New York

Deutschland warnt bei den UN vor Irans Atomprogramm

Die Vereinten Nationen in New York Foto: picture alliance / dts-Agentur

Deutschland hat den Iran vor einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats aufgerufen, die »nukleare Eskalation« umzukehren. »Iran muss seinen Kurs wechseln, deeskalieren und sich für Diplomatie entscheiden«, sagte die deutsche UN-Botschafterin Antje Leendertse vor der Debatte zum geplanten Ausbau des Atomprogramms des Landes.

Der Iran besitze Rekordmengen an angereichertem Uran, ohne dass es dafür glaubwürdige zivile Gründe gebe. »Das ermöglicht dem Iran, schnell ausreichende Mengen an spaltbarem Material für mehrere Nuklarwaffen herzustellen«, zitierte Leendertse aus einer gemeinsam mit Frankreich und Großbritannien verfassten Erklärung. 

Iran hatte zuletzt Ausbau des Atomprogramms angekündigt

Die Islamische Republik plant nach Darstellung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) unter anderem auch, die Zahl seiner Zentrifugen zu erhöhen und die Infrastruktur für die Uran-Anreicherung auszuweiten. Die Regierung in Teheran strebt nach eigenen Angaben aber nicht nach Atomwaffen. 

Der Iran hatte sich 2015 zur Einschränkung seines Atomprogramms verpflichtet. Im Gegenzug wurden Sanktionen aufgehoben. Doch 2018 ordnete Donald Trump in seiner ersten Amtszeit als US-Präsident den Ausstieg aus diesem Pakt an. Der Iran hat seitdem sein Nuklearprogramm wieder schrittweise hochgefahren.

Das Regime in Teheran droht Israel immer wieder mit Vernichtung und finanziert Terrormilizen im Nahen Osten, die gegen den jüdischen Staat kämpfen. dpa/ja

Bonn

Bundeszentrale für politische Bildung streicht Studienreisen nach Israel

 04.08.2026

Berlin

Nach antisemitischer Beschimpfung: Polizeilicher Staatsschutz ermittelt

Nach Beleidigungen gegenüber Gästen und Beschäftigten des jüdischen Kulturschiffs MS Goldberg auf dem Berliner Wannsee hat die Polizei Ermittlungen wegen Volksverhetzung aufgenommen

 04.08.2026

Kommentar

Politische Pünktchensammler

Ewig bewegte Palästina-Aktivisten wie Javier Bardem und israelische Politiker nutzen den Massenansturm auf Ceuta für politisch unwürdige Spielchen

von Nils Kottmann  04.08.2026

Justiz

Israel-Kritik mit Swastika und Davidstern? Könnte durchgehen

Für das Pfälzische Oberlandesgericht ist Schmähkritik an Israel samt Verwendung von Hakenkreuzen und Holocaustvergleichen nur dann strafbar, wenn die Gegnerschaft zur NS-Ideologie nicht offensichtlich ist. Vielen geht das Urteil zu weit

von Michael Thaidigsmann  04.08.2026

Spanien

Hakenkreuz auf Maimonides-Statue in Córdoba geschmiert

Der Bürgermeister der Stadt verurteilte den Vorfall scharf und sprach von einem Hasssymbol mit einer besonders schwerwiegenden Botschaft

 04.08.2026

Magdeburg

Dieter Hallervorden, Sven Schulze und der Wahlkampf in Sachsen-Anhalt

Die Christdemokraten setzen bei ihrem Wahlkampf in Sachsen-Anhalt auf Unterstützung des anti-israelischen Komikers Dieter Hallervorden

 04.08.2026

Berlin

Mehr als 1000 Juristen sprechen sich für AfD-Verbotsverfahren aus

Die Experten haben einen offenen Brief an die Bundesregierung und die Bundestagsabgeordneten unterzeichnet

 04.08.2026

Potsdam

Ex-Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye ist tot

Der Journalist und Autor prägte als Gründer von »Gesicht Zeigen!« den Kampf gegen Rechtsextremismus. Nun ist seine Stimme verstummt

 04.08.2026

Dessau-Roßlau

Schulze: Ich habe eine andere Meinung zum Thema Völkermord

Auftritte des Kabarettisten Dieter Hallervorden bei CDU-Veranstaltungen in Sachsen-Anhalt hatten bei den Christdemokraten teils für große Irritationen gesorgt. Der Spitzenkandidat verteidigt das Format

 04.08.2026 Aktualisiert