Antisemitismusbeauftragter

Bundeskabinett beruft Felix Klein

Zentralrat der Juden begrüßt den Schritt

 11.04.2018 13:49 Uhr

Felix Klein Foto: Gregor Zielke

Zentralrat der Juden begrüßt den Schritt

 11.04.2018 13:49 Uhr

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch den Botschafter Felix Klein zum Beauftragten der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus berufen.

Der bisherige Sonderbeauftragte für Beziehungen zu jüdischen Organisationen und Antisemitismusfragen im Auswärtigen Amt tritt die Stelle zum 1. Mai an, wie das Bundesinnenministerium mitteilte. Der neue Beauftragte ist im Bundesinnenministerium angesiedelt, weil dort die Zuständigkeit für den Dialog mit den Religionsgemeinschaften liegt.

Übergriffe Der Beauftragte soll unter anderem Maßnahmen gegen Antisemitismus koordinieren und Ansprechpartner für jüdische Gemeinden sein. Die Einrichtung der Stelle vereinbarten Union und SPD, nachdem der Bundestag auch vor dem Hintergrund zunehmender antisemitischer Straftaten und Übergriffe solch einen Beauftragten gefordert hatte.

Klein studierte Rechtswissenschaften und durchlief von 1994 bis 1996 seine diplomatische Ausbildung beim Auswärtigen Amt. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte Klein dem Kabinett vorgeschlagen.

Der Zentralrat der Juden in Deutschland begrüßte dies und verwies darauf, dass Klein bei jüdischen Organisationen im In‐ und Ausland Anerkennung genieße. Seehofer erklärte nach dem Kabinettsbeschluss am Mittwoch, Klein werde sich »mit Nachdruck und Fingerspitzengefühl« für jüdisches Leben in Deutschland engagieren und seine Kraft dem Kampf gegen Antisemitismus widmen. epd

Justiz

Freibrief für Verleumdungsvorwürfe?

Noch kein Urteil im Fall um Göttinger Friedenspreis. Die Entscheidung soll am 7. Mai verkündet werden

 24.04.2019

Berlin

»Singularität des Holocaust negiert«

Zentralratspräsident Josef Schuster kritisiert Schoa-Vergleich scharf

 24.04.2019

Meinung

Ein Jude als Staatspräsident

Mit der Wahl von Selenskyj beweist die Ukraine, dass Protestwahlen keine Erfolge Rechtsradikaler bedeuten müssen

von Dimitri Tolkatsch  23.04.2019