Meinung

Die Rechthaber

Kaum haben die Friedensverhandlungen zwischen Israel und der palästinensischen Autonomiebehörde in Washington begonnen, schon fangen die üblichen Verdächtigen an, jeden Ansatz einer Einigung zu torpedieren. Im Westjordanland ermorden Terroristen der Hamas Männer, Frauen und Kinder, und Irans Diktator Ahmadinedschad fordert dazu auf, gegen den Gipfel zu demonstrieren. Derweil droht Palästinenserpräsident Mahmud Abbas mit dem Abbruch der Gespräche, sollte Israel sein Siedlungsbaumoratorium nicht verlängern – ohne dass er selbst etwas gegen anti-israelische Hetze in seinem Einflussbereich unternähme. Doch wer ist schuld, wenn es wieder nicht zu einer Einigung kommt? Die rechthaberischen Juden. Dies meint zumindest der belgische EU-Kommissar Karel de Gucht: »Es gibt bei den meisten Juden einen Glauben, dass sie recht haben.« Es sei schwer, »selbst mit einem gemäßigten Juden ein rationales Gespräch über das zu führen, was sich im Nahen Osten abspielt«. Was stellt sich de Gucht unter einem rationalen Gespräch vor? Dass das Gegenüber zugibt, unrecht zu haben und schuld zu sein? Bei derart kaltschnäuziger Ignoranz gegenüber Israels Sicherheitsinteressen ist es nicht nur kein Wunder, dass Europa beim Nahostgipfel keine Rolle spielt. Es ist auch besser so.

Ugandische Truppen

Nahost

Ugandas Parlament billigt Truppenentsendung nach Gaza

Auf US-Anfrage soll sich ein Kontingent der ugandischen Armee der geplanten internationalen Stabilisierungstruppe anschließen. In Afrika zählt das Land zu den größten Truppenstellern für Friedensmissionen

 07.08.2026

Meinung

Wie Georg Restle die Glaubwürdigkeit des ÖRR untergräbt

Nach dem X-Post des Journalisten hat sich Felix Schotland, Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln, an WDR-Programmdirektorin Andrea Schafarczyk gewandt. Wir dokumentieren das Schreiben im Wortlaut

von Felix Schotland  07.08.2026

Justiz

Israelischer Siedler wegen Tötung eines Palästinensers angeklagt

Der getötete Aktivist setzte sich gegen Siedlergewalt ein und war an dem Oscar-prämierten Film »No Other Land« beteiligt. Jetzt steht der mutmaßliche Täter vor Gericht

 07.08.2026

Dublin

Wegen Israel-Boykott: Irisches Regierungsflugzeug kann nicht mehr im Nebel landen

Beim Kauf der Maschine wurde bewusst auf das System »FalconEye« verzichtet, weil der israelische Rüstungskonzern Elbit Systems an dem Produkt beteiligt ist

 07.08.2026

AfD-Verbot

»Wachkitzeln von Gewalt- und Mordphantasien«

Der Historiker und NS-Forscher Götz Aly, der mit Blick auf die AfD bislang vor überzogenen Vergleichen mit dem Nationalsozialismus und der NSDAP gewarnt hatte, hat offenbar seine Position revidiert

 07.08.2026

Benjamin Netanjahu

Meinung

Nicht wegen des Krieges: Warum Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wirklich zurücktreten sollte

von Roman Haller  07.08.2026

Kanada

Bericht: Jüdische Studenten erleben Antisemitismus als alltägliche Realität

Fast alle befragten jüdischen Studenten geben an, innerhalb der vergangenen zwölf Monate mindestens einen antisemitischen Vorfall erlebt oder beobachtet zu haben

 07.08.2026

Miami

Antisemitischer Angriff in Starbucks-Filiale

Laut Polizei schlug eine Frau ihr Opfer mit einem Mobiltelefon. Dann habe sie mit einem Metallstuhl auf den Mann, der eine Kippa trug, losgehen wollen

 07.08.2026

Berlin

Klingbeil: AfD-Verbotsverfahren ernsthaft prüfen

Die Diskussion um ein AfD-Verbotsverfahren erhält neue Dynamik. Was sagt SPD-Chef Klingbeil und wie reagiert die Linke auf seinen Vorstoß?

 07.08.2026