Meinung

Das Dorf brennt!

Seit Wochen stehen in Russland riesige Wälder und Torfflächen in Flammen. Tausende Menschen sind evakuiert worden, in vielen Städten bedrohen Rauch und Smog die Gesundheit von Millionen. Doch was geht’s uns an, fragen sich viele hierzulande. Moskau ist fern – und manchem fremd. Zugegeben, Russlands Ministerium für Katastrophenschutz macht es den Korrespondenten nicht leicht, über die Lage vor Ort zu berichten. Wie zu Sowjetzeiten hält man in Putins Reich auch heute wenig von offener Information über die Gefährlichkeit von Naturkatastrophen. Doch nicht nur den Apparatschiks in Moskau ist es zur Last zu legen, dass in vielen deutschen Wohnzimmern die Sorge um den Flächenbrand am östlichen Rand Europas ausbleibt. Seitdem die Bundeskanzlerin aus dem Urlaub zurück und das Sommerloch vorbei ist, schaffen es die schlimmen Nachrichten aus Russland kaum noch in die hiesigen Medien. Aber die russischen Flammen und der giftige Rauch gehen uns alle an. Denn möglicherweise haben ihre Ursachen etwas mit unseren Lebensgewohnheiten zu tun, und die werden Auswirkungen auf uns haben. Die Welt rückt zusammen, im Guten wie im Schlechten. Manchmal ist das globale Dorf kleiner, als uns lieb ist.

Nahost

Test für den Pakt

Was bedeuten die jüngsten Huthi-Angriffe für das Verteidigungsabkommen, das Saudi-Arabien mit Pakistan und der Türkei unterzeichnet hat?

von Reinhard Schulze  10.10.2026

Das eingeschaltete Blaulicht ist auf dem Dach von einem Einsatzfahrzeug der Polizei am 28.02.2026 bei einem Polizeieinsatz zu sehen.

Deutschland

Berlin-Kreuzberg: Aushänge gegen Judenhass - Jugendliche greifen Geschäftsinhaber an

Der Staatsschutz ermittelt

 10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Eklat in Halle

AfD-Mann Tillschneider will an Anschlags-Gedenken teilnehmen

Aktivisten der Jüdischen Studierendenunion Deutschland verhinderten, dass der Landtags-Vizepräsident die Synagoge betrat

von André Anchuelo  09.10.2026

Meinung

Nein, Frau Pillay hat den Friedensnobelpreis nicht verdient!

Die Südafrikanerin hat Israel vorverurteilt und Antisemitismus in den Reihen ihrer Kommission nicht ernstgenommen. Ihre Auszeichnung durch das Nobelpreiskomitee ist ein großer Fehler, meint der Direktor von UN Watch

von Hillel Neuer  09.10.2026

Sachsen-Anhalt

Zentralratspräsident Josef Schuster: Tillschneider »verhöhnt die Opfer« von Halle

Der rechtsextreme Politiker hatte am Freitag versucht, am Gedenken für die Opfer des Anschlags von Halle teilzunehmen

 09.10.2026

Oslo

Israel-Kritikerin Navanethem Pillay erhält den Friedensnobelpreis

Für ihren Einsatz gegen Menschenrechtsverletzungen und für das Völkerrecht: Mit dem Friedensnobelpreis wird in diesem Jahr die südafrikanische Juristin Navanethem Pillay geehrt

 09.10.2026

Magdeburg

Landtagspräsident Rausch plant außenpolitische Initiativen

Mit Tobias Rausch ist erstmals ein AfD-Politiker zum Präsidenten eines deutschen Landtags gewählt. Während noch über die Hintergründe seiner Wahl diskutiert wird, plant der 35-Jährige bereits außenpolitische Initiativen

 09.10.2026

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026