Berlin

Brandanschlag auf Neuköllner Lokal

Unbekannte haben in der Nacht zu Sonntag das »Bajszel« in Berlin-Neukölln angegriffen. Einsatzkräfte des Objektschutzes hätten ein rotes Hamas-Dreieck und einen Aufkleber mit dem Slogan »Free Palestine« auf der Schaufensterscheibe des Lokals festgestellt, teilte ein Sprecher der Polizei mit.

In den frühen Morgenstunden wurde zudem ein Brand in einem Papierkorb an der Fassade des Gebäudes bemerkt, der gelöscht werden konnte. An der Fassade und einer Schaufensterscheibe blieben den Angaben zufolge Rußspuren zurück.

Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes ermittelt. In dem Lokal finden regelmäßig Veranstaltungen unter anderem zu Bildungsarbeit gegen Antisemitismus und Demokratiearbeit statt.

»Wir sehen das als Mordversuch«

Zum Zeitpunkt des Brandes habe sich einer der Betreiber noch in den Räumlichkeiten befunden, die in einem Wohnhaus liegen, berichtete der in Berlin erscheinende »Tagesspiegel«. Zuvor waren die Türschlösser zugeklebt worden. Die Zeitung zitierte eine Betreiberin des Lokals mit den Worten: »Wir sehen das als Mordversuch«. Derzeit werde die Kneipe fast täglich antisemitisch angegriffen.

Martin Hikel, Bezirksbürgermeister von Neukölln, sagte zu dem Vorfall: »Die Tat ist der furchtbare vorläufige Höhepunkt von mehreren Angriffen gegen das Bajszel. Die Gewalt gegen israelsolidarische Menschen und Einrichtungen muss aufhören, solche Täter müssen gefasst und verurteilt werden.«

Bereits in den Tagen zuvor war die Fassade der Kneipe in der Emser Straße mit antisemitischen und israelfeindlichen Hassbotschaften und einem roten Hamas-Dreieck beschmiert worden.

Am Sonntagabend um 19 Uhr ist eine Solidaritätskundgebung vor dem Bajszel geplant. epd/ja

Transportbetonwerk der Firma Heidelberg Materials in München (Symbolbild)

Hessen

Brandanschlag aus Israel-Hass?

Bei einer Betonfirma entstand durch das Feuer ein Sachschaden in Höhe von etwa 800.000 Euro. Nun tauchte ein Bekennerschreiben auf, das die Tat mit der Politik Israels begründet

 03.09.2026

Abgeordnetenhauswahl

Offene Ohren

Was passiert, wenn 100 Berliner Israelis 45 Minuten haben, um einem Landespolitiker Fragen zu stellen? Etwas anderes, als Sie denken

von Sophie Albers Ben Chamo  03.09.2026

Medien

Wie »Die Zeit« den fanatischen Israelhasser Zohran Mamdani zur politischen Lichtgestalt umdeutet

von Regula Stämpfli  03.09.2026

Debatte

Öffentlich-Rechtliche Medien: Macht euren Job, aber macht ihn besser!

Ein Appell von Esther Schapira

von Esther Schapira  03.09.2026

Medien

Stephan-Andreas Casdorff ist wieder für den »Tagesspiegel« tätig

Die KI-generierten Meinungstexte von Stephan-Andreas Casdorff im »Tagesspiegel« hatten in der Branche für viel Aufruhr gesorgt. Seit Juni hatte der Ex-Chefredakteur seine Tätigkeit ruhen lassen. Nun kehrt er zurück

von Jana Ballweber  03.09.2026

Henning Lobin, Direktor des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache (IDS)

Interview

Experte: AfD nutzt Sprachpolitik als »trojanisches Pferd«

Soziales Verhalten wird in der öffentlichen Kommunikation zunehmend durch psychologische Kategorien beschrieben, beobachtet der Sprachforscher Henning Lobin. Er hat sich mit der Sprachpolitik der AfD befasst

von Christine Süß-Demuth  03.09.2026

Frankfurt am Main/Magdeburg

Kann die AfD Staatsverträge zu Medienthemen kündigen?

Die AfD will bei einem Wahlerfolg in Sachsen-Anhalt aus Staatsverträgen aussteigen, die Medienthemen regeln. Dabei müsste die neue Landesregierung jedoch zahlreiche Anforderungen beachten

 03.09.2026

Wahlen

Wie antisemitisch ist die AfD?

Die rechtsextreme Partei inszeniert sich gern als Vorkämpferin gegen Judenhass und für Israel. Ein Faktencheck

von Stefan Dietl  03.09.2026

Landtagswahlen

Zünglein an der Waage?

Das »Bündnis Sahra Wagenknecht« (BSW) könnte besonders in Sachsen-Anhalt wichtig werden

von Ralf Fischer  03.09.2026