Terrorismus

Der Druck wächst

Hisbollah-Milizen im Libanon Foto: dpa

Die US-Regierung hat neue Sanktionen gegen Unterstützer der Hisbollah und der Hamas verhängt, die in den USA jeweils als terroristische Vereinigungen eingestuft sind. Das Finanzministerium belegte am Donnerstag eine libanesische Bank namens Jammal Trust Bank mit Strafmaßnahmen.

Die Bank mache Transaktionen und leiste finanzielle Unterstützung für die Hisbollah, hieß es zur Begründung. Durch den Schritt werden alle Vermögenswerte der Bank in den USA eingefroren und Geschäfte mit ihr untersagt.

GAZA Gleiches gilt für vier Einzelpersonen aus dem Libanon und dem Gazastreifen, die am Donnerstag von den USA ebenfalls auf die Sanktionsliste gesetzt wurden. Die US-Regierung warf ihnen vor, Millionen Dollar aus dem Iran über die Hisbollah im Libanon an die Hamas im Gazastreifen transferiert zu haben, die dann für terroristische Attacken genutzt worden seien.

Die Aktion der Amerikaner richtet sich indirekt auch gegen die iranische Führung, auf die die Vereinigten Staaten seit Monaten mit massiven Sanktionen Druck machen. Die USA beschuldigen den Iran, internationalen Terror zu unterstützen, zum Beispiel eben über die Hamas im Gazastreifen oder die Hisbollah im Libanon.  dpa/ja

Bundesrat

Länder: Aufrufe zur Vernichtung Israels sollen strafbar werden

Der Bundesrat hat am Freitag einen Vorschlag Hessens gebilligt, wonach die öffentliche Leugnung des Existenzrechts Israels bestraft werden soll. Ob ihn die Bundesregierung aufgreift, ist noch unklar

von Michael Thaidigsmann  10.07.2026

Warschau

Vor 85 Jahren wurden die Juden von Jedwabne ermordet

Ein Massaker 1941 belastet das Verhältnis von Juden und Polen: Anstifter waren Deutsche, doch die Täter waren Polen. Ein Ex-Präsident hat zu dem Gedenktag eine klare Botschaft

 10.07.2026

Ramallah

Abbas kündigt Wahlen an

Der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde legt den 28. November als Termin für die Neuwahl des Parlaments fest, 2027 soll auch über die Präsidentschaft neu abgestimmt werden.

 10.07.2026

Großbritannien

»Wir haben das nicht richtig gemacht«

Andy Burnham, designierter Nachfolger von Keir Starmer als Labour-Chef und Premierminister, kündigt eine Kurskorrektur in der britischen Nahostpolitik an

von Michael Thaidigsmann  10.07.2026

Hamburg/Haifa

Netanjahu bremst Milliarden-Fusion von Hapag Lloyd und Zim

Hapag-Lloyd würde die israelische Reederei gerne übernehmen. Doch der israelische Ministerpräsident hat Sicherheitsbedenken

 10.07.2026

Hamburg

Ein Jahr nach Beginn des Block-Prozesses kein Ende in Sicht

Am 11. Juli 2025 startete am Landgericht der spektakuläre Prozess um die Entführung der Block-Kinder. 63 Verhandlungstage gab es seither. Was ist noch offen?

 10.07.2026

Tirana

Albaniens Premier gibt Millionen für Kanye-Konzert aus

Ein geplanter staatlich geförderter Auftritt spaltet das Land – und verstärkt die ohnehin seit langem wachsende Kritik an Ministerpräsident Rama. Die jüdische Gemeinde will eine Absage

 10.07.2026

New York

Bericht: Israel warnte USA vor neuem iranischem Anschlagsplan gegen Trump

Seit der Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani Anfang 2020 droht der Iran Trump mit Vergeltung

 10.07.2026

Islamabad/Doha

Vermittler wollen Atomgespräche zwischen USA und Iran retten

Pakistan, Katar und andere Staaten bemühen sich laut einem amerikanischen Pressebericht, die jüngste Eskalation einzudämmen

 10.07.2026