Washington

Biden empfängt israelischen Ministerpräsidenten Bennett

Israels Ministerpräsident Naftali Bennett Foto: Flash 90

Der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett will bei seiner ersten US-Reise nach Amtsantritt vor allem das iranische Nuklearprogramm ansprechen. Das Programm habe in den vergangenen zwei bis drei Jahren eine sehr sprunghafte Entwicklung genommen, erklärte Bennetts Büro vor dem Abflug des Premiers nach Washington. Das werde das wichtigste Thema seines Gesprächs mit US-Präsident Joe Biden sein. Daneben werde es bei den Verhandlungen mit der US-Regierung am Mittwoch und Donnerstag um die Qualität des israelischen Militärs, Wirtschaftsfragen und das Coronavirus gehen.

Bennett hat sich gegen eine Rückkehr der USA in das Atomabkommen der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands mit dem Iran ausgesprochen. Das Abkommen sei ausgelaufen und nicht mehr relevant, sagte er. Einen neuen Atomvertrag lehne er ebenfalls ab. Vielmehr müsse es ein Abkommen geben, das auch die aggressive Politik des Irans in der Region bremse. In den vergangenen Woche hat es Angriffe auf Schiffe gegeben, die Verbindungen zu Israel haben. Es wird weithin angenommen, dass der Iran dahinter steht. Das müsse aufhören, forderte Bennett diese Woche im Kabinett.

In dem Atomabkommen hatte der Iran zugesagt, sein Nuklearprogramm so zu begrenzen, dass er keine Atomwaffen bauen kann. Im Gegenzug sollten Wirtschaftssanktionen fallen. Die USA zogen sich unter Bidens Vorgänger Donald Trump aus dem Abkommen zurück und verhängten wieder Sanktionen. Der Iran hält inzwischen wichtige Teile des Vertrages nicht mehr ein. Derzeit wird über eine Rückkehr der USA und Irans zu den ursprünglichen Bestimmungen verhandelt. ap

Magdeburg

AfD-Veranstaltung: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Steimle

Ein Auftritt des Kabarettisten Uwe Steimle auf einer AfD-Veranstaltung in Dessau-Roßlau hat die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen. Zudem gab es Kritik wegen des Singens der DDR-Nationalhymne

 15.07.2026

Kalenderblatt

Der Marschall war vieles, aber kein Judenretter: Philippe Pétain taugt auch 75 Jahre nach seinem Tod für einen Skandal

Marschall Pétain, Verdun, Vichy-Regime - war da was? Über einen Mann, der im Nachbarland Frankreich vom Helden zum Verfemten wurde und über das Schicksal von Tausenden Juden im Zweiten Weltkrieg mitbestimmte

von Joachim Heinz  15.07.2026

Wahlen

Friedrich Merz: Werde alles tun, damit AfD nicht in Verantwortung kommt

Viele sorgen sich vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern vor möglichen Wahlsiegen der AfD. Kanzler Merz hingegen gibt sich zuversichtlich, dass das zu verhindern sei

 15.07.2026

Meinung

Die Fußball-WM war ein voller Erfolg

Schon jetzt steht fest, dass die Weltmeisterschaft 2026 unvergesslich bleiben wird. Zumindest, wenn man die Kriterien des Fußballphilosophen Nick Hornby zugrunde legt

von Elke Wittich  15.07.2026

Kommentar

Sichere Hochschule auch für Jüdinnen und Juden!

Sicherheit ist zentral, aber auch Respekt vor Arbeitsruhegeboten. Wer Prüfungen auf hohe jüdische Feiertage legt, verlangt von Juden, für ihre Religionsausübung Nachteile beim Studienfortschritt in Kauf zu nehmen

von Volker Beck  15.07.2026

Iran

Propagandaplakat in Teheran zeigt Trump im Sarg

Auf dem Plakat wird Vergeltung gefordert. Doch viele Iranerinnen und Iraner stehen den Racheaufrufen kritisch gegenüber

 15.07.2026

Chemnitz

Neonazi Liebich nach Deutschland gebracht

Schon Ende August 2025 sollte er die Haft antreten, floh jedoch stattdessen. Einige Monate später wurde der Neonazi gefasst, nun ist er wieder in Deutschland. Wo kommt Liebich nun hinter Gitter?

 15.07.2026

Erfurt

Hape Kerkeling für Anhörung zu AfD-Verbot geladen

Der Kabarettist ist auf Betreiben der Linken eingeladen. Der Komiker werde sich aber »zu dieser Angelegenheit derzeit nicht äußern«, teilt sein Büro mit

 15.07.2026

Washington D.C.

USA starten Kampagne gegen Internationalen Strafgerichtshof

US-Außenminister Marco Rubio wirft dem ICC einen Angriff auf die amerikanische Souveränität vor. Er plant eine koordinierte Reaktion verschiedener US-Behörden

 15.07.2026