Erfurt

Deutsch-Israelisches Jugendwerk lässt auf sich warten

Der israelische Botschafter Ron Prosor und Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) Foto: TSK

Für das geplante Deutsch-Israelische Jugendwerk gibt es weiterhin keine Standortentscheidung. Der israelische Botschafter Ron Prosor und Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) erklärten am Montag in Erfurt zum Antrittsbesuch Prosors bei der neuen Landesregierung lediglich, die Intensivierung des Jugendaustauschs sei ein zentrales Vorhaben in den Beziehungen zwischen Israel und dem Freistaat. Weimar hatte neben München und Wittenberg (Sachsen-Anhalt) im vergangenen Jahr Interesse am Standort des künftigen Jugendwerks angemeldet.

Bereits 2018 hatte der Bundestag die Bundesregierung aufgefordert, ein Deutsch-Israelisches Jugendwerk zu gründen. Ein erstes Treffen der binationalen Arbeitsgruppe fand Mitte 2022 statt. Unter anderem wegen des terroristischen Überfalls der Hamas auf das Land und dem anschließenden Krieg im Gazastreifen konnte das Projekt bislang nicht zum Abschluss gebracht werden, hieß es.

Zwischen Voigt und Prosor wurde verabredet, dass auch Thüringen zu den diesjährigen Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und der Bundesrepublik eine Delegation entsendet. Dieser sollen unter anderem zehn Nachwuchsführungskräfte zur Vorbereitung von intensiveren wirtschaftlichen Kontakten angehören. Voigt betonte, er strebe zwischen Thüringen und Israel eine enge Partnerschaft auf wissenschaftlichem, kulturellem und wirtschaftlichem Gebiet an.

Prosor besuchte auch den Thüringer Landtag. Hier traf er Landtagspräsident Thadäus König (CDU) sowie Mitglieder des parlamentarischen Freundeskreises Israel. epd

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