Berlin

CSU-Landesgruppenchef: »Alles besser als dieses Regime«

Alexander Hoffmann, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU im Bundestag Foto: picture alliance / Andreas Gora

Der Chef der CSU im Bundestag, Alexander Hoffmann, hat die Angriffe Israels und der USA auf den Iran gerechtfertigt - auch gegen Kritik an der Legitimation. Das Völkerrecht habe allerhöchsten Stellenwert, sagte er in Berlin. »Aber es darf nicht zur Schutzklausel von Terrorregimen werden.« Vorwürfe des Völkerrechtsbruchs würden gerade vorwiegend benutzt, um Antiamerikanismus zu verbreiten und Stimmung gegen Israel zu machen. 

Hoffmann sagte, der Tod führender Köpfe der iranischen Führung sei »eine gute Nachricht« für die Sicherheit Deutschlands, Europas und das Existenzrecht Israels. Mit Blick auf die weitere Entwicklung machte er deutlich: »Alles ist besser als dieses Regime.« 

Lesen Sie auch

Es sei seit Jahrzehnten der größte Unterstützer des internationalen Terrorismus und massakriere die eigene Bevölkerung. Die Militärschläge seien die entschlossene Antwort darauf, dass die Mullahs mit dem andauernden Griff nach der Atombombe zu einer großen Bedrohung geworden seien.

»Keine einzige Träne«

Beim Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bei Präsident Donald Trump müsse es darum gehen, »unmissverständlich den Schulterschluss mit den USA zu demonstrieren«. Zugleich gelte es, deutsche und europäische Interessen gegenüber Trump zu vertreten und zu artikulieren.

Auch Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) äußerte sich. Er könne es nicht als völkerrechtlich irgendwie nachvollziehbar empfinden, »wenn ein solches Regime einfach machen kann, was es will.« Spahn betonte vor einer Fraktionssitzung, das Vorgehen der USA und Israels berge Risiken, er sage aber auch: »Ich weine toten Mullahs keine einzige Träne nach.«

Der Fall dieses Regimes sei wünschenswert, denn es habe Terror und Hass in der Region und in der Welt befördert. dpa

Bundestag

AfD-Fraktion wirft Jan Wenzel Schmidt raus

Die Debatte über Vetternwirtschaft in der AfD hat erste ernste personelle Konsequenzen: Die Bundestagsfraktion hat den Abgeordneten Jan Wenzel Schmidt ausgeschlossen

 03.03.2026

Skopje

NATO-Chef Rutte befürwortet Angriffe auf Iran

Mark Rutte ist deutlich: Der Iran als »Exporteur von Chaos« bedroht laut ihm nicht nur Israel. Auch zur Tötung des iranischen obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei hat er eine klare Meinung

 03.03.2026

Nahost

Mehrere Verletzte bei neuen Raketenangriffen auf Israel

Wegen iranischer Raketen müssen zahlreiche Menschen in Israel erneut Schutz suchen. Durch herabgefallene Raketen- und Trümmerteile gibt es Schäden - und Verletzte

 03.03.2026

Nahost

Israel greift Gremium zur Wahl von Chamenei-Nachfolger an

In dem angegriffenen Gebäude in der Stadt Qom sollen sich ranghohe Geistliche zur Beratung versammelt haben. Unklar ist bisher, wer genau vor Ort war

 03.03.2026

Ehrung

Bundesfamilienministerin Prien erhält Israel-Jacobson-Preis

Der Israel-Jacobson-Preis zeichnet alle zwei Jahre Menschen aus, die sich besonders um die Stärkung jüdischen Lebens in Deutschland verdient machen. Jetzt wird Bundesfamilienministerin Karin Prien damit ausgezeichnet

 03.03.2026

Nahost

Iran-Krieg: Wer greift wo an und warum?

Raketenalarm, Explosionen, Brände, abgestürzte Militärjets: Seit Beginn des Krieges gegen den Iran überschlagen sich in vielen Ländern im Nahen Osten die Ereignisse. Ein Überblick

von Johannes Sadek, Arne Bänsch, Cindy Riechau  03.03.2026

Washington D.C.

Trump greift erneut früheres Iran-Atomabkommen scharf an

Der US-Präsident bezeichnet die Vereinbarung als »gefährlich« und verteidigt seinen Ausstieg. Das Abkommen habe Teheran einen »legitimen Weg« zur Bombe eröffnet, sagt er

 03.03.2026

Madrid

Spanien sperrt Militärbasen für USA: Washington und Jerusalem erzürnt

Mit einem »Nein« zieht sich die Regierung Sánchez den Zorn internationaler Partner zu. US-Tankerflugzeuge stehen jetzt in Ramstein, anstatt in Süd-Spanien

 03.03.2026

Analyse

Warum die Golfstaaten nicht zurückschlagen

Raketen über Dubai, Drohnen über Doha: Irans Angriffe bringen die Golfstaaten in ein Dilemma. Wie lange können sie noch abfangen, ohne selbst zur Kriegspartei zu werden?

von Arne Bänsch, Johannes Sadek  03.03.2026