Meinung

Das Boykott-Theater

Liebe Israelhasser, mitunter lese ich bei euch, das kleine Land am Mittelmeer, um das ihr so bemüht seid, sei ein rassistisches Apartheidregime und gewiss keine Demokratie. Unterstützung für eure, sagen wir: Meinung scheint ihr durch die Erklärung einer Reihe renommierter israelischer Schauspieler, Regisseure und Autoren zu bekommen. Die wollen nämlich nicht in einem neugebauten Theater in den besetzten Gebieten auftreten. Schaut her, so wird in euren Kreisen kolportiert, sogar einheimische Künstler sind gegen diesen Staat. Doch das ist, noch höflich formuliert, Unsinn. In Wahrheit beweist die Verweigerung der Intellektuellen genau das, was ihr »Israelkritiker« nicht wahrhaben wollt: Dass der jüdische Staat eine gelebte Demokratie ist! Dass hier gestritten und um Mehrheiten gerungen wird! Ein Schauspieler, der sich dem Boykott anschließt, findet Unterstützung oder wird angefeindet, vielleicht sogar gehasst. Aber zwei Dinge sind sicher: Immer agiert er innerhalb eines funktionierenden Rechtsstaates, der ihm zugleich Schutz gewährt. Und in keinem Fall droht ihm, was so manchem Dissidenten in so manchem Nachbarland passieren könnte: Haft. Oder Schlimmeres.

Teheran

Irans Vizeaußenminister: »Entweder siegen wir oder werden zu Märtyrern«

Nach Drohungen von US-Präsident Donald Trump zeigt sich die iranische Regierung kampfbereit. Der Vizeaußenminister findet deutliche Worte

 19.05.2026

Europäische Union

»Terror-Rente«: Brüssel vertraut Zusicherungen aus Ramallah

In ihrer Antwort auf die Anfrage der Europaabgeordneten Hildegard Bentele bleibt EU-Kommissarin Dubravka Šuica vage, was die Zahlungen an palästinensische Terroristen angeht

von Michael Thaidigsmann  19.05.2026

Berlin

Anstehende Abgeordnetenhauswahl: Jüdischer Verein warnt vor AfD und Linken

Laut »WerteInitiative« sind beide Parteien ein Risiko für die jüdische Gemeinschaft. Auf unterschiedliche Weise spielten sie Minderheiten gegeneinander aus, heißt es in einem Positionspapier

 19.05.2026

Essay

Wie die »New York Times« Israel verteufelt

Der Autor Nicholas Kristof überzieht Israel in einem Meinungsbeitrag mit ungeheuerlichen Vorwürfen. Doch belastbare Beweise für seine Behauptungen legt er nicht vor – und schadet damit dem Journalismus

von Daniel Neumann  19.05.2026

Kiel

TKMS und Elbit vertiefen Partnerschaft bei Marinetechnik

Während das deutsche Unternehmen seine Erfahrung im U-Boot- und Marineschiffbau einbringen will, sollen die Israelis vor allem Elektronik-, Sensor- und Waffentechnologie liefern

 19.05.2026

Berlin

Studie dokumentiert zunehmende Bedrohungslage jüdischer Wissenschaftler

Die Analyse des Netzwerks Jüdischer Hochschullehrender fasst erstmals entsprechende Vorfälle an mehr als 100 Hochschulstandorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen

 19.05.2026

Berlin

Neuer Förderaufruf: Projekte gegen Antisemitismus gesucht

Nach der Fördergeldaffäre nimmt der Berliner Senat einen neuen Anlauf. Für Projekte gegen Judenhass soll ein Aktionsfonds geschaffen werden

 19.05.2026

Washington

Trump: Geplanter Angriff auf Iran vorerst gestoppt

»Wenn wir ein Abkommen mit Iran erreichen können, ohne sie in Grund und Boden zu bombardieren, wäre ich sehr glücklich«, so der US-Präsident

 19.05.2026

In eigener Sache

»Jüdische Allgemeine« erhält Tacheles-Preis

Der Tacheles-Preis wird alle zwei Jahre an Personen oder Organisationen verliehen, die sich für die Sicherung einer jüdischen Zukunft in Deutschland einsetzen. Die Laudatio hält der neue WELT-Chefredakteur Helge Fuhst

 18.05.2026