Syrien

Damaskus: Explosionen in der Nähe von Macrons Hotel

Macron traf sich als erster EU-Regierungschef mit Syriens Machthaber Ahmad al-Scharaa in Damaskus Foto: picture alliance/dpa

Während des Syrien-Besuchs des französischen Präsidenten Emmanuel Macron hat es in der Hauptstadt Damaskus offenbar einen Terroranschlag gegeben.

Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete, sei zunächst eine Explosion zu hören gewesen. Wenige Sekunden später sei in der Nähe des Four Seasons Hotels, in dem Macron untergebracht sein soll, eine zweite, stärkere Detonation zu hören gewesen.

Rettungskräfte und Krankenwagen seien umgehend zum Ort des Geschehens gefahren. Zudem hätten Sicherheitskräfte das umliegende Gebiet abgesperrt. Ersten Berichten zufolge gab es mindestens 18 Verletzte.

Macron trifft derweil Al-Scharaa

Offizielle Angaben zur Ursache der Explosionen sowie zu möglichen Schäden oder Opfern lagen aber zunächst nicht vor. Macron war am späten Montagabend als erster Staatschef eines EU-Mitgliedstaates seit 2010 zu einem Besuch nach Syrien gereist.

Ungeachtet der Berichte über die Explosionen meldete die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA, Macron treffe sich derzeit im Präsidentenpalast mit dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa.

In Paris teilte der Elysée-Palast mit, Macron gehe es gut. Der Präsident befinde sich im Präsidentenpalast, wo Gespräche zwischen den Delegationen beider Länder im Gange seien. Macron habe die Explosionen nicht gehört. dpa/ja

Meinung

Reformprogramm der Bundesregierung: Auf schmalem Grat

Ein Sozialstaat, der Sicherheit verspricht und Misstrauen praktiziert, ist ein Signal für jene Kräfte, die von Angst und Spaltung leben

von Günter Jek  12.07.2026

Erfurt

Voigt: Gespräch über Simson-Sonderstatus mit der EU

Die auf eine jüdische Familie zurückgehenden Simson-Mopeds sind mehr als DDR-Nostalgie: Sie können mit Tempo 60 fahren und verheißen jungen Leuten Mobilität. Doch Reimporte müssen langsamer fahren. Worin das Problem liegt

 12.07.2026

München

Anne Applebaum: Darum sollten CDU und AfD nicht kooperieren

Die jüdische US-Historikerin befasst sich mit den Gefahren für demokratische Gesellschaften. Im Interview mit der »Süddeutschen Zeitung« legt sie ihre Position zu Deutschland und Europa dar

 12.07.2026

Teheran

Gespräche über Straße von Hormus enden ohne Durchbruch

Der Streit um die Straße von Hormus war diese Woche mehrfach militärisch eskaliert. Gespräche im Oman darüber enden zunächst ohne große Fortschritte

 12.07.2026

Washington

US-Militär: Angriffswelle im Iran beendet

In der Nacht haben die US-Streitkräfte laut eigenen Angaben rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen. Dabei habe es sich um einen Vergeltungsschlag gehandelt

 12.07.2026

Argentinien

Der jüdische Teil von Messi

Während im Internet Gerüchte über Lionel Messis Herkunft und Sympathien rumoren, erzählt der Sohn eines verstorbenen argentinischen Fußballfans eine besonders schöne Geschichte

von Sophie Albers Ben Chamo  12.07.2026

Bundesrat

Länder: Aufrufe zur Vernichtung Israels sollen strafbar werden

Der Bundesrat hat am Freitag einen Vorschlag Hessens gebilligt, wonach die öffentliche Leugnung des Existenzrechts Israels bestraft werden soll. Ob ihn die Bundesregierung aufgreift, ist noch unklar

von Michael Thaidigsmann  10.07.2026

Warschau

Vor 85 Jahren wurden die Juden von Jedwabne ermordet

Ein Massaker 1941 belastet das Verhältnis von Juden und Polen: Anstifter waren Deutsche, doch die Täter waren Polen. Ein Ex-Präsident hat zu dem Gedenktag eine klare Botschaft

 10.07.2026

Ramallah

Abbas kündigt Wahlen an

Der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde legt den 28. November als Termin für die Neuwahl des Parlaments fest, 2027 soll auch über die Präsidentschaft neu abgestimmt werden.

 10.07.2026