Meinung

Dabei in Dubai

Der israelische Kricket-Verband bemüht sich, junge Juden und Beduinen zum gemeinsamen Sport zu bewegen. Das ist gut, schön, toll, prima, super. Und so preiswürdig, dass das International Cricket Council das soziale Engagement mit einem Preis ehren möchte. Der Haken daran: Der Verband sitzt in Dubai, dort, wo jüngst ein Hamas-Führer womöglich vom Mossad ermordet wurde. Außerdem hat sich das Emirat in den vergangenen Jahren israelischen Sportlern nur selten als guter Gastgeber präsentiert. 2009 wurde zum Beispiel der Tennisspielerin Shahar Pe’er trotz der Einladung für ein Turnier die Einreise verweigert. In diesem Jahr war sie zwar dabei, aber die Organisatoren atmeten auf, als Pe’er im Halbfinale scheiterte. Anderenfalls hätten die Scheichs der Israelin auf dem Centre Court applaudieren oder, schlimmer noch, ihr den Pokal überreichen müssen. Bei der Verleihung des Kricket-Preises könnte genau das passieren. Werden die Scheichs den Gästen aus dem »Schurkenstaat« die Hand reichen? Vielleicht dürfen die Vertreter des jüdischen Staates ihn ja gar nicht persönlich entgegennehmen, um den Groll der arabischen Welt zu vermeiden. Da bleibt nur noch der Postweg.

Berlin

13 Jahre Haft nach Messerattacke am Holocaust-Mahnmal

Das Kammergericht der Hauptstadt sprach den Syrer unter anderem des versuchten Mordes schuldig

 05.03.2026

Nahost

CIA prüft Bewaffnung kurdischer Kräfte für möglichen Aufstand im Iran

Kontakte sollen sowohl zu iranischen Oppositionsgruppen als auch zu kurdischen Akteuren im Nordirak bestehen. Kurdische Milizen verfügen in der Grenzregion über mehrere tausend Kämpfer

 05.03.2026

Tel Aviv

Israel lockert Schutzmaßnahmen, Raketenbeschuss aus dem Iran deutlich zurückgegangen

Heute soll die Einstufung von »essenzieller Aktivität« auf »begrenzte Aktivität« herabgesetzt werden

 05.03.2026

Verstrickungen

Geschäfte mit einem Mörderregime

Wie ein iranischer Banker ein europäisches Immobilienimperium aufbaute – inklusive Hilton-Hotels in Deutschland

von Philip Plickert  05.03.2026 Aktualisiert

USA

»Amerika gewinnt: entschlossen, verheerend und ohne Gnade«

Verteidigungsminister Hegseth macht in seiner Rede im Pentagon unmissverständlich klar, wer den Krieg für sich entscheiden wird - und wer nicht

 05.03.2026

Pentagon

USA wollen Taktik im Iran-Krieg ändern

Seit vier Tagen attackieren amerikanische Truppen Ziele im Iran, jetzt sollen sie ihre Herangehensweise ändern

 04.03.2026

Nahost

Containerschiff in Straße von Hormus von Geschoss getroffen

Die Meeresenge zwischen dem Persischem Golf und dem Golf von Oman ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten weltweit. Die iranischen Revolutionsgarden scheinen mit ihren Drohungen ernst zu machen

 04.03.2026

Krieg

Historischer Einsatz

US-Präsident Trump und Israels Premier Netanjahu halten Wort: Sie lassen die Iraner nicht allein. Nach der Tötung des Despoten Ali Chamenei ist der Weg zur Freiheit geebnet

von Saba Farzan  04.03.2026

Nahost

Freunde auf Abstand: Moskau, Peking und der Iran-Krieg

Russland und China sind Partner Irans. Im Krieg greifen beide jedoch nicht ein. Dahinter stehen geopolitisches Kalkül, wirtschaftliche Interessen - aber auch militärische Gründe

von Jörn Petring, Ulf Mauder  04.03.2026