Meinung

Dabei in Dubai

Der israelische Kricket-Verband bemüht sich, junge Juden und Beduinen zum gemeinsamen Sport zu bewegen. Das ist gut, schön, toll, prima, super. Und so preiswürdig, dass das International Cricket Council das soziale Engagement mit einem Preis ehren möchte. Der Haken daran: Der Verband sitzt in Dubai, dort, wo jüngst ein Hamas-Führer womöglich vom Mossad ermordet wurde. Außerdem hat sich das Emirat in den vergangenen Jahren israelischen Sportlern nur selten als guter Gastgeber präsentiert. 2009 wurde zum Beispiel der Tennisspielerin Shahar Pe’er trotz der Einladung für ein Turnier die Einreise verweigert. In diesem Jahr war sie zwar dabei, aber die Organisatoren atmeten auf, als Pe’er im Halbfinale scheiterte. Anderenfalls hätten die Scheichs der Israelin auf dem Centre Court applaudieren oder, schlimmer noch, ihr den Pokal überreichen müssen. Bei der Verleihung des Kricket-Preises könnte genau das passieren. Werden die Scheichs den Gästen aus dem »Schurkenstaat« die Hand reichen? Vielleicht dürfen die Vertreter des jüdischen Staates ihn ja gar nicht persönlich entgegennehmen, um den Groll der arabischen Welt zu vermeiden. Da bleibt nur noch der Postweg.

Nahost

Teheran erneut von Explosionen erschüttert

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Kommentar

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Noch folgt im Kampf gegen das Mullah-Regime eine gute Nachricht auf die andere. Doch sobald der Krieg in die schwierige Phase übergeht, werden auch die Beziehungen zwischen Jerusalem und Washington auf die Probe gestellt werden

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Jerusalem

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Teheran

Frust und Zweifel: Angriffe verunsichern Iraner

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Lüttich

Sprengstoffanschlag auf Synagoge in Belgien

Der Präsident des Koordinierungsausschusses der jüdischen Organisationen Belgiens (CCOJB), Yves Oschinsky, spricht von einem »äußerst beunruhigenden, antisemitischen Akt«

 09.03.2026

Nahost

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 09.03.2026

Teheran

Irans Expertenrat bestimmt Mojtaba Chamenei zum neuen Obersten Führer

Das Gremium rief die Bevölkerung zugleich dazu auf, dem neuen Führer Loyalität zu zeigen

 09.03.2026

Nahost

Arabische Liga verurteilt »illegale« Angriffe Irans

Seit Tagen greift der Iran in Nahost militärische Ziele an, aber auch Flughäfen, Wohngebiete und Energie-Infrastruktur. Bei ihrer Notfallsitzung spricht die Arabische Liga von »feigen« Attacken

 08.03.2026