Berlin

Bundesregierung äußert sich nicht zum Todesfall Shani Louk

Das Außenministerium in Berlin Foto: imago images/Winfried Rothermel

Das Auswärtige Amt hat den Tod einer weiteren Person mit deutscher Staatsangehörigkeit als Folge der Terrorattacken der islamistischen Terrororganisation Hamas bestätigt, sich aber nicht konkret zum Fall Shani Louk geäußert.

Ein Sprecher des deutschen Außenministeriums bat am Montag in Berlin um Verständnis, dass man sich nicht zu Einzelfällen äußere. Der Sprecher wiederholte frühere Angaben, nach denen man davon ausgehen müsse, dass eine einstellige Zahl deutscher Staatsangehöriger dem Terror der Hamas zum Opfer» gefallen sei.

Im AA sei direkt nach dem Beginn ein Sonderstab eingerichtet worden, sagte der Sprecher auf die Frage, was die Bundesregierung zur Rettung der Geiseln tue. Man stimme sich eng mit den Partnern in der Region ab und nutze alle zur Verfügung stehenden Kanäle, um die Freilassung insbesondere der deutschen Geiseln zu erreichen.

Die Mutter von Shani Louk, Ricarda Louk, hatte zuvor mitgeteilt, dass ihre seit dem Hamas-Terrorüberfall auf Israel vermisste Tochter tot ist. Das habe ihr das israelische Militär mitgeteilt, sagte Louk der Deutschen Presse-Agentur. Zunächst hatte RTL/ntv berichtet.

Die Leiche ihrer Tochter sei bislang zwar nicht gefunden worden, sagte Louk. Man habe aber einen Splitter eines Schädelknochens gefunden und daran eine DNA-Probe gemacht. Die Mutter geht davon aus, dass ihre Tochter bereits seit dem 7. Oktober tot ist - möglicherweise sei sie bei dem Terrorüberfall durch einen Schuss in den Schädel getötet worden.

Die 22 Jahre alte Shani Louk wurde nach Angaben ihrer Familie bei einem Musikfestival in der israelischen Negev-Wüste von Terroristen der islamistischen Hamas ermordet.

Meinung

Einladung, Empörung, Ausladung

Dass der Iran am Weltwirtschaftsforum in Davos zunächst willkommen war und kurz darauf wieder ausgeladen wurde, ist ein Lehrstück darüber, wie Menschenrechte erst dann zählen, wenn sie zum Reputationsrisiko werden.

von Nicole Dreyfus  19.01.2026

Warnung

Holocaust-Überlebende besorgt um Zukunft der Demokratie

Sieben Holocaust-Überlebende berichten in dem Buch »Nach der Nacht« über ihre Sorgen um die Demokratie und den Aufstieg rechter Parteien. Zu sehen sind Ausschnitte der Interviews auch im Nachtprogramm der ARD

 19.01.2026

Analyse

Mächtiger Nebenbuhler

Saudi-Arabien wird für die USA ein immer wichtigerer Partner in Nahost. Was bedeutet diese Entwicklung für Israel?

von Joshua Schultheis  19.01.2026

Dachau

2025 mehr als eine Million Besucher in KZ-Gedenkstätte

Erstmals wurden in der KZ-Gedenkstätte Dachau ein ganzes Jahr lang Besucher gezählt. 2025 waren es mehr als eine Million. Im kommenden Frühjahr will man deren Profil genauer untersuchen

 19.01.2026

Köln

Jüdischer Karnevalsverein antisemitisch angefeindet

»Es ist das bisher Heftigste, was uns passiert ist«, sagt der Präsident des jüdischen Karnevalsvereins »Kölsche Kippa Köpp«. Den Mut verliert Aaron Knappstein aber nicht

von Leticia Witte  19.01.2026

Russland

Kreml: Putin erhält Einladung in Gaza-»Friedensrat«

In der Ukraine führt der Kremlchef Krieg, in den »Friedensrat« von US-Präsident Donald Trump für den Gazastreifen ist er dennoch eingeladen worden. Moskau erklärt, was es davon hält

 19.01.2026

Kunstakademie Düsseldorf

Jüdische Organisationen verlangen Absage von Veranstaltung mit palästinensischer Terror-Unterstützerin

Die Hintergründe

 19.01.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

Bericht: Trump-Regierung prüft Asyl für britische Juden

Großbritannien sei »kein sicherer Ort mehr für Juden«, sagt Donald Trumps persönlicher Anwalt Robert Garson gegenüber »The Telegraph«

 19.01.2026

Proteste im Iran

USA verstärken Militärpräsenz im Nahen Osten

Ein Schlag gegen das Mullah-Regime steht für Washington weiterhin im Raum

 19.01.2026