Berlin

Brandenburger Tor soll orange leuchten

Blick auf das Brandenburger Tor Foto: picture alliance / Zoonar

Im Gedenken an Ariel, Kfir und Shiri Bibas wird am Mittwochabend das Brandenburger Tor orange angestrahlt. Wie die Senatskanzlei am Morgen mitteilte, ist der Anlass die Beisetzung der von Hamas-Terroristen ermordeten Mutter Shiri und ihrer Söhne Ariel und Kfir, die auch die deutsche Staatsbürgerschaft besaßen.

»Damit setzt der Senat ein Zeichen der Solidarität mit den zahlreichen Menschen, die sich noch immer in der Geiselhaft der Hamas befinden«, heißt es in der Mitteilung. Von Sonnenuntergang bis Mitternacht sollen auf dem Berliner Wahrzeichen auch die Schriftzüge »Never forget« und »#BringThemHomeNow« erscheinen.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte die Aktion bereits am Dienstagnachmittag angekündigt. Auf der Online-Plattform X schrieb er: Berlin werde das Brandenburger Tor in Orange erleuchten lassen, »im Gedenken an die ermordeten Mitglieder der Familie Bibas und in Solidarität mit den zahlreichen Geiseln, die noch immer in der Gewalt der Hamas-Terroristen sind«.

Lesen Sie auch

Orangefarbene Luftballons

Bereits ab 15:30 Uhr will die Initiative »Israelsolidarität Berlin« am Brandenburger Tor der Familie Bibas gedenken und dort orangefarbene Luftballons aufsteigen lassen. Ähnliche Aktionen haben bereits in anderen Städten weltweit stattgefunden, beispielsweise in Rom und Buenos Aires. In New York wurden unter anderem das One World Trade Center und das Empire State Building orange angestrahlt.

Die Familie Bibas, bestehend aus der Mutter Shiri, dem Vater Yarden und den Söhnen Ariel und Kfir, wurde am 7. Oktober 2023 durch die Hamas aus dem Kibbuz Nir Oz entführt. Ariel war damals vier Jahre, Kfir erst neun Monate alt. Yarden wurde am 1. Februar freigelassen. Die Leichen von Shiri, Ariel und Kfir wurden erst vor wenigen Tagen an Israel übergeben.

In Israel erfährt die Beisetzung eine große Anteilnahme. Bereits am Morgen säumten Zehntausende die Straßen, um der Familie den letzten Respekt zu erweisen. Der Trauerzug setzte sich von Rischon LeZion in Richtung Süden in Bewegung. Im Heimat-Kibbuz Nir Oz ist eine private Zeremonie vorgesehen. »Wir sehen und hören euch, wir sind bewegt und gestärkt durch euch«, teilte die Familie mit. ddk

Hand zeigt ein Smartphone mit dem ChatGPT Logo vor rotem Hintergrund

Künstliche Intelligenz

Sam Altmans ChatGPT zeigt ab heute Werbung

Einige User werden von nun an Werbung sehen. Wie werden gesuchte Antworten von Anzeigen getrennt?

 24.08.2026

MIttlerer Osten

Iran warnt USA vor Wirtschaftskrieg - und droht Golfstaaten

Im Iran-Krieg wird aktuell nicht gekämpft. Washington will Teheran wirtschaftlich in die Knie zwingen. Der Iran gibt sich selbstbewusst - und droht den USA und ihren Verbündeten mit Konsequenzen

 24.08.2026

Teheran

Erneut Hinrichtung nach Massenprotesten im Iran

Die iranische Führung schlug die Proteste im Januar brutal nieder. Seitdem werden immer wieder Menschen exekutiert. Die Hinrichtungen sind auf einem Rekordniveau

 23.08.2026

Sachsen-Anhalt

Magdeburger CDU-Abgeordneter offen für Gespräche mit Linken

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt drohen komplizierte Mehrheiten: Dabei wird auch immer wieder eine Zusammenarbeit von CDU und Linken gegen die AfD diskutiert

 23.08.2026

Landtagswahlen

Umfrage: Jeder Zweite hält die AfD für rechtsextrem

Brandmauer? Parteiverbot? Über den richtigen Umgang mit der AfD sind sich die Menschen uneins. Das Insa-Institut hat gefragt, was sie über die Partei denken

 23.08.2026

Debatte

Schramm unterstützt Knobloch in AfD-NSDAP-Vergleich

Der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen warnt vor einer Normalisierung rechtsextremer Positionen. Der wachsende zeitliche Abstand zur NS-Zeit dürfe nicht dazu führen, dass die Lehren aus der Geschichte verblassen, betont er

 23.08.2026

Berlin

Antisemitismusbeauftragter befürwortet schärferes Strafrecht

Felix Klein fordert unter anderem härtere Strafen für die Unterstützung der Hamas auf Demonstrationen. Und auch an den Schulen müsse sich etwas ändern

 23.08.2026

Deutschland

Weil er sich israelsolidarisch äußerte: Mann wird mit Cuttermesser an Berliner U-Bahnhof angegriffen

Die Hintergründe

 22.08.2026

Frankreich

»Fick dich, Gisèle, fickt euch, ihr Zionisten«

Gisèle Journo ist Jüdin und betreibt in Paris eine Agentur für Influencer. Jetzt ist sie Zielscheibe antisemitischer Anfeindungen geworden. Auslöser war der Boykottaufruf einer Europaabgeordneten

von Michael Thaidigsmann  21.08.2026