»Blue Guardian«

Deutsche Soldaten bei internationaler Drohnen-Übung in Israel

Aufklärungsdrohne Hermes 450 Foto: Flash 90

An einer internationalen Übung mit Drohnen in Israel haben auch deutsche Soldaten teilgenommen. Das zehntägige gemeinsame Training Deutschlands mit den Armeen Israels, der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Italiens war nach Angaben des israelischen Militärs das erste dieser Art. Die Übung »Blue Guardian« (Blauer Wächter) auf der Palmachim-Basis südlich von Tel Aviv ging am Donnerstag zu Ende.

Den Angaben zufolge trainierten die Teams der sechs Länder den Einsatz verschiedener unbemannter Luftfahrzeugsysteme, darunter auch die Aufklärungsdrohne Hermes 450.

kriegsführung Der Kommandeur der Palmachim-Basis, Joav Amiram, sagte während der Übung, die Drohnenpiloten der sechs Länder hätten gemeinsam für »komplizierte operative Szenarien trainiert, wie die Unterstützung von Bodentruppen und die Erkennung und Zerstörung feindlicher Ziele auf dem modernen Schlachtfeld«. Der Einsatz von Drohnen werde in der modernen Kriegsführung immer wichtiger. Die deutschen Soldaten übernahmen im Rahmen der Übung lediglich Aufklärungsaufgaben.

Die Bundeswehr hatte 2019 in Israel die Ausbildung deutscher Soldaten an der Drohne Heron TP begonnen. Die deutsche Armee setzt Drohnen, also ferngesteuerte Flugzeuge ohne Besatzung, bisher nur zu Aufklärungszwecken ein. Umstritten ist die Frage, ob die Drohnen vom Typ Heron TP, die Israel an die Bundeswehr liefern will, bewaffnet werden sollen. Diese Debatte ist bis nach der Bundestagswahl im September verschoben worden. dpa

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« erhält Tacheles-Preis

Der Tacheles-Preis wird alle zwei Jahre an Personen oder Organisationen verliehen, die sich für die Sicherung einer jüdischen Zukunft in Deutschland einsetzen. Die Laudatio hält der neue WELT-Chefredakteur Helge Fuhst

 18.05.2026

Berlin

Josef Schuster für Bestrafung der Leugnung von Israels Existenzrecht

Der Zentralratspräsident stellt sich hinter das Vorhaben aus Hessen. Derweil sind einige Strafrechtler skeptisch

 18.05.2026

Interview

»Sonntagsreden reichen nicht«

Hessens Justizminister Christian Heinz will, dass Aufrufe zur Vernichtung Israels künftig unter Strafe stehen. Wie lässt sich ein solcher Eingriff in die Meinungsfreiheit begründen? Ein Gespräch über Staatsräson, den Schutz jüdischen Lebens und Mehrheiten im Bundesrat

von Joshua Schultheis  18.05.2026

Mailand

Provokantes »Hitler mit Kufiya«-Mural bei israelfeindlicher Demonstration aufgetaucht

Nach Angaben des Künstlers versteht sich die Aktion als Warnung vor wachsender gesellschaftlicher Radikalisierung und der zunehmenden Normalisierung antisemitischer Sprache

 18.05.2026

Washington D.C.

Mutmaßlicher Drahtzieher von Angriffen auf jüdische Einrichtungen vor Gericht

Auch für einen Brandanschlag auf ein jüdisches Restaurant in München soll Mohammad Baqer Saad Dawood Al-Saadi verantwortlich sein

 18.05.2026

Initiative

Offener Brief jüdischer Organisationen an Berliner Senatorin

Nachdem eine Klage des jüdischen Studenten Lahav Shapira gegen die Freie Universität Berlin für unzulässig erklärt worden ist, fordern jüdische Organisationen eine Gesetzesänderung

 18.05.2026 Aktualisiert

Potsdam

Forscher: Offenheit für AfD wächst trotz mehr Radikalität

Der Extremismusforscher Botsch erklärt, warum die Bereitschaft wächst, die zumindest in Teilen rechtsextremistische Partei zu wählen - ungeachtet ihrer Entwicklung

von Marc-Oliver von Riegen  18.05.2026

Ramallah

Abbas will blockierte Gelder als Terror-Renten verwenden

In Zusammenhang mit Israels Entscheidung, Teile der Steuereinnahmen für die PSA einzubehalten, spricht der Palästinenserpräsident von einem Rechtsbruch, will aber weiterhin illegale Terror-Renten bezahlen

 18.05.2026

Pilsen

Wie es mit Marla Svenja Liebich weitergehen könnte

Nach monatelanger Fahndung wurde die Rechtsextremistin gefasst. Seit einigen Wochen sitzt sie in Tschechien in Haft. Ein Gericht dort will nun über eine Auslieferung entscheiden

 18.05.2026