Meinung

Die Rechthaber

Kaum haben die Friedensverhandlungen zwischen Israel und der palästinensischen Autonomiebehörde in Washington begonnen, schon fangen die üblichen Verdächtigen an, jeden Ansatz einer Einigung zu torpedieren. Im Westjordanland ermorden Terroristen der Hamas Männer, Frauen und Kinder, und Irans Diktator Ahmadinedschad fordert dazu auf, gegen den Gipfel zu demonstrieren. Derweil droht Palästinenserpräsident Mahmud Abbas mit dem Abbruch der Gespräche, sollte Israel sein Siedlungsbaumoratorium nicht verlängern – ohne dass er selbst etwas gegen anti-israelische Hetze in seinem Einflussbereich unternähme. Doch wer ist schuld, wenn es wieder nicht zu einer Einigung kommt? Die rechthaberischen Juden. Dies meint zumindest der belgische EU-Kommissar Karel de Gucht: »Es gibt bei den meisten Juden einen Glauben, dass sie recht haben.« Es sei schwer, »selbst mit einem gemäßigten Juden ein rationales Gespräch über das zu führen, was sich im Nahen Osten abspielt«. Was stellt sich de Gucht unter einem rationalen Gespräch vor? Dass das Gegenüber zugibt, unrecht zu haben und schuld zu sein? Bei derart kaltschnäuziger Ignoranz gegenüber Israels Sicherheitsinteressen ist es nicht nur kein Wunder, dass Europa beim Nahostgipfel keine Rolle spielt. Es ist auch besser so.

Diplomatie

Papst ernennt neuen Botschafter für Israel

Erst seit 1994 haben der Vatikan und Israel volle diplomatische Beziehungen. Der Botschafter des Papstes dort ist zugleich auch Delegat für Palästina. Nun hat der Papst einen Wechsel vorgenommen

 22.01.2026

Ulm/Stuttgart

Anklage nach Angriff auf israelischen Rüstungskonzern

Bekennervideos, zerstörte Labore und Proteste gegen ein Unternehmen aus Israel: Was den fünf Angeklagten vorgeworfen wird

 22.01.2026

NRW

Einladung von Terrorunterstützerin: Jüdische Gemeinde fordert Konsequenzen

In einer Presseerklärung wird eine Abberufung der Rektorin der Kunstakademie Düsseldorf, Donatella Fioretti, gefordert

von Imanuel Marcus  22.01.2026

Washington D.C.

USA wollen israelfeindlichen Aktivisten nach Algerien abschieben

Der frühere Student Mahmoud Khalil wird von den Behörden als Hamas-Unterstützer eingestuft. Seine Abschiebung sei auch eine Mahnung an Nicht-Staatsbürger im Land

 22.01.2026

Berlin

Linkes Bündnis will akademischen Boykott Israels

Ein linkes Bündnis will einen Boykott israelischer Wissenschaftler organisieren. Am Wochenende soll nun eine umstrittene Konferenz dazu stattfinden

 22.01.2026

Award

»Auch wenn es dunkel ist« ist Hörspiel des Jahres 2025

Das Hörspiel »Auch wenn es dunkel ist. Berichte vom 7. Oktober« gibt Opfern des Überfalls der Hamas auf Israel 2023 eine Stimme. Das Dokumentarstück interpretiere nicht und klage nicht an, lobte die Jury

 22.01.2026

Medien

Sophie von der Tann für Grimme-Preis nominiert

Die umstrittene ARD-Journalistin Sophie von der Tann führt die Liste der Nominierungen für den Grimme-Preis an. In allen Kategorien dominieren die Öffentlich-Rechtlichen. Zugleich gibt es Kritik an zahlreichen Leerstellen

von Jana Ballweber  22.01.2026

Davos

Trump: »Iran kann das Nukleare nicht machen«

Der US-Präsident hat dem Mullah-Regime mit einem Angriff gedroht, sollte es sein Atomprogramm fortsetzen

 22.01.2026

Berlin

»Palestine in Berlin«-Festival wegen Hamas-Dreiecken abgesagt

Ausgangspunkt der Entscheidung: ein Werbeflyer des Festivals, auf dem rote Dreiecke zu sehen waren. Dieses Symbol wird von der palästinensischen Terrororganisation Hamas genutzt, um ihre Feinde zu markieren

 22.01.2026