Einflussbereich unternähme. Doch wer ist schuld, wenn es wieder nicht zu einer Einigung kommt? Die rechthaberischen Juden. Dies meint zumindest der belgische EU-Kommissar Karel de Gucht: »Es gibt bei den meisten Juden einen Glauben, dass sie recht haben.« Es sei schwer, »selbst mit einem gemäßigten Juden ein rationales Gespräch über das zu führen, was sich im Nahen Osten abspielt«. Was stellt sich de Gucht unter einem rationalen Gespräch vor? Dass das Gegenüber zugibt, unrecht zu haben und schuld zu sein? Bei derart kaltschnäuziger Ignoranz gegenüber Israels Sicherheitsinteressen ist es nicht nur kein Wunder, dass Europa beim Nahostgipfel keine Rolle spielt. Es ist auch besser so.

Teheran

Modschtaba Chamenei bleibt unsichtbar

Der neue »Oberste Führer« des Iran zeigt sich weiter nicht in der Öffentlichkeit. Eine verlesene Botschaft ersetzt seine Neujahrsrede

 20.03.2026

Bern

Schweiz stoppt Waffenexporte an die USA

Wegen ihres strikten Neutralitätsprinzips liefert die Schweiz vorerst keine Waffen mehr an die USA, weil diese am Krieg gegen den Iran beteiligt sind

 20.03.2026

Berlin

DIG kritisiert Deutschlands Rückzug im Verfahren zum angeblichen Genozid gegen Israel

»Deutschland opfert Israel seinen Ambitionen auf einen Sitz im Weltsicherheitsrat«, sagt DIG-Präsident Volker Beck. Und nennt es »schändlich«

 20.03.2026

Bildung

Stille im Vieh-Waggon - Jugendliche fühlen die Geschichte des ehemaligen KZ Bergen-Belsen

Jugendliche aus ganz Europa hören in Bergen-Belsen von Hunger, Enge und Angst - und stehen plötzlich selbst an den Orten des Grauens. Für viele ist der Besuch im früheren Konzentrationslager die erste intensive Begegnung mit der NS-Zeit

von Charlotte Morgenthal  20.03.2026

Argentinien

Argentinien übernimmt IHRA-Vorsitz

Das südamerikanische Land übernimmt die Präsidentschaft der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA). Als erstes auf dem Kontinent

 20.03.2026

Oslo

Mette-Marit: Epstein hat mich manipuliert

Vertraute Mails und Liebes-Tipps: Ihre Freundschaft mit dem Sexualstraftäter hat Norwegens Kronprinzessin in Bedrängnis gebracht. Jetzt gab Mette-Marit ein Fernsehinterview

 20.03.2026

Meinung

Warum die Stellungnahme der USA beim IGH eine Enttäuschung ist

Die Intervention Washingtons vor dem Internationalen Gerichtshof nimmt zwar Israel gegen den Vorwurf des Genozids in Schutz. Sie liefert den Richtern aber kaum Argumente

von Menachem Z. Rosensaft  20.03.2026

Berlin

Berliner Spitzen-Linke kritisiert Zionismus-Beschluss

Ein Entscheid der niedersächsischen Linken gegen den »real existierenden Zionismus« sorgt auch in der eigenen Partei für Aufregung. Die Spitzenkandidatin für die Berlin-Wahl geht auf Distanz

 20.03.2026

Teheran

Iran meldet Tod von Revolutionsgarde-Sprecher bei Angriffen

Staatliche iranische Medien vermelden den Tod von Ali Mohammad Naini, der seit 2024 die Revolutionsgarde repräsentierte

 20.03.2026