München

Charlotte Knobloch: Holocaust-Bildungsstätte »nötiges Gegengewicht«

Charlotte Knobloch Foto: picture alliance / SVEN SIMON

Die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde für München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, hat die Errichtung eines Holocaust-Bildungszentrums in München als »nötiges Gegengewicht« zu politischem Extremismus bezeichnet.

»Mit ihrer Geschichte als frühere ‚Hauptstadt der Bewegung‘ und ihrer Gegenwart als Ort des Erinnerns und Knotenpunkt des jüdischen Lebens in Europa bietet unsere Stadt perfekte Voraussetzungen für eine Einrichtung, die die Gedenkkultur in einer neuen Epoche stärken soll«, sagte Knobloch. 

Lesen Sie auch

Die Zahl der Holocaust-Zeitzeugen sinke stetig, gleichzeitig wachse der politische Extremismus, vor allem von rechts. Das Bildungszentrum werde als Gegengewicht zu Entwicklungen in Politik und Gesellschaft gebraucht. »Dem Judenhass ist ohne Kenntnis der Geschichte nicht beizukommen«, sagte Knobloch. 

Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hatte zuvor mitgeteilt, erstmals ein Bildungszentrum außerhalb Israels zu errichten. Die Wahl des Standorts war auf München gefallen, in Leipzig soll es eine Außenstelle geben. Das Bildungszentrum soll innerhalb von drei Jahren am Karolinenplatz entstehen. In der Nähe existiert bereits ein NS-Dokumentationszentrum. Die Gegend um den Karolinenplatz gilt auch als Zentrum des frühen Nationalsozialismus in Deutschland. dpa/ja

Einspruch

Das Problem mit dem Zivildienst

Rebecca Seidler sieht bei einer möglichen Rückkehr der »Zivis« viele Vorteile – und eine große Herausforderung

von Rebecca Seidler  26.08.2026

Meinung

Mehr Schutz durchs Grundgesetz

Was für die LGBTIQ-Gemeinschaft zutrifft, sollte auch für den Schutz jüdischer Identität gelten

von Susanne Krause-Hinrichs  26.08.2026

Schweiz

Gewalt-Demo gegen Israel in Basel verboten

Die Polizei hält die geplante Anti-Israel-Demo, bei der die Organisatoren »Tod dem Zionismus« wünschen, für nicht bewilligungsfähig

von Nicole Dreyfus  26.08.2026

RIAS-Jahresbericht

Mehr antisemitische Vorfälle in Thüringen

Gewaltandrohungen und Angriffe gab es vor allem im öffentlichen Raum

 26.08.2026

Kiel

Schleswig-Holstein setzt Zeichen gegen Antisemitismus

Jüdinnen und Juden im nördlichsten Bundesland sind verunsichert. Die Landesregierung beschließt nun einen Aktionsplan gegen Judenhass

 26.08.2026

Interview

»Der politische Islam will die Gesetze im Sinne der Scharia verändern«

Der Investigativjournalist Sascha Adamek über die stetige islamistische Unterwanderung der Gesellschaft

von Ninve Ermagan  26.08.2026

Kommentar

Die verlorene Mitte

Beim Betrachten des Wahlkampfs zu den Landtagswahlen im Herbst muss man feststellen: Judenhass ist in Deutschland längst kein Ausschlusskriterium mehr für die Parteien der sogenannten politischen Mitte

von Benjamin Graumann  26.08.2026

Exklusiv-Interview

»Anders als Hitler ist die AfD nicht kriegslüstern«

Der Historiker und Bestsellerautor Götz Aly über die Radikalisierung des NS-Regimes, Vergleiche zwischen dem Ende der Weimarer Republik mit der heutigen Zeit und die Sinnhaftigkeit eines AfD-Verbots

von Michael Thaidigsmann  25.08.2026

Parteien

Umfrage: So denken die Deutschen über die AfD

Brandmauer? Parteiverbot? Das Insa-Institut hat nachgefragt

 25.08.2026