Solidarität

Bremen beteiligt sich an Härtefallfonds für Rentner

Foto: imago stock&people

Das Land Bremen beteiligt sich an einem Härtefallfonds für Menschen aus der ehemaligen DDR sowie für jüdische Kontingentflüchtlinge und Spätaussiedler mit sehr geringer Rente. Das hat der Bremer Senat am Dienstag beschlossen.

Der Bund hat dafür eine Stiftung errichtet, bei der die betroffenen Personen eine Einmalzahlung in Höhe von 2500 Euro beantragen können. Haben sie ihren Wohnsitz in einem Bundesland, das sich am Fonds beteiligt, können die Zahlungen auf 5000 Euro aufgestockt werden.

Der Senat rechnet damit, dass in Bremen und Bremerhaven etwa 600 jüdische Zuwanderer und 660 Spätaussiedler antragsberechtigt sind, wie die Bürgerschaftsfraktion der Grünen erklärte. Das Land beteilige sich finanziell mit insgesamt knapp 3,2 Millionen Euro. Bisher seien außer Bremen noch die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Thüringen der Stiftung beigetreten, teilte die Linksfraktion mit.
Beitritte seien noch bis Freitag möglich.

Wie sich die Berechtigten bundesweit verteilen, lässt sich nicht genau beziffern. Nach Angaben des Bundesarbeitsministeriums sind die drei Gruppen in etwa gleich groß: rund 65.000 bis 70.000 jüdische Kontingentflüchtlinge, 60.000 Spätaussiedler sowie 65.000 bis 70.000 benachteiligte Ost-Rentner, bei denen es im westdeutschen Rentensystem zu Ungerechtigkeiten gekommen ist. Die finanzielle Hilfe soll bekommen, wer weniger als 830 Euro Rente im Monat bezieht. epd

Hinweis: Alle Beiträge zum Thema Härtefallfonds finden sie hier.

Debatte

UN-Experten rügen Umgang mit Epstein-Akten

Der Fall Epstein setzt US-Behörden unter Druck: Teils wurden Namen von Opfern veröffentlicht, teils Ermittlungen unterlassen. Aus Sicht von UN-Sachverständigen steht die Glaubwürdigkeit von Regierungen auf dem Spiel

 16.02.2026

Karneval

Gegen Judenhass in de Bütt gestiegen - diesen Redner muss man lieben

Bei der Mainzer Fastnacht hält »Till« eine bemerkenswerte Rede über den wachsenden Antisemitismus in Deutschland. Eine Wohltat für den sonst so schrecklich unpolitischen Karneval

von Martin Krauß  16.02.2026

Erfurt

Scharfe Kritik an Termin für AfD-Parteitag in Erfurt

Die AfD will ihren Bundesparteitag im Juli in Erfurt abhalten. Die Wahl des Termins ruft Kritiker auf den Plan. Genau 100 Jahre zuvor fand in Weimar ein NSDAP-Parteitag statt

 16.02.2026

Nahost

Analyse: Iran repariert Raketenanlagen schneller als Nuklearzentren

Während mehrere beschädigte Raketenstandorte offenbar zügig instand gesetzt wurden, kommen die Arbeiten an zentralen Nuklearanlagen deutlich langsamer voran

 16.02.2026

Paris

Epstein-Affäre: Durchsuchung nach Ermittlung gegen Jack Lang

Es geht um Verdacht auf Geldwäsche und Steuerbetrug. Wie tief ist Frankreichs Kultur-Ikone verstrickt?

 16.02.2026

Bosnien-Herzegowina

Jüdischer Protest gegen rechtsextrexmen Sänger Thompson

Vergangenes Jahr hatte der kroatische Sänger Thompson mit einem Megakonzert in Zagreb einen Zuschauerrekord gebrochen. Bekannt ist er für rechtsnationalistische Auftritte. Jetzt provoziert er erneut

von Markus Schönherr  16.02.2026

Madrid

Museum wirft israelische Besucherinnen raus

Drei ältere Touristinnen werden von Besuchern bepöbelt, weil sie Davidsterne und eine israelische Fahne tragen. Doch statt ihnen zu helfen, setzt das Museum sie vor die Tür

 16.02.2026

Diskussionsveranstaltung

Francesca Albanese soll in Berlin auftreten, Absage gefordert

Es könne nicht sein, dass die Senatsverwaltung für Kultur durch die Förderung des Veranstaltungsortes ermögliche, dass antisemitische Veranstaltungen durch Steuergelder finanziert würden, so die Organisation »Gegen jeden Antisemitismus«

von Imanuel Marcus  16.02.2026

Atomprogramm

Iran: Nächste Verhandlungsrunde mit den USA in Genf

US-Präsident Donald Trump fordert vom Teheraner Regime, sein Atomprogramm zu beenden. Doch die iranische Regierung ist nur zu Zugeständnissen bereit

 16.02.2026